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Menghin 348 Meng hm
Znr Vcnealagre der Freiherren von Menghitl.
Die beutige freiherrliche Linie der Meng hin
von Brez bürg zu Brez stammt von den
Menghin von Brunnentha l ab. Die
Menghin weisen ihren Adel bis in's 16. Jahr«
hundert zurück nach. Kaiser Ferdinand I.
hatte dem kaiserlichen Hofcaplan Alexander
Menghin nebst seinen Brüdern und Vettern
von Mailand am 12. Juli 1339 einen Wap«
penbrü'f ertheilt. Der Protomedicus und
Innsbrucker Arzt Johann Michael von
Meng hin, gleichfalls dieser Familie ange»
hörend, dessen Lebensskizze oben mitgetheilt,
erhielt in Anerkennung seiner Verdienste als
Arzt, Schul« und Fachmann'von der Kaiserin
Maria Theresia mit Divlom vom 8. April
il769 den Adel und mit einem zweiten vom
40. October 1777 den Ritterstand mit dem
Prädikate von Brunnenthal . Da I o>
hann Michael Menqhin im Jahre 1789.
ohne Nachkommen zn hinterlassen, gestorben
war, erlangte seines Bruders Sohn Joseph
von Meng hin, zu jener Zeit Präsident des
Provinzial<Tribunals und Dicector der juri>
dischen Studien in Padua, in Anerkennung
seiner im Staatsdienste erworbenen Verdienste
mit Diplom vom 12. September 1840 den
österreichischen Ritterstand mit dem Prädicate
von Brezburq. Mit Allerh. Entschließung
vom 19. Juni 1831 ward M sein Ansuchen,
in den Ruhestand zu übertreten, bewilligt,
jedoch hatte er bis zur Activirung der neu zu
organisirenden Gerichte im lombardifch'vene-
tianischen Königreiche auf seinem Dienstposten
zu verbleiben; zu gleicher Zeit wurde ihm in
Anerkennung seiner Verdienste das Ritterkreuz
des Leopold'Ordens verliehen. So verblieb
M. bis zur Reorganifirurig der Gerichte im
Amte und bekleidete es bis zum 26 December
1836, und zugleich seit 1832 bis 29. Novem-
ber 5836 die Rectorswürde der Paduaner
Hochschule. Als er dann im November 1836
feines Amtes enthoben wurde, erhielt er nnt
Allerh. Entschließung vom 29. November
1836 das Ritterkreuz des St. Stephan-Or>
dens, welchem statutengemäß mit Diplom
6äo. Wien 4, April 4839 die Erhebung in den
Freiherrnstand folgte. Nicht lange genoß M.
die Muße seines Ruhestandes, denn schon im
folgenden Jahre starb er. M. war am
10. April 1786 zu Brez im Trienter Kreise
geboren und ist am 17. Februar 1860 im
Alter von 74 Jahren gestorben, nachdem er
33 Jahre im lombardisch«venetiam'schen König«
reiche im Justiz fache gedient. Menghin war (seit 7. Juni 18i2) mit Anna dal 5ago von
öternfelb (geb. 6. Juni 1789) verheiratbet, und
stammen aus dieser Ehe zwei Söhne: Achilles
und Orestes. Ersterer. Achilles (geb.
28. Mai 1813). ist Doctor der Reckte und
war f. k. Oberlandesaerichtsrark zu Venedig.
Seit 18. December 1834 mit Narianna geb.
Gräsin Narlinc von Grüngarlen und Iteuhof zu
Riva (geb. 29. Mai 1833) vermalt, stammt
aus dieser Khe ein Sohn.- Alois (geb
1. October 1835). Der zweite Sohn. Orestes
(geb. 21. September 1816). ist gleichfalls
Doctor der Rechte und war gleichfalls k. k.
Oberlandesqerichtsrath zu Venedig. Seit
17. März 1847 mit AmaNe geb. von Ceschi di
öctnll! Crc>se (geb. zu Roveredo 14. Juni
1823) vermalt, stammen aus dieser Ebe: Jo-
seph (geb. 2l. December 183<),- Gugenie
(geb. 14. April 1854) ; Antonie (geb,
18. October 1833): Violante sgeb. 21. Iän.
ner 1837) und Mar ia (geb. 22. October
1859). fFreiherrnstands-Divlom vom
4. April 1839. — Bote für Tirol und Vor-
arlberg 1860. Nr. 60: Nekrolog.— Gothai«
sches genealogisches Taschenbuch der
freiherrlichen Häuser (Gotha, Iustus P"«
thes, 320.) x i l l . Jahrgang (1863). S. 630;
XVII . Jahrg. l1867), S. 601,) — Wappen
der Freiherren van Menghin. In die Länae
getheilter Schild. Rechts in Gold ragt aus
der Theilungslinie ein schwarzer Adler mit
ausgeschlagener rother Zunge hervor,- die linke
Hälfte ist blau und golden viermal in die
Länge gestreift. Auf dem Schilde ruht die
Freiherrnkrone mit zwei darauf gestellten g?»
krönten Turnierhelmen, Auf der Krone des
rechten Helms steht ein ausgebreiteter schwar<
zer Adler mit cnisgeschlagener rother Zunge,
nach innen sehend. Aus jener des linken HelmS
wächst ein Mohr in einem von Gold und
Blau längsgetheilten. mit goldenen Knöpfen
geschlossenen und mit Gürtel und Aufschlägen
in gewechselten Tincturen versehenen langen
Kleide hervor, welcher in der rechten Hand
drei aufrecht verschränkte Pfeile, und zwar
einen goldenen zwischen einem blauen und
einem schwarzen, emporhält, die Linke in die
Hüfte stemmt und dcssen Haupt mit einen,
von Gold und Vlau gewundenen Bunde mit
rückwärts flatternden Enden und einer cmf
diesem ruhenden goldenen Zinkenkrone ge»
schmückt ist. Die Helm decken des rechten
Helms sind schwarz, jene des linken blau, ins'
gesammt mit Gold unterlegt. Das Wappen»
feld der Menghin von Brunnenthal ist
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon