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Medlin 244 MednnänsKy
16. Februar 1837). Besuchte das Gym-
nasmm und die Humanitätsclassen zu
Böhmisch-Krumau, hörte die Philosophie
zu OlmĂĽtz und wurde im Jahre 1780 in
daS Prager erzbischöfliche Seminar als
Alumnus aufgenommen, wo er die theo»
logischen Studien beendete und im Jahre
1782 die Priesterweihe erhielt. Im fol-
genden Jahre trat er in die Seelsorge,
und zwar zuerst als Caplan in Emcms,
dann als Pfarrer zu Unter«Slivno im
Bunzlauer Kreise. Bis zum Jahre 1807
versah er dieses Pfarramt, nun wurde er
Domherr und Prediger in der Metropo-
litankirche zu Prag. Zugleich versah er
die Stelle eines.Archivars des Erzbis-
thums. Im Drucke hat er folgende
Schriften herausgegeben: „
d. i.
Postille, oder Erklärung aller sonn- und
festtaglichen Episteln fĂĽr das ganze Jahr,
mit HinzufĂĽgung der Sittenlehre.
4 Theile (Prag. 1. und 2. Theil 1796.
3. und 4. Theil 1828, 8°.), von dem 1.
und 2. Theile erschien auch eine deutsche
Uebersetzung unter dem Titel: „Pastille,
oller Lrkliirnng aller 5nnn- nnd festtäglichen
Episteln n. 5. m." (Prag 1796); —
o", d. i. Leben unseres
Herrn Jesus Christus und seiner heiligen
JĂĽnger (Prag 1804. 4o.).
^«NFmann ^/ose/), H^toris literatur^ öe5ke,
d. i. Geschichte der böhmischen Literatur (Prag
1549, 5. Ăśi^vnll6, 4<>.) Zweite, von W. W.
Tomek besorgte Aussage, S. 497, Nr. 1903;
S. 310. Nr. 2161; S. 398 sIungmann
gibt den l3. Mai t759 als Medlin'6 Ge-
burtsdatum an^. — Oesterreich ische Na-
tional.Encyklopädie von Gräffer und
Czikann (Wien 1823.8«.) Bd. I I I , S. 622.
— Zlovnik 2Ä,uöu>'. Keäa^toi' Dr. I'i-.
I^aä. NioFLi-, d. i. Conversations'Lcrikon.
Rcdigirt von Dr. Franz Lad. Nicgcr (Prag 1539. Kober. Lex. so.) Bd. V, S. 208 n^ach
den bcioen letztgenannten Quellen ist er am
1. Mai 1759 geboren).
MedMMszky von Medgyes, Alois
Freiherr (Schriftsteller, geb. zu
Prikopa in der Thuroczer Gespan«
schaft 20. April 1784, gest. 17. Juni
1844). Ein Sohn des Baron Ladis-
laus M. aus dessen Ehe mit Io-
sephine Gräsin Eßterhäzy. Alois,
der" älteste Sohn, erhielt die erste Er«
ziehung im Elternhause, als er aber acht
Jahre alt war, kam er nach Trencsin.
wo er im Gymnasium der Piaristen den
Schulbesuch begann. Im Jahre 1797
bezog er die Theresianische Ritter.
Akademie, welche, da ste Kaiser Jo-
seph I I . aufgehoben hatte, in Folge
der eifrigen BemĂĽhungen des Ministers
Grafen Saurau, von Kaiser Franz I I .
wieder war errichtet worden. Bis zum
Jahre 1801 blieb M. in dieser Anstalt,
und kam nun durch des Grafen Saurau
Vermi t t lung als Edelknabe an den
kaiserlichen Hof. I n PreĂźburg, an der
dortigen kön. ungarischen Akademie, be-
endete er die Nechtsstudien und nun trat
er im Jahre 1804 bei der Hofkanzlei in
Wien in den Staatsdienst, in welchem er
bald Concipist wurde und den Kammer»
herrnschlĂĽffel erhielt. Nqch dem im
Jahre 1819 erfolgten Tode seiner ersten
Frau, Antonia geb. Gräsin Bolza,
nöthigten ihn Familienverhältniffe aus
dem Staatsdienste zu treten. Hingegen
nahm er an den Verhandlungen seiner
Gespanschaft, der Neutraer, welche durch
die RĂĽstungen zum groĂźen Kampfe des
Jahres 1809 besonders wichtig wurden,
um. so regeren Antheil. Während seiner
Zurückgezogenheit vom Staatsdienste be»
faĂźte
sich M. auch viel mit der rationellen
Landwirthschaft und trieb nebenbei ein«
dringliche historische, statistische, echno«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon