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Merveldt 418 Merveldt
(Wien. 4«.) Jahrg. 5863. Nr. 286 u. 287:
.Aus der Völkerschlacht bei Leipzig. I. u. I I . "
— I l lustr i r te Zeitung (Leipzig. I . I .
Weber, kl. Fol.) XXI. Bd. (1853). Nr. S37.
S. 242: „Zur Erinnerung an die Schlacht bei
Leipzig, 16.—18. October 1813. Das Schloß
in Dölitz". — NouvsNe LioFi-axbis
3su6i-alo . . . pudU^e xn,r KIN. firmln V i-
äot lröl-ss, Laus la. üli-setiou äs 21. Is Dr.
Uoeler (?ariL 1850, 8«.) 1>oNS XXXIV,
p. 714. >_ Dietiouuaii-s dio3r2.Vdiy.us
«t kiLtoi-i^us äo5 dommes marguauL cle
la. KQ äu 6ix-duitiöius Liöo^s sto. (Lonäros
1800, 8«.) louio I I I , x.2. — Lio3?2i)^i6
ä«5 II0NINS3 vivants . .. (?2,i-i5 1816, 1^. Q.
AUekauä, 8".) I'om. IV, i>. 394 ^nach diesem
wurde er gar ein Jahr nach seinem, 1813
erfolgten Tode, im Jahre 1716, zum kaiser»
lichen Kämmerer ernannt. Dirser Artikel ist
bemerkenswerth, weil er aus englischen Iour«
nalen die Unterredung Napoleons mit dem
gefangenen Merveldt einige Tage nach des«
sen Gefangennahme mittheilt). — V^rät.
Unterschrift: Ala.x. Hrat von Usrvslät, k. k.
l3sil6rl!.I ' IssI«iNl>'i'5c:Ii2,U ' I^sutLQÄQt. F.
Schier lith.. Machek gedr. loiese Unterschrift
des im Jahre 1828 erschienenen Bildes ist
unrichtig, denn Merveldt war General der
Cavallerie). — Znr Genealogie der Grafen
von Merveldt. Die Merveldt — in älteren
Werken öfter auch Meerfeld und Merfeld
geschrieben — sind ein altes westfthälisches
Adelsgeschlecht, das in vielen Zweigen blĂĽhte
und noch jetzt in PreuĂźen und Oesterreich
stark verbreitet ist. Schon um die Mitte des
13. Jahrhunderts traten die M. urkundlich
auf, und von Hermann von M., der in
holländischen und friesischen Chroniken „Oa.-
M22SU5" genannt wird und um 1353 lebte,
läßt sich die ordentliche Stammreihe dieses
Geschlechtes verfolgen. Mehrere davon standen
in Diensten der Fürstbischöfe zu Münster und
haben sich in den verschiedenen Aemtern, so
sie bekleidet, so hervorgethan, daß vornehm»
lich in Berücksichtigung ihrer daselbst erwor«
benen Verdienste dem Dietrich Vurkhard,
churcölnischen geh. Rath und Münster'schen
Obermarschall, mit Diplom vom 20. Decem«
ber 1726 der Reichsgrafenstand verliehen, das
darin enthaltene Wappen aber, in dessen
Zeichnung sich einige Fehler eingeschlichen
hatten, mit Diplom vom 21. November 1728
berichtigt wurde. FrĂĽher schon, mit Diplom
6<w. 17. Februar 1«68. hatte Dietrich Her-
mann von Merveldt den Rnchsfreiherrn. stand erhalten. Für Oesterreich zunächst hat
der obige General der Cavallerie und Maria
TheresiM'Ordensritter, Maximi l ian Graf
Meroeldt, Interesse, und ist dessen ausführ»
lichere Biographie mitgetheilt worden. Ein
zweiter Graf Maximil ian, Neffe des Vori«
gen. erlangte mit Diplom vom 26. Februar
1848 das böhmische Incolat. Die Nachkom-
men dieses letzteren Grafen Max imi l ian ,
der ein Sohn des Grafen Ferdinand August
(Bruders des Maria TheresieN'Ordcnsritters)
aus seiner Ehe mit Tyerese Gräfin von Pergen
ist, bilden den noch heute in Oesterreich blĂĽ'
henden Zweig. Des Grafen Mutter, vorge»
nannte Therese geborne Gräfin Pergen,
war eine ausgezeichnete Kunstdilettantin, und
ihr Andenken hat sich in einem groĂźen, nach
einem Gemälde von H. Füger, im Jahre
1787 von V. Kininger geschabten Kupfer«
stiche, in welchem sie mit Zeichnenrahmen und
Crayon in den Händen dargestellt ist, erhalten.
Der Graf Mar imi l ian (geb. 8. März 1797,
gest. im Mai 1849). ihr Sohn. war gleich
seinem Oheim in die kaiserliche Armee getre«
ten, und ist als GennalMajor und Oberst»
Hofmeister Sr. kais, Hoheit Erzherzogs Franz
Karl im Alter von 53 Jahren gestorben.
Aus seiner (am 1. Juni 1837 geschlossenen)
Ehe mit Vstauia gebornen Gräsin Tzernin von
Chudenitz (geb. 13. December 18U2) leben
nachstehende Kinder: Graf 5paul (geb.
24. April 1838), k. k Kämmerer. Rittmeister
bei Erzherzog Karl Ludwig'Uhlanen Nr. 3
und Adjutant Sr. kais. Hoheit des Erzherzogs
Ludwig Victor; Graf I ranz Kar l Ferdi<
nand (geb. 14. Juli 1344) und Gräsin Maria
Antonia Therese Emilie (geb. 2. Jänner
1840). Ueber den Stand der ĂĽbrigen Familie
gibt das „Genealogische Taschenbuch der gräf»
lichen Häuser" Aufschluß. Oreiherrn stands»
Diplom fĂĽr Dietrich Hermann ron
Merueldt ääo. 17. Februar 1668. — Gra.
fenstands'Diplom für DietrichBurk«
hard Freiherrn von M. ääa. 20. December
1726. — Bewi l l igung mehrerer Berichti»
gungen im Grafendiplome ääo. 2l. Novem«
^er 1?28. — Kn eschke (Ernst Heinrich Prof.
Dr.), Deutsche Grafenhäuser der Gegenwart
(Leipzig 1833. T. O. Weigel, gr. 8«) Bd. I I ,
S. 112. — D erselbe, Neues allgemeines
deutsches Adels^Lexikon (Leipzig 1863, Friedr.
Voigt, gr. 8a.) Bd. V I , S. 211 (mit einer
reichen Literatur von Quellen). — Großes
vollständiges (sogenanntes Zedler'sches)
Universal »Lexikon (Halle und Leipzig,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon