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Meinrer 318 Meirner
4881, nach zweijährigem Aufenthalte in
Mailand und Monza. kehrte M. nach
Wien zurĂĽck, wo er die Arbeiten fĂĽr die
k. k. Central-Equitation ausfĂĽhrte, und
von Sr. Majestät nebst schmeichelhaftem
Handschreiben einen Chifferring in Bril.
lanten erhielt. Hierauf fertigte er die
Monumente zu Schäßburg und Karls-
bürg in Siebenbürgen für den k. russi»
schen FlĂĽgeladjutanten Skar ia t in und
k. k. Oberst von Losenau. und die mit
ihm Gefallenen. ZurĂĽckgekehrt und von
Bischof Ha jna ld an den FĂĽrst.Primas
empfohlen, modellirte er des Letztgenann-
ten BĂĽste, worauf er die Arbeiten in
dem prachtvollen Dombau zu Gran er»
hielt. Dorthin lieferte er bis jetzt die
beiden kolossalen Basreliefs: „ OtmZtns,
die Meinen zu sich Kummen lassend" und
der „Gilqng Christi in Jerusalem", jedes
30 Schuh lang und 8 Schuh hoch. wo-
von er daS Modell zu letzterem 4834 in
Rom fertigte und den größten BeifaN von
Seite Peter von Cornel ius. Wag-
ner's, des Archäologen Braun, Flatz
u< s. w. fand. Darauf wurde er beauf.
tragt, fĂĽr den Erzbischof von Kalocsa
die Statuen des h. Stephan und h.
Ladislaus. 7 Schuh hoch, in Marmor,
fĂĽr die Graner Basilika den h. Joseph
und den h. Adalbert. 6 Schuh hoch, sowie
andere kleinere Arbeiten, zu fertigen; auch
arbeitete er an der 30 FuĂź hohen Dreifal>
tigkeitssäule. die für den Pfarrplatz in
Pesth bestimmt war. Besonders gesucht
wird M. auch im Fache der Porträt-
bĂĽsten, wovon die des Cardinal Nuntius
Viale Prela, sowie die des Grafen
Nädasdy die meiste Anerkennung in
der Kunstwelt fanden. Bonden seit 4834
ausgefĂĽhrten Arbeiten, deren mehrere in
den MonatSausstellnngen des österreichi«
schen Kunstvereins zu sehen waren, find
besonders anzuführen, im Jahre 1857: „Nie Rüste eines Kindes", in Marmor; —
eine„Mlldllnnll", inGyps; — „Pin5IX.";
— „Ocirdinal Zr.ituni3zkn,"; — „Fran?
Niszt"; ___ 1858: ein „Weiblicher Studien-
kaut" (300 fl. ö. W.); — „ Parträtbüste
des Feldmarschall-Ventenants Grafen <5ara-
nini", in Gyps; — „(5hristn3, die Rinder
segnend", in Gyps; — „Der Handel". —
„Nie Industrie", — „Nie Mechanik", —
.Msalor iniM", sämmtlich Statuetten in
Stearm-Gyps (das Stück 43 fl. ö. W.);
— 1859: „Röntg Stephan der Heilige em-
sifiingt die ungarische Krane nnd das apaZtalische
Kreuz", Basreliefs in carrarischem Mar»
mor; — „Nie FWung des Gr^ bisthnmz
Katars« dnrch König Radislllus den Heiligen",
Basreliefs in carrarischem Marmor, die«
ses und das vorige im Auftrage des
Erzbischofs von Kalocsa; — „Nlildanna".
aus carrarifchem Marmor (60l)fl. ö.W.);
— 1860: „Schiller". Gyps-Statuette;
— 1861: „Nanluach". Portrat-Sta.
tuette (28 fl.). wurde später in Metall-
guĂź ausgefĂĽhrt und von Franz Sauter
ciselirt; — «Mmsitie", Statuette aus
Gyps; — „Gheaterdirertar Gngelchen",
Statuette aus GypS; - l862: „Flara".
Gypsstatue; — „Genius tnr ein Grabdenk-
mal" , Gypsstatue. Ferner wurde M.
im nämlichen Jahre beauftragt, mehrere
monumentale Statuen fĂĽr eine neue
Brücke über den Donaucanal zu arbei»
ten. und zwar zwei allegorische Gruppen,
darstellend: „Nie Vereinigung der Wien mit
der Donau", den „Inn und die Gnus", ferner
einen „Schiffer" und einen „Fischer"; —
im Jahre 1865: die Statuen fĂĽr
den Monumentalbrunnen am Erzherzog
Albrecht'Ravelin gegenĂĽber dem neuen
Operntheater, dieselben bilden eine Haupt-
gruppe: „NanubinZ, die Vindoliana umfas-
send", um beide gruppiren sich die FlĂĽsse
des Donau-Gebietes mit den Attributen
der durchströmten Länder und bilden 16,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon