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Mercan'dln 384 ilerck
Linien von Mainz am 29. October
befehligte Graf M. die Avantgarde der
dritten von dem Feldmarschall>3ieutenant
Grafen Col lo redo-Mels gefĂĽhrten
Angriffscolonne und erstĂĽrmte das Dorf
Bretzenhcim. Am 4. März 1796 wurde
M. zum Feldmarscball-Lieutenant beför-
dert. Er stand am Rhein und comman.
dirte mit Umsicht und gĂĽnstigem Erfolge
in mehreren Gefechten die Vorposten.
Im folgenden Jahre kam Graf M. zur
Armee in Italien. Nach der Ucberwälti»
gung des Paffes von Pontafel erhielt
M. seine Stellung in Klagenfurt, zog sich
aber in den letzten Tagen des Mai nach
St. Veit zurĂĽck, wo er einige Zeit Qua-
Feldzeugmeisterdienste verrichtete. Als
Mitte April g. I . vor Wien eine mobile
Armee unter Commando des Feldzeug-
Meisters Baron Terzi aufgestellt wurde,
erhielt M. das Commando einer Caval»
lerie-Divifion. Im Jahre 1798 war M.
Divisionär in Padua und vertrat im
Monate April die Stelle eines comman»
direnden Generals. Im Jahre 1799 am
26. März kämpfte er in der Schlacht bei
Verona und am 5. April in jener von
Magnan. Graf M., welcher die erste
Colonne fĂĽhrte, stieĂź vor Pozzo auf den
machtigen Gegner, und in dem hartnäcki-
gen Kampfe, welcher sich vor Pozzo ent»
spann, erhielt er eine so schwere Wunde
am FuĂźe, daĂź er sein Commando dem
Gmeral'Major Mi t t rowöky überge-
ben muĂźte. Schon wenige Tage darnach,
am 12. April, erlag er zu Verona seiner
Wunde. Im Schlachtberichte aber, den
Feldzeugmeister Baron Kray erstattete,
erscheint Graf M. unter den Helden des
Tages, der im Kampfe auf den gefahr»
lichsten Stellen anwesend, durch seineu
Muth jenen der Truppen gesteigert, aber
auch den Tod gefunden habe. i-aiu8 eto. ^. V.
st
i-iyue, t>o.) ^oms XI I I (<824), x. 2l4 n^clch
dieser wäre er in der Schlacht bei Verona
am 30. März 1799 gefallen, was unrichtig ist.
Vergleiche die Lebensskizze .^ — Oict ion.
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IN65 inai'HUll.Uä äo la, üu än äix-liuitiöms
LiZew (I^uälLL l8UÜ, 8".) I'omo I I I , i>. 9,
— Wiener Zei tung 1799. Nr. 34. —
Handschriftliche Auszüge aus Feld«
actcn des Wiener Kriegsministerial«Archws.
Merck, Ernst Freiherr (Staats '
mann, geb. zu Hamburg im Jahre
1811. gest. ebenda 6. Juli 1863). Sein
Vater war Senator der Stadt Hamburg,
zugleich Kaufmann, und besaĂź ein groĂźes
Vermögen. So war der Sohn, der sich
gleichfalls dem Geschäfte des Vaters
widmete, in den besten Kreisen der alten
Seestadt aufgewachsen, und wurde nach
dem Tode des Vaters Chef des bekann»
ten und ĂĽberall geachteten Hauses.
Eigentlich in den Vordergrund und zu
Oesterreich in nähere Beziehungen, in
Folge dessen ihm auch eine Stelle in
diesem Lexikon eingeräumt ist, trat M.
erst im Jahre 1848, in welchem er von
der freien Stadt Frankfurt in das dort
tagende Reichsparlament gewählt wurde.
Ueber Aufforderung Sr. kais. Hoheit des
Herrn Erzherzogs Johann, damaligen
Reichsverwesers, trat M. in das letzte,
von demselben gebildete Reichsministe«
rium als Minister der Finanzen ein, und
hat durch einen historisch immer denk»
wĂĽrdigen Act seinen Namen in das
Buch der Geschichte eingezeichnet: denn
als jĂĽngster und letzter Reichsminister
hat er jene Urkunde, kraft welcher Oester»
reich und PreuĂźen die Rechtsnachfolger
des Reichsverwesers wurden, gefertigt.
Was seine übrige parlamentarische Thä»
tigkeit anbelangt, so hatte er im Reichs«
Parlament nur über kaufmännische Ange»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon