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Mengotti 346 Mengotti
ganz gleich dem freiherrlichen derMenghi
vonBrezburg. auf ersterem jedoch ruht nu
Ein rechtsgetehrter gekrönter Helm, au3 des
sen Krone sich der vorbeschriebeue Mohr m
den drei Pfeilen erbebt.
Ein Dominik Mengin (gewöhnlich mit dem
lateinischen Ausgang und ohne h, Mengi
nus, geschrieben erscheinend, aus Toul i
Lothringen gebürtig) war seit i350 Mitglie
der Gesellschaft Jesu, und einer derjenigen,
welche der Stifter des Jesuitenordens. Ja na
Loyola. über Verlangen des Kaisers Fer>
din and I. nach Wien geschickt, um dort den
Grund für das erste Iefuiten'Collegiuni zu
l'aen. Im Jahre 4569 verließ er Wien. aing
nach München, war Rector des dortigen Col<
legiums und durch 29 Jahre Beichtvater des
Herzogs Wi lhelm von Bayern und seine:
Gemalin Renata. Zu München starb M.
in bohem Greisenalter, am 12. April t595.
Sein ascetisches Werk: »Nnekiriäiau ckri-
Ltikuarum prseationum ex (?attialiei5 2U
lidus" (IiiKolLtHäii 1386, 8"., auch Oolon
1627, t2«.) ist von Andreas Bakez auch in's
Deutsche übersetzt worden. sI öch er's Gelehr.
ten'Lerikon, Bd. I I I , Sp. 434. — 6iy6
/,.^), Fc^toreZ I'roviriaiasH.ULti
V, 226.^
Mengotti, Franz oont.6 (Schrift,
stell er. geb. zu Fonzaso im Gebiete
von Belluno 43. September 174^, gest,
zu Mai land 3. März 4830). Der
Sohn wohlhabender Eltern' den Unter»
richt aus den Elementar« und Gymna»
sialgegenstanden erhielt er im Seminar
zu Feltre, dann hörte er in Padua die
Rechte und erlangte auch daselbst die
Doctorwürde. Anfänglich der Advocatie
sicb widmend, war er als öffentlicher
Vertheidiger in Venedig thätig, und
wurde in den letzten Tagen der Republik
zum Gesandten bei General Bona-
parte gewählt. In der ersten Epoche
der österreichischen Herrschaft bekleidete
er den Posten eines Adjunct-Caftitäns
(analog dem Kreiscommifsär der übrigen
Provinzen) von Treviso und Belluno,
wurde dann als Commissär an die Spitze des Census für die ervenetianischen Pro.
vinzen gestellt und dann General.Inspector
der Finanzen in Venedig. Später, unter
der napoleonischen Periode, wurde er in
die Romagna beordert, um daselbst in den
Departements die Finanzen zu ordnen,
und kam dann als Abgeordneter des
Departements der Piave in die Senats-
Consulta; Napoleon zeichnete ihn für
seine Verdienste mit dem Orden der
eisernen Krone. dann mit jenem der
Ehrenlegion aus, und erhob ihn in den
Grafenstand. Nach der Restauration zog
er sich im Anbeginn in das Privatleben
zurück, dann aber ernannte ihn Se.
Majestät der Kaiser Franz zum Rathe
bei der Statthalterei in Venedig und
verlieh ihm die zweite Classe des Or-
dens der eisernen Krone. Schließlich zum
Hofrache und Vice.Präsidenten bei der
Osnsiwsnto befördert, be<
kleidete er diese Würde bis zu seiner im
Jahre 1826 erfolgten Versetzung in den
Ruhestand, den er nur wenige Jahre
mehr genoß, als er im Jahre 1830 im
Alter von 81 Jahren starb. Mengot t i
war ein fein und wissenschaftlich gebilde»
er Staatsmann und hat Beweise seiner
gründlichen Kenntnisse in mehreren sehr
'chntzbaren Arbeiten hinterlassen. Von
iesen sind im Drucke erschienen: „Is?
1787, 4<>.). es war dieß die Beantwor-
einer von der ^.aaäsNis äss I«-
L bereits zum dritten Male auf«
gestellten Preisfrage, für die nicht weni<
ger denn 73 Abhandlungen eingelaufen
waren, ohne daß eine darunter des
Preises würdig befunden worden wäre.
Mengot t i gewann den Preis, ob-
leich er gegen die Bedingungen des
PreiSprogrammes, das die Abhandlungen
n französischer Sprache geschrieben vep
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon