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Franz 33 108 ) Franz 33
striellen sowohl als der intellectuellen
Kräfte der Industrie u. dgl. m. Bei den
Verhandlungen ĂĽber die allgemeine miĂź-
liche Finanzlage des Staates erklärte
er als Mann. der mitten im Volke sich
bewege und die Sachlage praktisch erfasse,
daĂź man im Interesse der Finanzlage
mit glĂĽcklichen politischen Institutionen
bald zur Hand sein möge, weil bei län-
gecem Zögern, trotz der großen Opfer-
Willigkeit, welche allseitig bestehe, und
selbst wenn der Zustand des Friedens
andauere, es denn doch die Frage sei
ob diese Mittel, die jetzt angewendet,
helfen könnten, diese Wirkung auch
dann äußern würden, wenn man sie erst,
sobald die Gefahr drohend an den Staat
herantritt, zur Anwendung brächte. In
der Generaldebatte aber ĂĽber die kĂĽnf<
tige Constituirung des GesammtstaateS
svergleiche die sachliche Darstellung die-
seS Punctes in der Biographie des Ab«
geordneten Dr. Franz Hein, Bd. VII I ,
S. 214^> schloß er sich dem Mmoritäts-
Votum an. „Allerdings", meinte er, „sei
im Majoritätsantrage auf den gesammt»
staatlichen Verband hingewiesen, und
sogar die Existenz der österreichischen
Monarchie als eine Nothwendigkeit er«
klärt worden. Allein weil in der Begrün«
dĂĽng vorzugsweise die Autonomie der
Länder betont, weil der gesammtstaatliche
Verband nur in zweiter Linie gestellt
ist und derselbe erst aus der Autonomie
der Länder hervorgehen soll, und also
auf diese Weise der Gesa mmtstaats«
verband eine Nebensache und die
Autonomie der einzelnen Lander
die Hauptsache wäre. so drangt sich
mir die BesoigniĂź auf, daĂź bei dieser
Art des Verbandes das Band, das die
einzelnen Länder umschlingt, nicht ein so
festes und unlösbares sein wird, wie es
für die dauernde Macht und Machtstel« lung Oesterreichs nothwendig ist. Diese
BesorgniĂź durchdringt mich und aus
diesem Grunde kann ich auch jetzt nur
dem Minoritatsvotum, welchem ich schon
frĂĽher meine Zustimmung gegeben habe,
beitreten." M. zählte nicht zu den Ehr-
geizigen, welche aus den Bedrängnissen
des Staates fĂĽr sich Capital schlagen,
sondern zu jenen Patrioten, die ein groĂźes
und einheitliches Oesterreich wollen, weil
nur ein solches den Länderräubern, die
es umgrenzen, mit Erfolg die Stirne
bieten kann. Der Monarch anerkannte
Mayr's und seiner BrĂĽder Verdienste
um den Staat und das Gemeinwohl,
indem er ihn im Jahre 4889 in den
Adelstand mit dem Ehrenworte und Prä«
dicate Edlen von Melnhof erhob, und
diesen im Jahre 1861 auf seine beiden
BrĂĽder Kar l ^s. d. Nr. 88^ und Ru-
dolph ausdehnte.
Adelstands'Diplom vom 4. December 1839
für Franz Mayr. — Adelstands« Di<
plome vom 25. September 1361 für Ru«
dolph und Kar l Mayr. — Verhand-
lungendes österreichischen verstärkten Neichs-
rathes 1860. Nach
stenographischen
Berichten
(Wien 1860, Manz. 3«.) Bd. I, S. 291 süber
die geologische Neichsanstalt); S. 405 ftber
die Nationalbank); S. 678 und 681 Wer
Zölle); S. 736 ftber die allgemeine Finanz-
lage); Bd. I I , S. 356 süber den Minoritäts<
anttag); S, 389. Personalien, M a y r er-
scheint in diesem Werke unrichtig al6 Mayer.)
— Wappen. Gevierteter Schild. 1 und 4: in
Roth ein rechtwärts gekehlter Strauß, auf
grünem erhöhten Rasen stehend, im Schnabel
und in dem erhobenen rechten FuĂźe ein
schwarzes Hufeisen tragend; 2.- in Blau drei
goldene Kornähren auf ihren pfahlweise zu-
sammengestellten Stielen; 3: in Gold ein
schwarzes Kammrad. Auf dem Schilde erhebt
sich ein gekrönter Turnierhelm. Die Krone
trägt einen offenen, rechts von Silber über
Roth, links von Gold ĂĽber Blau quergethril-
ten Adlerflug, welchem drei gestielte goldene
Kornähren (wie in Feld 2) pfahlweise einge«
stellt sind. Die Helm decken sind rechts roth
mit Silber, links blau mit Gold belegt.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Volume 18
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Metastasio-Molitor
- Volume
- 18
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 522
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon