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Mittrsvsky 387 Mittrovsky
I
1797 I
17<)9 > VI-
1802 I . (63)
I 1804 j
z i8o:; i
1827 s
l83U >
( 8 > 183«. und
unterhalb des Lorberrkranzes die Jahreszahl:
1341. E6 gibt von dieser Medaille, die in
Silber 2 ^ Aoth schwer und etwas gröĂer
als ein ZweiguldenstĂŒck ist, auch Gremplare
in Kupfer.
l. <3ur Genealogie des Herren- und Wrasrnge-
schlechtes Mittrovsky von Mittrowii) nnd
Nemischl. Die M i tt r o v s ky, bald mit zwei t,
bald wieder mit einem w, bald mit einem
v geschrieben, mit den PrÀoicaten von Mit»
trowitz und Nemischl â nicht zu ver«
wechseln init einer andern slavischen Fa«
milie, mit jener der Wrat is law von Mit»
trowitz, die auch noch in der Gegenwart
blĂŒht â sind ein altes öechisches Adelsge-
schlecht, dessen Spurm sich bis in das drei«
zehnte Jahrhundert zurĂŒck verlirrrn und das
gegen das Ende deS vierzehnten (1294). in
welchem zwei BrĂŒder, Andreas und Vo-
huslaw, das Gut Hoschtitz gemeinschaftlich
besaĂen, bereits urkundlich vorkommt. Was
Wohldienerei und Speichelleckerei ĂŒber den
Ursprung des PrÀdicates Nemischl (welches
auf das slavische usu^ĂŒi, ich denke nicht,
zurĂŒckgefĂŒhrt wurde) gefabelt, und poetische
UnfÀhigkeit in schlechte Verse verballhornt hat
lveral. die Oefterreichische Adelshall? (Wien
1842. 8°.) S. 204). das hier zu wiederholen,
ist nicht der Platz; auch ist wenig daran ge<
legen, wie dieser und jener Name entstanden,
wenn ihn nur der TrÀger desselben durch
groĂherzige und edle Handlungen ĂŒberhaupt
zu Ehren gebracht. Die Mi t t rovsky,
welche im Berauner und Taborer Kreise
Böhmens ansÀssig waren, breiteten sich allge»
. mach immer mehr und mehr aus, und ob»
gleich sie in Böhmen am lÀngsten blieben,
erscheinen sie bereits im 15. Jahrhunderte in
MÀhren; und wÀhrend sie in Böhmen und
MĂ€hren nach und nach immer mehr in den
Hintergrund treten, ja in MĂ€hren fĂŒr ein
Jahrhundert beinahe ganz verschwinden, tau»
chen sie in neuem GlÀnze in Schlesien, dann !
in Ungarn auf, und steigt namentlich im 4 3. j
und 19. Jahrhunderte der Name zu hohen I Ehren. Die vielen Linien genealogisch zu
'verfolgen, bietet nach mehreren Seiten hin
Schwierigkeiten; besonders schwer ist es. die
ununterbrochene Aufeinanderfolge der einzel-
nen Geschlechter festzustellen, sicherer jedoch
wird die genealogische Darstellung, sobald
das Geschlecht auS seinem Dunkel hervortritt^
wie dieà bei den MittrooSky's im 18. Jahr»
Hunderte der Fall ist, von welchem Zeitpuncte
^n die Angaben auf der vorliegenden Stamm«
tafel auch festgestellt sind. Die Stammeltern
der drei heute noch blĂŒhenden Linien, a) der
Àlteren, k) der Mngeren grÀflichen und o) der
ungarischcn, sind »Karl von Mittrovsky
und iMne Freiin von 5c>Ăl.'k und Aarnitz. Von
Karl's Kindern pflanzte Ernst Mathias,
der mit Diplom vom 12. MĂ€rz INS den
Freiherrnstand erhielt, wĂ€hrend sein jĂŒn<
gerer Bruder Maximil ian schon mit Di '
plom vom 20. Juni 1?l)S in den Frei-
herrnstand erhuben wurde, das Geschlecht
fort; den Ritterstand fĂŒhrte die Familie schon
uon 1534. Des Ernst Mathias Söhne,
Johann Nepomuk, Maximil ian Joseph
und Johann Baptist, sind die Stifter der
oberwÀhnten drei Linien, und zwar Johann
Nepomuk in seinem Sohne Kar l 'der
ungarischen, Maximi l ian Joseph der
Àlteren grÀslichen und Johann Baptist
der Mngeren grÀflichen. Die beiden Letzt»
genannten wurden auch mit Diplom vom
l i . September 1769 j,i d^ Grafenstand
erhoben, den ihr Neffe Joseph Anton
Franz schon zwei Jahre vor ihnen, mit
Diplom voin 16. MĂ€rz 1767, erhalten hatte.
AuĂerdem besitzt die Familie durch Allerh.
Handschreiben vom 2!>. Juli 1837 an den
Grafen Anton Friedrich ^ Landmann'
schaft in Tirol; seit dem Jahre 1846 das
galizische Indigenat, das von dem galizischen
Landtage dem Grafen Anton Friedrich
verliehen und mit Allerh. EntschlieĂung vom
22. MĂ€rz 1846 genehmigt wurde, und seit
dem Jahre 1791 das ungarische Indigenat.
das der ungarische Oberstkammergraf Kar l
Freiherr von M. erlangt hatte; ĂŒberdieĂ auch
noch die krainische Lanostnndschaft. Wie schon
bemerkt, hob sich erst in den spÀteren Jahr»
Hunderten die Familie zu hohem GlÀnze, und
namentlich waren es der Staats« und Kriegs»
dienst, «tain ^o^a gMm 2230", wie es im
Grafenstands'Diplome vom 16. MĂ€rz 1767
des Freiherrn Joseph heiĂt, in welchem sich
die M. besonders hervorgethan. Schon die
frĂŒhere, urkundlich nicht aufgehellte Zeit meldet
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Volume 18
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Metastasio-Molitor
- Volume
- 18
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 522
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon