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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Page - 268 -
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Page - 268 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17

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Möhes 268 Mhes 30. März 4832). Sein Vater Georg war Professor der Mathematik und Physik an der helvetischen Hauptschule zu Klausenburg. Die Studien begann der Sohn in seiner Vaterstadt, im Jahre 4806 begab er sich nach Wien und studirte an der dortigen Universität die Arzneiwiffenschaft. änderte aber bald seinen Plan. beschloß, sich dem Lehramte zu widmen, und ging zu diesem Zwecke nach Heidelberg. Dort hörte er während eines dreijährigen Aufenthaltes Mathe- matik. Chemie,«Naturgeschichte. Archi- tectur. Anthropologie, Statistik. Physik und Physiologie. Der Großherzog von Baden, Kar l Theodor, gab den 4 Facultäten 4 Preisfragen auf, und Mäh es hatte die medicinische gelöst; die Frage hieß: „Einfluß des Athmens auf das Blut und auf den menschlichen Organismus". Als Preis für die Arbeit erhielt M. die goldene Medaille. Da sein Vater gestorben war, berief ihn das siebenbürgische evang. ref. Consistorium im Jahre 4809 an dessen Stelle als Professor der Mathematik und Physik. Er verließ nun eiligst Heidelberg und reiste in seine Heimat; in Regensburg aber wurde er für einen französischen Spion gehalten — es war eben Krieg — und in seiner Weiterreise gehindert. Dieß erzählt M. selbst in seinen später herausgegebenen Reisenotizen. M.'s Leben war ein ziemlich bewegtes, und wie es von einem seiner Biographen sehr treffend be» zeichnet wird, ein encyklopädisches. M. war Professor, Rector, Schulpräfes. Mitglied der höheren Confistorien, außer- dem Hundertvater *) der Stadt. Oekonom. Speculcmt (besonders mit Wein) u. s. f. Von 4834 bis 1847 war er Redacteur und Eigenthümer des^Vrääi^i Hir2ä6". *) Osntilinxats?, eine Art Gemeinderath. Auf dem Landtage 4834 war er Ab« geordneter für die Stadt Klausenburg. Ferner beschäftigte er sich auch mit dem Ausbaue des ref. Collegiums in Klau« senburg und mit dem einer außerhalb der Stadt liegenden Kirche. Als Schrift, steller gab er eine ungarische Algebra unter dem Titel: „F?s«2?' ^Fs5?-a" (kolosvär 4846) für die unteren Clas. sen und über seine Reise in Deutschland, Holland. Belgien, in der Schweiz und in Tirol Reisenotizen unter dem Titel: „Ne ?^'6F?/SS?6F« (ebd. 4847) heraus. Auch veranstaltete er auf seine Kosten die Ausgabe einer ungarischen Neber» setzung des ^naokarsiZ von Bar t he» lemy, welche sein Verwandter Philipp Samuel Doäky besorgt hatte. I n einer viermaligen Ehe hatte er nur von seiner ersten Frau Kinder, die aber alle vor ihm gestorben und von ihm selbst zu Grabe geleitet wurden. M. war ein großer Wohlthater und seinen Schülern ein wahrer Lehrer und Vater; in seiner socialen Stellung wird er sehr charakte. ristisch als ein Bindeglied zwischen Bür> gerthurn und Adel bezeichnet. Seine letztwilligen Anordnungen aber stellen ihn in die Reihe der Humanisten, so bedachte er das Klausenburger Kollegium mit einer Stiftung von 40.000 ft. zur Besetzung einer Lehrerstelle für Chemie und Naturwiffenschaft; 800 fl. hinterließ er ferner für Jünglinge, so sich in der Mathematik und Physik auszeichnen; 4000 fl. zur Verbesserung für Lehrer- gehalte für die Hidelver Volksschule; 3000 fl. dem bürgerlichen Versicherungs- Institute; und zwei Stück si'mfpercentige Staatsschuldverschreibungen, jede per 100 fi. C. M., zu dem Zwecke, daß deren Zinsen dem verdienstvollsten und musterhaftesten Gemeinen der 12. Com« pagnie des Infanterie-Regiments Nr. 54,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Maroevic-Meszlenn
Volume
17
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1867
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
506
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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