Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Page - 395 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 395 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17

Image of the Page - 395 -

Image of the Page - 395 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17

Text of the Page - 395 -

Mercy 393 Mercy diesem wurde er in den ersten Tagen des August von dem Herzoge von Enghien und von Marschall Tu renne angegriffen, und mußte erst nach einem dreitägigen Kampfe — vom 3. bis 5. August — welchem täglich immer nur die Nacht erst ein Ende machte, seine Stellung aufgeben. AlS er aber endlich den Rückzug antrat, geschah es nicht, ohne der ihm nachsetzenden feindlichen Cavallerie in einem hartnäckigen Kampfe schweren Ver< lust beizubringen, worauf er sich in guter Ordnung Zurückzog. Im Feldzuge des Jahres 1645 nahm M. seine Stellnng an den schwä« bischen und fränkischen Grenzen. I n demsel» den gewann er gegen den sich für unbesiegbar haltenden Türen ne die große Schlacht bei Mergentheim. 23. April 1643, fand abcr noch im nämlichen Jahre im Treffen bei Allerheim, 3. August 1l>45, den Tod. Wieder war er im Kampfe dem Herzoge uon Enghien und dem Marschall Tu renne gegenüber gestanden, und alle Chancen des Sieges neigten sich bereits auf Mercy's Seite. Da, als er mitten im Kampfe auf eine Stelle eilte, wo dringende Gefahr scine Gegenwart zu fordern und von deren Behauptung der Erfolg des TageS ab- zuhängen schien, tödtele ihn eine Musketen» kugel. Wohl entspann sich nun der Kampf noch heftiger, aber der Feind errang immer neue Vortheile, und Johann von Werth, obgleich er auf dem linken Flügel gesiegt, mußte sich, nachdem er das Mißgeschick der Ande< ren gehört, untrr, dem Schuhe der einbrechen» den Dunkelheit nach Donauwörlh zmückzie» hen. Mercy wurde auf dein Schlachtfelde beigesetzt, und der auf seinem Grabe aufge« stellte Stein trägt die von Feindeshand ein» gegrabene Schrift: „8tk viktor korosm oa.!- eaL". Mercy o.alt für einen ausgezeichneten Feldherrn seiner Z»,it und seine Kampfe mit Turenne, dem ungeachtet seiner Alles über« steigenden Eitelkeit großes Feldherrntalent zu< erkannt worden, sind taktisch ungemein lehr» reich. Der Marschall Grammont steht nicht an, in seinen Memoiren offen zu gestehen, daß, so oft der Herzog von Enghien und Turenne dem General Mercy gegenüber» standen, und sie mochten im Kricgsrathe den Angrisssplan so sorgfältig wie möglich und immer zum Vortheile ihres Heeres ausgcdacht haben, Mercy immer Alles errathen habe und ihnen in Allem zuvorgekommen sei, als wenn er mit ihnen im Einoerständniß gewesen wäre und Kenntniß von allen ihren Plänen gehabt hätte. ^Al lgemeines historisches Lexikon (Leipzig 1731. Th. Fritschen's Erben, gr. Fol.) Bd. I I I , S. 533. — Thaten und Charak« terzüge berühmter österreichischer Feldherren (Wien 4808. Degen, so.) Bd. I , Abthlg. 4. S. 493. — Porträt. Auf einem Blatte mit Nikolaus Grafen Eßterhäzy. gest. von Langer (Wien t8l3, 4".).) — 5. Franz Ehristoph von Mercy. Dieser (1775 bei Nancy geborene und um das Jahr 1849 ge- storbene) gelehrte französische Arzt, bekannt durch seine Uebersetzung der Werke des Hipvo» krates: „Oeuvrsä ä'Hipxoorkts" (pariz 1811 —1833), 2l Bände in 12"., gehört derselben Familie an, aus welcher die Vorgenannten im Waffendienste und in den Reihen des kai- serlichen Heeres sich hervorgethan. Franz Christoph veröffentlichte noch mehrere an- dere Fachschriften, welche sich in dem in den Quellen genannten ersteren Werke verzeichnet finden. ^ue?'ai-ck s^. Hl.^, I^ a. ^ranas 1itt6> l-kirs ou 6iotiouQ2il-s didilo^ravdi^uo äss 8avsut8, Ki2toli625 6t FSUS 6s lettrss äs la I^anes etc sto. (Paris 1534, ^irniin vidot, 8a.) 5oms VI, p. 63. — Nou- volls Liozrapkls Fsnörals . . . . pu- dli<5s par Klkl. I'ii'min viäot lrörss, sous 1a äilsotiou äe KI. Is Dr. Noslsr (karig 1850 ot seq.., 8".) Lome XXXV, x. 48.) — 6. Kaspar von Mercy, ein Bruder des berühmten, bei Allerheim (3. August 1645) gefallenen Franz Freiherrn von Mercy sNr. 4), Kaspar, der auch von früher Jugend an sich dem Waffendienste gewidmet hatte, war zuletzt bayerischer General'Wachi» Meister und siel als solcher in dem hartnäcki» gen Gefechte vor Freiburg (3.-3. August 1644), in welchem sein Bruder Franz den französischen Generalen Herzog d'Enghien und Marschall Turenne den hartnäckigsten Widerstand geleistet und, wenngleich sein über» dieß schwächeres Herr viel gelitten, doch dem Feinde bei weitem größere Verluste — über 6U00 Todte und Verwundete — beigebracht hatte. lRei l ly (Franz Ioh, 3os. v.). 2kiz< zirte Biographien der berühmtesten Feldher, ren Oesterreichs von Maximilian I. bis auf Franz I I . (Wien 1913, Kunst« und Industrie. Comptoir, kl. 4".) S. 169,^z — 7. Peter, ein Sohn des berühmten Franz von Mercy ss. d. Nr. 4); diente von jungen Jahren an im kaiserlichen Heere, focht mit demselben im Jahre 1663 gegen die Türken in Ungarn, später als Oberst der lothringischen Truppen gegen Frankreich, trieb die Franzosen, die in Nheinfelden eingebrochen waren, aus dem
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Volume 17"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Volume 17
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Maroevic-Meszlenn
Volume
17
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1867
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
506
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich