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May seder 193 Man seder
.« (Zt^riae 1782,
( F i 1734,
^ ) . Im Stifte aber wird sein Hand'
schriftliches Tagebuch, die Hausge-
schichte des Stiftes wahrend der Jahre
1723—1732, aufbewahrt, welches über
die Sitten und Gebräuche im Convente
interessante Aufschlüsse gibt.
Hagn (Theodorich), Das Wirken der Vene«
dictiner.Abtei Kremsmünster für Wissenschaft.
Kunst und Iugendbildung. Ein Beitrag' zur
Literatur und Culturgeschichte Oesterreichs
(Linz 1848, Quirln Haslinger. 8".) S. 85,
87, 89, 208, 231. 232. — ^ac/ima^- ^Hla/-
tUIQ St Il,6ii3l080I'Ull1 KI0N3,Lt6I'ii 0l6Miko-
nsnäis (Zt^rias 1777—1782, ^Vimrusi-, I'ol.)
x. 623. — HösaNFs ^N,'6?'o?l?/m.^, s^nopLiL
vita.6 Ii,6iisio2oruui O^d. 8. Vensäioti Oro-
milani ?rols520lurri 5,1) anno 1677 aä 1777
1777, ^Viinui6i'), I». 160.
Mllyseder, Joseph (Viol invir-
tuos und Tonsetzer, geb. zu Wien
26. October 1789, gest. ebenda 21. No-
vember 1863). Sein Vater war, wie
Dr. v. Sonnlei thner berichtet fter«
gleiche übrigens die Quellen S. 198),
akademischer Maler, der in beschränkten
Verhältnissen lebte. Der Sohn zeigte in
den ersten Knabenjahren Talent für die
Musik, und als ein in demselben Hause
mit ihm wohnender Professor ihm als
Kinderspielzeug eine kleine Violine, wie
solche in den Spielwaarenhandlungen zu
finden sind, schenkte, verstand es der
Knabe, dem ungefügen Instrumente ge-
ordnete Töne zu entlocken. Dieß erregte
die Aufmerksamkeit seines Geschenkgebers,
und dieser brachte es nun dahin, daß der
Vater sich herbeiließ, dem Knaben einen
ordentlichen Musikunterricht ertheilen zu
lassen. Im Juli 1797 erhielt M. den
ersten Lehrer, Namens Suche, an deffen
Stelle im folgenden Jahre Wranitzky
trat. Des Letzteren Unterricht genoß der junge Mayseder durch mehrere Jahre;
nun nahm sich Ignaz Suppanzigh
des talentvollen Zöglings an, nahm ihn
zu den damals beliebten Morgen-Con>
certen im Augarten, auch zu seinen Quar«
tettaufführungen mit und ließ ihn die
zweite Violine spielen. Am 24. Juli
1800, gabMayseder, damals eilfIahre
alt, das erste öffentliche Violin-Con>
cert im Augarten, dem innerhalb eines
Monats noch zwei andere folgten. Die
Erfolge seines Spiels waren glänzend.
Am 17. October 1802 durfte er sich vor
der Gemalin des Kaisers Franz, vor
der Kaiserin Mar ia Theresia, in
Larenburg hören lassen. Im Jahre 1802
nahm er bei Emanuel Förster sBd. IV,
S. 273 j^ Unterricht im Clavierspiele und
in der Composition, und brachte es in
kurzer Zeit dahin, daß er Sebastian
Bach'sche Fugen studiren und spielen
konnte. Gin im Jahre 4803, wie sein
Biograph berichtet, von Albrechts«
berger sBd. I , S. 12^>, Eyb ler
j M . IV, S. 120), Haydn Wd. VHI,
S. 108), Koöeluch sBd. XIII, S.92).
Sal ier i und Weig l ausgestelltes
Zeugniß, in welchem bestätigt wird, daß
er außerordentliche, sein Alter über«
steigende Fortschritte auf der Violine
gemacht habe und unter die Reihe der
Virtuosen zu zählen sei, scheint die Folge
gehabt zu haben, daß er von der Mili»
tärpfticht befreit wurde. Auch zählte der
kunstsinnige Joseph Fürst Lobkowitz
M . XV, S. 345) in jener Zeit zu
seinen Gönnern. Im Jahre 1819 wurde
M. bei den Hoftheatern als Concert»
und Solospieler, im Jahre 1816 in der
Höfcapelle als Solospieler angestellt und
wirkte in letzterer Eigenschaft seit dieser
Zeitregelmäßig an denKammer.Concerten
mit, welche am kaiserlichen Hofe statt»
fanden. Im Jahre 1833 wurde er zum
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon