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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Page - 394 -
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Page - 394 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17

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Mercy 394 Mercy Böhmen. Im Jahre 1741 war er Feldmar» schall.Zieutenani. im Jahre 1753 Feldzeug, meister und bald darauf commandirender General in Slavonien, als welcher er im Jahre 1767 zu Esseg starb. Er dürfte wohl ein und dieselbe Person mit Anton Ignaz Karl August Merz i («!<:) sein. den Ivän Nagy in seinem ungarischen Adels'Lerikon: „AlQ^ÄrarLsäA esklääai csimerLkkoi ss nom-^i-enäl t^äkk^«, Bd. VII, S. 43<;. anführt, und welcher im Jahre l74l daS ungarische Indigenat erhalten hatte, das dem Flor imund Claudius bereits im Jahre 172» verliehen worden. Wahrscheinlich bezieht sich auf Ebendenselben nachstehende, von Ist« van Barany herausgegebene Trauerrede.- „Treuer Unterthanen gerechte Klagen bey dem schmerzlichen Verlust ihres Grundherrn und Vaters C A. Mercy von Argenteau" «Oedenburg o. I.. 4".). sLeidenfrost (Karl Florentin). Historisch'biographi'sches Handwör- terbuch der denkwürdigsten, berühmtesten und berüchtigtsten Menschen aller Stände. Zeiten und Nationen (Ilmmau 1826. B. F. Voigt, 8".) Bd. IV, S. li4 ^im Trrte zu Franz Mercy). — 3. Florimund Claudius Graf Mercy d'Argenteau (gest. um das Jahr 1«l3), ein Bruder des durch Marie Antoi< nette ns Briefwechsel bekannt gewordenen Staatsmannes. Er diente in der kaiserlichen Armee und war im Jahre 179.1 Oberst eines Regiments bei der Armee in Italien. Im Jahre 1795 zeichnete er sich bei Ormea und Palestrina gegen die Franzosen aus, bei Zoano aber, wo er sich von dem Gegner überraschen ließ, verschuldete er die Niederlage der Unsr« ren und wurde in Folge dessen vor ein Kriegs« gericht gestellt. Von diesem wurde er jedoch freigesprochen. In kurzer Zeit darauf zum General befördert, erhielt er im Jahre 1796 das Commando eines Armeecorps in Italien und vonBeaul ieu den Befehl, Montenotte anzugreifen. Er sollte diesen Angriff am 6. August ausführen, that es aber vier Tage später und unterließ, wie sehr auch General Rukawina in ihn drang, den Sturm auf die letzte Nedoute. in welcher die Franzosen sich noch hielten. Tags darauf von Bona« parte angegriffen, wurde er gänzlich geschla« gen, und die Franzosen warm Herren Ita» liens. Es wurde nun wieder das kriegsrechtliclie Verfahren gegen ihn eingeleitet, dasselbe aber alsbald auf kaiserlichen Befehl niedergeschla» gen, denn Mercy soll. wie es heißt, auf Grund heimlicher Ordres so gehandelt haben. Er ward wohl für einige Zeit außer Activi. tät gesetzt, trat aber im Jahre 1808 wieder in dieselbe, wurde General der Artillerie und starb in einigen Jahren darauf, ^ouvyl is Viograxd-is Fsnylals . . . pudliss p^r 2IN. firmln Dläot krörss, sou,8 1k g.i- rsotiov. ss Al. Is Or. 2o s5sr (?ari2 1850 et 8., 8".) ?ows XXXV, ?. 47. — Viosra. pki6Q0U,ve>11s äss OoQtsinporlÜQZ stll. (?ari2 1821 st 8., ä la lidrairis kistor., 8«.) I'oms XIII, p. 22l.) — 4. Franz Freiherr von Mercy (geb. zu Longwy gegen Ende deö 16. Jahrhunderts, gest. am 2., nach An< deren am 3. und wieder nach Anderen am 4. August 1643). In jungen Jahren trat er in das Heer deS Churfürsten von Bayern, zu Anfang des dreißigjährigen Krieges unter dem Herzoge von L o thr in g en in kaiserliche Dienste. In der Schlacht bei Leipzig, 1631, damals bereits Oberstwachtmeister unter P i c« colomini , zeichnete er sich durch seine Ta« pferkeit besonders aus, wurde aber auch ver« mundet; nachher als Oberst bei einem Aus« falle aus Breisach 1633 gefangen. Seine fast sprichwörtlich gewordene Tapferkeit, die ihn sich selbst immer vergessen ließ. brachte ihn noch oft in ähnliche Lagen, so bei Wattweil, auf der Hülsenhaide und bei Navensbera. Im Jahre 1634 mit der Vertheidigung von Rhein- feldcn beauftragt, hielt er den Platz mehrere Monate, von Uebermacht bedroht, bis die Umstände, den Platz weiter zu halten, unmö^< lich machten. Zum General<Wachtmeister be< fördert, wohnte M. von 1635 bis l637 der Belagerung von (Holmar, dem Entsatze von Vola und dem Treffen bei Grey bei; dann focht er wider den Herzog von 3onguev i l le in der Unterpfalz, schloß bei Waldneuburg den General Schlangen mit vier Reiter>Regi< mentern ein und zwang ihn, sich zu ergeben, wirkte bei der Belagerung von Wolfenbüttel und bei der Eroberung von Göttingen (l640 bis l64l) mit. Nun drang er in das von den Franzosen besetzte Breisgau und in Würt» temberg ein, übersiel bei Duttlingen (24. De, cember 1648) den General Ranz au, nahm ihn gefangen und richtete fast seine ganze Armee zu Grunde. Nun lvurde M. zum kai» serlichen Feldmarschall ernannt und an die Spitze des vereinigten Heeres gestellt. Mit diesem unternahm er. nachdem er sich ini Mai l644 Ueberlingens bemächtigt, die Bela< gerung von Freiburg und zwang die Festung zur Nebergabe, worauf er vor derselben in einem verschanzten Lager Stellung nahm. I n
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Maroevic-Meszlenn
Volume
17
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1867
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
506
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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