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verwendet. Alsdann kam er als Sous«
Gemedirector nach Mainz. Im Jahre
4818 zum Hauptmann im Corps ev
nannt, wurde er m's Hauptquartier des
Feldmarschalls Kar l Fürsten Schwär
zenberg zur Führung des Operations-
Journals der Armee am Oberrhein be>
ordert. Im folgenden Jahre befand er
sich im Gefolge des Feldmarschalls, als
dieser nach Italien reiste, und rückgekehrt
von dieser Reise, arbeitete er im Kriegs-
archiv das Operations»Journal aus.
Im folgenden Jahre war M. in Linz bei
General-Major 3 an genau mit der Zu»
sammenstellung der Materialien zur Ge»
schichte des Krieges in den Jahren 1813
bis 1813 beschäftigt- 1818 und 1819
aber bei der Militär »Commission des
deutschen Bundes in Frankfurt a. M.
thatig. Spater arbeitete er bei der Map»
pirung in Ungarn, dann bei der Grenz«
berichtigungs» Commission in Galizien
und bei der Landesbeschreibung daselbst.
Im October 1830 wurde M. Major,
im September 1833 Oberstlieutenant und
stand von 1831 bis 1833 beim Gene-
ral-Commando in Galizien in Verwert«
düng. Vom Jahre 1833—1343 fungirte
er als Director der kriegsgeschichtlichen
Abtheilung des GenerabQuartiermeister«
stabes und wurde in der Zwischenzeit,
im November 1838, Oberst. Im Octo-
ber 1843 übernahm er die Direction der
ersten Abtheilung der Landesbeschreibung,
im December 1843 jene der Landes«
beschreibung in Tirol, worauf er im
Mai 1846 zum General-Major ernannt
wurde. Im Jahre 1843 wurde M. an-
fanglich mit der Leitung des Kundschafts-,
Paß» und Postwesens im Hauptquartiere
des Fürsten Windisch. Grätz betraut,
im November aber übernahm er die
interimistische Leitung der Geschäfte des
General'Quartiermeisterstabes, worauf er im Jahre 1849 zum Feldmarschall-
Lieutenant in seiner Anstellung befördert
wurde. Auf diesem Posten starb er.
63 Jahre alt, nach längerem Leiden.
M. war ein Ofsicier von tüchtiger Bil>
düng, von reichem Wissen; einer jener
intelligenten Ofsiciere der alten Schule,
die mit einer ordentlichen Schulbildung
von Haus aus die Erfahrungen des im
Felde gedienten Militärs verbinden. Seine
Geschicklichkeit und Tüchtigkeit bekundet
sich aus den schwierigeren, Kenntnisse
und Bildung voraussetzenden Geschäften,
mit deren Ausführung er betraut wurde.
I n früherer Zeit bereicherte er die öster-
reichische Militär-Literatur mit manchen
gediegenen Aufsätzen, später, dienstlich
sehr in Anspruch genommen, fehlte ihm
die Muße zu solchen Arbeiten.
Oesterreichischer Soldatenfreund
(Wien. 4°.) VI. Jahrg. (l833), S. l40: Ne.
krolog. — Hirtenfeld (I.). Oesterreichischer
Militär.Kalender (Wien, kl. s".) V. Jahrgang
(1834). S. 120.
Menghin, Johann Michael Ritter
von (Arzt und Fachsch'riftsteller.
geb. zu Artz in Tirol 29. September
1738, gest. im Jahre 1789). Widmete
sicb nach beendeten Vorbereitungsstudien
dem Fache der Arzneiwiffenschaft und
nach daraus in Wien erlangter Doctor»
würde dem Lebramie aus derselben.
Er wurde zuerst Professor der ärztlichen
Institutionen und der Nätorw rneäiaa
an der Innsbrucker Hochschule, und ver.
'ah dieses Lehramt durch 13 Jahre. Wäh-
>end dieser Zeit war er auch 12 Jahre
als Arzt im dortigen Bürgerspitale tha«
tig und besorgte durch 11 Jahre das
Directorat der philosophischen Facultät
an der Hochschule. Ein weiteres Ver.
dienst um die Samtätsverhaltniffe seines
Vaterlandes erwarb er sich dadurch, daß
er innerhalb vier Jahren auf eigene
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon