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Merck 386 Mercy
Verewigten tragen sollte. AuĂźer seiner
Gemalin und zwei Töchtern überleben
ihn zwei Söhne, wclche nach des Vaters
letzlwilligen VerfĂĽgungen Theilhaber der
Firma H. I . Merck u. Comp. wurden.
FreiherrnstandS'Diplom vom 20. De>
cember 1860. — Wiener Zeitung t837.
Nr. 49, S. lö9; l863. Nr. 16l. — Präger
Zeitung l863. Nr. i6l. — Fremden»
Blat t von Gustav Heine (Wien. 4".) 1863,
Nr. 186 u. 193. — I l lus i r i r te Zeitung
(Leipzig. I . I . Weder, kl. Fol.) Jahrg. 1849.
Nr. 200; Jahrg. 186'.!. Nr, ltN7. S. 60. —
Hamburger Nachrichten. Jahrg. i8i>6.
Nr. 41: Correspondenz aus Wien. iiu Feuil»
leton unter den „Kleinen Mittheilungen". —
Omnibus (Hamburger Unierhaltunasblatt,
gr. 40.) 1863. Nr. 29. S. 344.- „Die inter-
nationale landwirthschafiliche Ausstellung in
Hamburg". — Deutsches Volksblat t
(Stuttgart) 1563. Nr. 160. im Feuilleton:
„Ernst v. Merck". — Porträte. 1) Holzschnitt
in der Leipziger Illustrirten Zeitung 1849,
Nr. 300. 0. A. d. X.; — 2) in derselben 1363,
Nr. 1U47. C. 60. nach einer Photographie,
gleichfalls Holzschnitt. 0. A. 0. X.; — 3) in
der Hamburger belletristischen Zeitschrift ,,Om»
nibus" 1863, Nr. 29. S. 338, Holzschnitt, in
ganzer Figur, als Vorsitzender des Comit6's
der landwirthschaftlichen Ausstellung in Hain»
bürg; — 4) Lithographie (Frankfurt a. M.,
H. Keller, gr. 4«.); — 5) Lith. von Storh
(Frankfurt a. M.. C. IĂĽgel's Verlag, kl. Fol).
— Wenn der Herausgeber des Lexikons sich
nicht irrt, so glaubt er im groĂźen Saale der
Stadtbibliothek in Hamburg, im Jahre 1863,
Merck's MarmorbĂĽste aufgestellt gesehen zu
haben. — Wappen. Gevierteter Schild mit
Mittelschild. In dicscm lctztercn, der uon
Silber und Blau längsgetheili ist. drei mit
abfliegenden Bändern zugebundene Säcke,
zwei ĂĽber einem, mit gewechselten Tincturen.
1 und 4: in Schwarz ein schrägerechter gol»
dener Balken, der mit je drei rothen Pfeilen
hintereinander belegt und von je zwei auf»
springenden silbernen Windhunden mit gol<
denen beringten Halsbändern begleitet ist;
2: von Blau ĂĽber Silber quergetheiltes Feld
mit drei grünen Kleeblättern, an ihren Stie»
len zwei ĂĽber einen pfahlweise gestellt; 3: in
Blau drei silberne Merletten, zwei ĂĽber einer
geordnet. Auf dem Schilde ruht die Freiherrn»
kröne mit drei gekrönten Turnierhelmen. Auf der Krone des mittleren Helms crhebt sich ein
offener, von Silber und Blau quergetheilter
Adlerflug, welchem ein weiĂźer wachsamer
Kranich eingestellt ist. Aus der Krone des
rechten wachst zwischen zwei mit den Mund,
löchern voneinandergckrhrten, rechts von Gold
ĂĽber Schwarz, links von Silber ĂĽber Noth
qucrgetheilten Rüsseln ein einwärtsgekehrtes
silbernes Windspiel mit goldenem beringtem
Halsbande und mit einem rothen Pfeile im
Nacken, zur Brust durchschossen, hervor. Auf
der Krone des linken Helms ist zwischen zwei
abgekehrten, von Silber und Blau querge.
theilten RĂĽsseln ein grĂĽnes Kleeblatt auf sei-
nem Stiele aufgestellt. Die Helm decken
sind die des rechten Helms schwarz mit Gold,
des mittleren und linken blau mit Silber be«
legt. Schildhalter sind auf einer unter dem
Schilde sich verbreitenden goldenen Arabeske
zwei gcgengekehrte silberne Windhunde mit
goldenen beringten Halsbändern. Devise.
Auf dem um die Arabeske geschlungenen
blauen Bande in silberner Lapidarschcift:
„Ohne Kampf kein Sieg".
Merck, siehe auch: Merk l^S. 39H.
Mercy, Florimund Claudius Graf
von (k. F. General und Staats»
mann, geb. in Lothr ingen im Jahre
1666. gestorben auf dem Felde der Ehre
bei Croi fette vor Parma 29. Juni
1734). Einer alten lothringischen Familie
entstammend, ĂĽber welche in den Quellen
S. 393 Näheres berichtet wird, trat er
jung als Volontär, in die kaiserl. Armee,
in welcher er. zuerst im TĂĽrkenkriege
durch sein ausgezeichnetes Verhalten sich
bemerkbar machte. Im Jahre 1633
wohnte er der Belagerung Wiens bei,
und erwarb sich den Lieutenantsgrad bei
einem Kürassier «Regimente; 1634 bis
1690 machte er die FeldzĂĽge in Ungarn
mit und erlitt durch den Sturz von einem
unter ihm getödteten Pferde Schaden an
eimm Auge. I n den Jahren 1691 bis
1696 machte er sich in Italien als
Parteigänger auf das Rühmlichste be«
merkbar, und focht im Jahre 1697, nach
Ungarn zurĂĽckgekehrt, bereits als Major
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon