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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Page - 262 -
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Page - 262 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17

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Meggenhoffen 262 Meggenhoffen eines neuen Systems der Schalthiergehäuse" mit Abbildgn.); - ebenda, Band I (1829). S. 206 u, f.: „Beschreibung einiger neuen Con» chylien" (mit 2 Tafeln). sBöckh (Franz Hein« rich). Wiens lebende Schriftsteller, Künstler und Dilettanten im Kunstfache. Dann Bücher». Kunst- und Naturschätze u. s. w. (Wien 1821. B. PH. Bauer. 8°.) S. 34. 433. 151,165.) Meggenhoffen, Ferdinand Freiherr von (Humanist, geb. zu Burghau, sen in Bayern im Jahre 4761, gest. zu Ried in Oberösterreich 26. October 4790). Sein Vater war Regierungs- rath in Burghausen und ein vermö- gender Edelmann. Nachdem der Sohn eine gute Erziehung im Elternhause und in der Schule seines Geburtsortes er« halten hatte, kam er im Jahre 1778. damals 17 Jahre alt, nach Ingolstadt, wo Weishaupt Srudienrector war. Bei semer Aufnahme in die Studien wurde er mit Weishaupt bekannt und erhielt Zutritt in dessen Hause. Der Orden der Illuminaten — eine dem Freimaurerorden verwandte Ge» sellschaft — war schon seit zwei Jahren in Thätigkeit, und Meggenhoffen, der durch den Gründer derselben in den Orden eingeführt wurde, lebte bald ganz in dem Orden und für den Orden. Dieser merkwürdige Verein, der sich über Bayern verbreitet und dessen Mitglieder später die mannigfachsten und schwersten Verfolgungen zu erdulden hatten, war eine Verbrüderung von Menschen, wel« cher die höchsten und heiligsten Wahrhei ten in der Theorie zu Grunde gelegen haben^ Uebereilungen und Fehler in der Anordnung dieser großen Grundsätze, Mißverständnisse und böser Wille haben diesen Tempel der Humanität zertrüm mert, nachdem er kaum gegründet war und noch alle Spuren eines erst ent> worfenen, angefangenen Werkes an sich trug. Weishaupt, der Stifter Illuminatenordens, wirkte zu jener Zeit durch seine öffentlichen Vorlesungen über Kirchenrecht und Philosophie sehr viel auf die Erleuchtung und auf die mora« 'ische Bildung der Studirmden inIngol. stadt, noch vielmehr aber durch die Unterhaltung in dem gesellschaftlichen Kreise von Jünglingen, die sich fast taglich in seinem Hause versammelten. In Weis Haupt's Hause bildete sich auch Meggenhoffen's Geist und Herz; bald that er ftch unter seinen jüngeren Freunden durch seine Kenntnisse und Ge« müthseigenschaften hervor, und derOrden der Illuminaten nahm ihn durch den Professor Baader in die ersten Grade auf. Indessen lag M. dem Studium der Rechtswissenschaft ob und betrieb es mit aller Gründlichkeit. Die Mußestun, den widmete er vorzugsweise der Lectüre der Klassiker, und unter diesen vornehmlich der Stoiker. Unter den Lateinern fesselten ihn Cicero und Seneca, unter den Griechen Epiktet, Antonin und Lukan. Ueberdieß aber beschäftigte er sich auch mit den gewähltesten Werken der französischen und italienischen Literatur, und unter den Deutschen wirkte vornehm« lich Garde auf seine geistige Bildung. Im Orden der Illuminaten selbst stieg er bald zu den höheren Graden und wirkte durch Wort und Beispiel für die Förderung desselben unter seinen Co- militonen. Nach einem zweijährigen Aufenthalte verließ er die Ingolstädter Hochschule und war zunächst Willens, den Anfang seiner politischen Laufbahn in Burghausen zu machen. Aber Fa- milienverhältnisse, da schon sein Groß' Vater Rath in der dortigen Negierung gewesen, sein Vater jetzt noch diesen Posten bekleidete, bestimmten ihn, eine Stelle beim Militär zu suchen. Er begab sich zu diesem Zwecke nach München, wo er eine
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Maroevic-Meszlenn
Volume
17
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1867
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
506
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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