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Mertz 410 Mrh
namentlich bei der Errichtung der bestandenen
italienischen Leibgarde verwendet. ^Kamerad
(Wiener Soldatenblatt, 4°.) t867, Nr. t: Ne.
krolog.) — 3. Franz Kar l Joseph Mer»
tens, Doctor der Philosophie, aus Wreschen
im Großherzogthume Posen, ist mit Allerh.
Entschließung vom 1. September 1865 zum
außerordentlichen Professor der reinen Mathe<
matit mit polnischer Vortragssprache an die
Universität in Krakau berufen worden. —
4. Friedrich Ritter von MertenS (geb.
zu Wien 2l. Juni 5828, gest. zu Salzburg
6. Jänner 1854). Sohn des Demeter Riiter
von MertenS und Bruder des Ludwig
von M. j.s. d. S. 407), war anfänglich ein
Zögling der Wiener-Neustädter Akademie, trat
aber in Folge einer schweren Krankheit aus
dem Militärdienste und studirte zu München
die Malertunst. der er vorschnell im Alter
von 26 Jahren entrissen wurde. Im Jahre
1833 war in der Iännei'Ausstellung des öster»
reichischen Kunstvereins eine „Ideale Land»
schaft" (Preis 100 fi.) von ihm zu sehen.
Nach seinem zu frühen Tode erhielt er von
der allgemeinen Kunstausstellung zu NewHork
einen der ersten Preise für ein großes Land»
schaftsbild in Oel. Seine zurückgelassenen
Skizzen wurden als meisterhaft im Entwürfe
von großen Landschaftsmalern Münchens ge»
priesen. ^Katalog der Ausstellung des öster'
reichischen Kunstvereins, Jänner 1853. Nr. 57.)
Mertz, Friedrich Wilhelm von (k. k.
Fe ldmarschal l 'L ieutenant und
Commandant der Festung Komorn
im Jahre 1848, geb zuHanau 28. De>
cember 1777, gest. im Jahre 1839).
Trat, 19 Jahre alt. am 1. April 1796,
als Freiwilliger in die österreichische
Armee. Im Jahre 1800 war er zu
Brescia Fähnrich, im Jahre 1803 in
Wien Unterlieutenant bei den Grenadie-
ren. Nach den Feldzügen von 1803 und
1806 wurde er dem General-Quartier»
meisterstabe zugetheilt, im Jahre 1807
mit der Aufnahme der Umgebung Wiens
beschäftigt, und im Jahre 1808 auf
Triangulirung nach Steiermark, Kram
und in das Warasdiner Comitat beor>
dert. Im Jahre 1809 kam er als
Oberlieutenant zum General-Quartier- meisterstabe, wurde am 1. April d. I .
zum Hauptmann im Carneville'schen
Iägercorps befördert, jedoch dem Haupt»
quartiere deS Erzherzogs Kar l zuge»
theilt. Als er am 27. August 1813 bei
Dresden durch Umsicht. Tapferkeit und
ganz besondere strategische Kenntnisse
sich ausgezeichnet hatte, wurde er am
3. October als Hauptmann dem Gene»
ral-Quartiermeifterstabe bei der 4. Armee.
Abtheilung beiHegeben, und der General
der Kavallerie Graf Klenau bestimmte
vor der Schlacht bei Leipzig: „Haupt«
mann Mertz bleibt um meine Person,
um mit ihm zu disponiren". Nach der
Uebergabe von Dresden erhielt M. seine
Bestimmung zur Rheinarmee. I n Folge
der Gefechte bei Lyon im Jahre 1814
wurde er auf Allerh. Befehl des Kaisers
außer der Reihe zum Major befördert,
bei dem Regimente De Vaux eingetheilt,
blieb jedoch in Verwendung beim Gene»
ral-Quartiermeisterstabe der Südarmee.
Nach dem Friedensschlüsse zu Erzherzog
Karl.Infanterie versetzt, wurde er Adju»
tant bei dem commandirenden General
Herzog Ferdinand von Württem»
berg. Einen ihm während des Wiener
CongresseS von dem Churfürsten von
Hessen gestellten Antrag, in hessische
Dienste zu treten, lehnte M. ab,
wurde aber von dem Churfürsten für
fein ausgezeichnetes Verhalten im Felde,
dessen Augenzeuge der Erbprinz von
Hessen-Homburg gewesen, decorirt.
Nachdem er noch den Feldzug von 1813
mitgemacht, kam er im December mit
dem Regimente Erzherzog Karl nach
Krems. Daselbst mit den Offiziersschulen
beschäftigt, rückte er im Jahre 1821 zum
Oberstlieutenant, im Jahre 1828 zum
Obersten bei Wellington-Infanterie Nr. 42
vor und begab sich zu seinem Regimente
nach Theresienstadt. Nachdem er vorher
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon