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ltecsery 233 Mecsiry
10. HllszareN'Reczimente, damals Barco
Huszaren, befördert, zu dessen Oberst er
schon zwei Jahre spater vorrückte. Im
Jahre 1799 kam M. mit seinem Regi»
mento nach Deutschland. Er kämpfte
nun in der Schlacht bei Stockach, nahm
an der Einnahme von Schaffhausen
Theil, befreite im Treffen bei Andelfingen
(25. Mai) mit einem Zuge des Regimen
tes den blesfirten und in Gefangenschaft
gerathenen General »Major Piacsek
und wurde bei Pfungen unter den
Helden des Tages genannt. Nun wurde
M. zum General-Major befördert. Er
ward als solcher bei der Armee in
Deutschland eingetheilt und gerieth im
Gefechte bei Lambach (19. December)
nach tapferer Gegenwehr in Gefangen-
schaft. Er wurde nämlich mit Moriz
Fürsten Liechtenstein Md. XV,
S. 168^ und mehreren Officieren in einem
Defils abgeschnitten und war gezwun»
gen, sich der Uebermacht gefangen zu
ergeben. Moreau nahm ihn und seine
Mitgefangenen ihrer Stellung entspre«
chend ebrenvoll auf und schickte sie nach
Paris. Als im folgenden Jahre seine
Auswechslung stattfand, begab sich M.
nach Wien, wo ihn der Kaiser, seiner oft
bewiesenen Tapferkeit eingedenk, huldvoll
empfing und als Brigadier nach Galizien
schickte. Der Feldzug des Jahres 1803
brachte den tapferen General wieder
zur Armee nach Deutschland. I n dieser
an Unfällen des Kriegsglückes über-
reichen traurigen Epoche war es M.
unter Wenigen gegönnt, durch seine
Tapferkeit zu glänzen und durch dieselbe
den gesunkenen Muth der Verzagenden
neu zu beleben. Es war am 9. October.
als der Erzherzog Ferdinand mit
seinem Corps das linke Donauufer zu
passiren vorhatte. Der Feind folgte den
Unseren auf der Ferse. An einen geord« neten Rückzug war unter solchen Umstän-
den nicht mehr zu denken. Mecsäry
erhielt von dem Erzherzoge Befehl, mit
den Regimentern Stuart und Erbach,
denen noch zwei Divisionen Blankenstein-
und zwei Divisionen Palatinal-Huszarcn
beigegeben waren, die Avantgarde zu
bilden, und nachdem die Donaubrücke
bei Günzburg genommen worden, auf
Gundelfingen vorzurücken. M. that,
wie ihm befohlen worden. In der Nahe
der Donaubrücken angelangt, sah er,
daß die Franzosen diese bereits ange«
griffen und den beabsichtigten Uebergang
vereitelt hatten. M. sprengte nun selbst
auf das bei der Brücke aufgestellte
Infanterie-Detachement zu. es zum Aus«
harren ermunternd. Aber der bei weitem
stärkere Feind benutzte den schon errun»
genen Vortheil, erneuerte im Sturm
seinen Angriff und zwang die zur Be«
deckung aufgestellte Abtheilung der Hn.
seren zur Flucht. Nun sprengte M.
mitten im starken feindlichen Feuer zu
den seinen Regimentern beigegebenen
vier HuSzareN'Divisionen, stellte Blanken»
steiN'Huszaren in's erste Treffen, Pala«
tinal-Huszaren in die Reserve und schritt
zum Angriffe. Indessen waren die aus
einem Hohlwege deboucbirenden Fran»
zosen bereits in die Vorstädte von
ünzburg vorgedrungen. Jetzt war der
entscheidende Moment zum Angriffe qe»
kommen. Mit einer Schwadron von
Blankenstein'Huszaren attakirte M. die
feindliche Masse, brachte sie zuerst in
Verwirrung und warf sie dann in den
Hohlweg zurück. Die Franzosen suchten
nun durch ihr lebhaftes Gewehrfeuer die
in der Ebene aufgestellten HuSzarsll zu
vertreiben und um jeden Preis Herren von
ünzburg zu werden. Aber Mecsäry
traf seine Vorkehrungen so geschickt, daß
der Feind bald gezwungen wurde, die
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon