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Freiherrn v. M., einem Sohne Anton's aus
dessen Ehe mit Eva Pujadics, erlosch im
1.1833 eine Nebenlinie der Medny änszky.
Dieser Freiherr Johann war k. k. geheimer
Rath und Kämmerer. »- 7. Nikolaus, ein
Sohn des Math ias M. und Neffe des ob>
erwähnten Vertheidigers der Palotaer Feste,
Johann M. sNr. 5^, leistete gleich seinem
Oheim wichtige Dienste im Kriege gegen die
Türken und in den Paskay'schen und Beth«
len'schen Unruhen. Laut einer Urkunde cläa.
26. August l593 wurde er mit einem Theile
der Besitzungen des ausgestorbenen Geschlechtes
Zentpetery beschenkt. Zuletzt war Niko«
laus Obernotar des Trencsiner Comitates.
Die Söhne Johann und Ionas, aus sei-
ner Ehe mit lialyarinĂĽ prlron, stifteten zwei
Linien, von denen die von Johann aus»
gehende, mit seinem gleichnamigen Urmenkel.
dem geheimen Rathe Johann M. M . 6),
erlosch, während die von Ionas gebildete
noch heute in zwei Linien blüht. — 8. K. M.
Kertbeny in seiner Schrift: „Die Ungarn
im Auslande. I. Namenliste ungrischer Emi»
gration seit 1849. 2000 Nummern mit bio»
grasischem Signalement" (BrĂĽssel und Leipzig
1864, Kießling. 8«.) gibt S. 39 unter den Num-
mern 1078, 1079 und 1080 Nachricht von drei
Mitgliedern dieser Familie, von denen jedoch
nur der eine, Alexander, auf den von Ivän
Nagy mitgetheilten Stammtafeln dieses Gc,
schlechtes (KlÄ^arorü-äF oLalääki, Vo. VI I ,
S. 383, 2. Tafel) ersichtlich ist. Aler and er
(geb. 1816) stand im österreichischen Staats«
dienste, trat im Jahre 1843 aus demselben in
die ungarischeHonvödarmee und wurde Oberst«
lieutenant in derselben. Mitunterzeichner der
Komorner Capitulation und in dieselbe ein<
geschlossen, begab er sich im Jahre 1t>49 nach
Hamburg, im Jahre 1830 nach London, wo
er einige Zeit als Schriftsteller lebte, im Jahre
1855 aber ein Unterkommen in einem Bank«
hause fand. — 9. Anna Mednyänszky
(geb. 1818), geborne Birkbeck, war eng-
lische Schriftstellerin, als welche sie in London
lebte. Seit 1826 Oberstlieutenants-Gattin, wie
Kertbeny berichtet, starb sie im Jahre 1863
in London. — 10. Und ein Cäsar Baron
Mednyänszky (geb. im Jahre 1822) war
im Jahre 1848 Bischof von Veszprim. Als
Theilnehmer an der ungarischen Erhebung im
Jahre 1848 muĂźte er sich flĂĽchten, hielt sich
im Jahre 1849 in Ungarn versteckt, entkam
im Jahre 1850 in die Schweiz, von wo er
nach Paris und von da im Jahre 1822 nach Australien ging. Im Jahre 1834 befand er
sich in London und starb im Jahre 1836 in
Hyeres durch Selbstvergiftung. So Kert-
b eny.
lll. Wappen. Von Blau und Roth getheilter
Schild, in welchem zwei auf einem grĂĽnen
Rasen — nach dem „Genealogischen Taschen»
buche der freiherrlichen Hauser" vom Jahre
1853, S. 290, auf drei Hügeln — gegen
einander aufgerichtete Einhörner, mit ihren
VorderfĂĽĂźen eine Krone, und zwar an den
Spitzen der zwei schräge durch die Krone
gesteckten Pfeile halten. Durch die Krone
sind nämlich drei Pfeile gesteckt, einer gerade
aufwärts — nach der deutschen Beschreibung
oben abgebrochen — die beiden anderen
schräge kreuzweis, welche vollständig oben
mit den Spitzen versehen, unten weiß befie»
dcrt sind. An eben diesen letzteren halten die
Einhörner die Krone gleichsam in schwebender
Stellung. Auf dem Schilde ruht ein offener
gekrönter Turnierhelm, aus dessen Krone
zwischen einem offenen, rechts von Roth und
Silber, links von Blau und Gold — Nagy's
Werk gibt in der Abbildung gerade umge»
kehrt die Farben an — quergetheiltcn Fluge
das Einhorn nach rechts hervorwächst. Die
Helmdecken sind rechts roth und silbern,
links blau und Gold.
MedM'i, Iosepha (k. k. Hofkam»
mer-Sängerin, geb. zu Brüssel
um das Jahr 1823). Vor ihrer Ver-
hcirathung hieĂź sie Iosepha Wilmot,
und wer sie im Gesänge und in der
Musik ausgebildet, ist nicht bekannt. Im
Jahre 1843 erschien sie, damals etwa
20 IaHre alt, noch ganz unbekannt und
anspruchslos, aber mit einer trefflichen
Sopranstimme begabt, in Neapel und
trat auf der kleinen BĂĽhne des I^atro
nnovo zum ersten Male in die Oeffent»
lichkeit. Sie gefiel sehr und es gelang,
sie fĂĽr einige Zeit in Neapel zu fesseln,
wo sie dann im königlichen Theater
äol F'onäo in der Vestalin, t^omma. cli
VerF? und in Robert Devereur mit
großem Erfolge auftrat. Indessen arbei«
tete sie selbst steiĂźig an der kĂĽnstlerischen
Ausbildung ihrer von Natur herrlichen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon