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Mesmer 433 Melsenh auser
Gottes, darunter der Name: Franz Anton
Mesmer; (nordöstlich) das Sonnensystem mit
Sonne, Mond, Sternen und der Erdkugel,
in einem Abbild von Kreisen dargestellt, wor-
unter die Worte stehen: geboren am 23. Mai
1734; (südwestlich) eine als strahlender Stern
brennende Fackel, mit welcher ein Palmzweig
ein Kreuz bildet, worunter man: gestorben
den 3. März 1845, liest; oben dagegen ist
Leben und Bewegung durch Sonnenuhr und
Bouffole, als in Zeit und Raum, zum Schluß
dargestellt. Diese sinnige Allegorie bezieht
sich auf Mesmer und seine merkwürdige
Entdeckung. Es ist jedoch die Sonnenuhr und
die Boussole (durch Aberglauben oder Bös<
Willigkeit?) herausgerissen und nur noch die
runde Vertiefung, in der sie standen, sichtbar.
Mesmer, auch Meßmer, Franz
(Maler, geb. zu Antholz im Puster-
thale Tirols, Geburtsjahr unbekannt,
gest. zu Wien im Jahre 1774). Er
bildete sich in Wien an der kaiserlichen
Akademie in der Kunst aus und war ein
Schüler des Kammermalers M. von
Meytens. Er wendete sich der Bildnlß-
malerei zu, und war seiner Zeit einer der
besten Maler dieses Faches. Im Jahre
1767 wurde M. Mitglied der Akademie,
nachdem er schon früher Hofmaler ge-
worden. Die Zahl der von ihm gemalten
Bildnisse, welche sich durch ihre Aus>
führung vor ahnlichen Arbeiten jener
Zeit auszeichnen, ist groß, jedoch malte
er selbst nur die Köpfe, den übrigen Theil
des BildeS lieh er gewöhnlich von Jacob
Kohl ausführen. Nach mehreren seiner
Bilder haben Kupferstecher, unter Ande-
ren Schmutzer, das Bildniß des be.
rühmten I . v< Sonnenfels' gestochen.
Nagler (G. K. I>r.) , Neues allgemeines
Künstler-Lerikon (München 1839, Fleischmann.
8«.) Bd. IX, S. 168. — Die Künstler aller
Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr.
Müller, fortgesetzt von I)r. Karl Klu nzin«
ger (Stuttgart 1885. Ebner u. Seubert, 8<>.)
d. I I I , S. 80. — Tirolisches Künstler.
Lexikon (Innsbruck 1830, Fel. Rauch, 8".)
S. 165.
v. Wurzbach, biogr. Lexiton. XVII. Mesmer, siehe auch: Ueßmer und
Wößmer.
Nessmhauser, Cäsar Wenzel (C o m-
mandant der Wiener Nationalgarde
im October 4848 und Schriftsteller,
geb. zu Proßnitz in Mahren 4. Jänner
1813, erschossen im Wiener Stadtgraben
am 16. November 1848, Früh 8 Uhr).
Der Sohn eines Regimentsmusikers auS
dessen Ehe mit einer Taglöhnerin. Als
Soldatenkind kam er, sechs Jahre alt,
in ein kaiserliches Knaben-ErziehungS«
haus, wo er im Lesen, Schreiben, Rech.
nen, im Zeichnen, Exerciren und im
Felddienste den erforderlichen Unterricht
erhielt. Im Jahre 1829. damals
16 Jahre alt, wurde er als Gemeiner
ausgemustert und kam in das Infanterie»
Regiment Kaiser Franz, in welchem er
im Jahre 1830 zum Gefreiten und im
Jahre 1832 zum Corporal befördert
wurde. Mrt einem außerordentlichen
Gedächtnisse und mit einer eisernen Nil«
lenSkraft verband er einen unstillbaren
Wissensdurst, der ihn immer und immer
zu neuen Studien und Arbeiten drängte,
und so besaß M., ein Autodidakt im
strengsten Sinne des Wortes, eine Fülle
von Kenntnissen, mit denen er, ohne zu
wollen, wenn sich Gelegenheit darbot,
allenthalben großes Staunen erregte.
Daß er, mit solchen geistigen Mitteln
ausgestattet, sich in so untergeordneter
Stellung nicht glücklich fühlen und sich
aus derselben zu befreien bestrebt sein
mochte, versteht
sich
wohl von selbst, und
in der That unternahm er das Wagniß
und richtete ein Bittgesuch an den Hof»
kriegsrath um Versetzung als Inspections.
Feldwebel in die Wiener-Neustadter Mili»
tär-Akademie, welches er mit einer Ab»
Handlung: „Ueber kie schiefe Schlacht-
ordnung" begleitete. Auf diese Arbeit
wurde Oberst Zanini aufmerksam, und
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Volume 17
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Maroevic-Meszlenn
- Volume
- 17
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1867
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 506
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon