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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Volume 18
Page - 391 -
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Page - 391 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Volume 18

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Mttrovsky 391 Mittrovsky pomuk Freiherr uon M. angehört, ist nicht festzustellen; jedoch darf er nicht mit Jo- hann Nepomuk Freiherrn von M. (gest. 3. Juni 1760), dem Stifter der ungarischen Linie der Mi t t rovsky ss. d. Nr. 9) und auch nicht mit Johann Nevomuk Graf M. (gest. 20. Mai 179!)). der sich als ge- lehrter Forscher und Naturfreund bekannt gemacht hat. und dessen ausfĂŒhrlichere Le« bensskizzc oben auf S. 394 mitgetheilt ist, verwechselt werden. Dieser Freiherr Johann Nepomuk Kar l ist der Stifter des Mit . trovsky'schen Familien-FidricommisseS. Er errichtete dasselbe um das Jahr 1788. und bestimmte dazu das Capital von 40 ouu fl. zum immerwĂ€hrenden Genusse der Grafen und Freiherrn Mi t t rousky (mĂ€nnlichen Geschlechts), welche von Ernst Mathias Freiherrn uon M> abstammen. Durch Zu« Weisung der Interessen stieg das Capital auf die Summe von «0.000 st. Dieses Fidei» commiß wurde mit Hofoecrct vom 13. Scp« iember 1800 bestĂ€tigt. Nach dieser Stiftung habcn die zwei Ă€ltesten oder in deren Abgang der vorhandene eine Ă€lteste dieser (der Erne» smĂŒschcn) Linie dir Interessen uon diesem Capitale zu genießen und einer derselben die Curate! der Stiftung zu fĂŒhrcn. Dcr Letzto der Linie tann bei dem AbgĂ€nge einer mann» lichen Descendenz ĂŒber das Fidcicommiß>Ca< vital lehiwillig verfĂŒgen; falls er aber kein Testament hinterlĂ€ĂŸt, hat die gesetzliche Erd' folge einzutreten. — 12. Joseph Graf M. (geb. l4. Juni l802). ein Sohn dcs Grafen Anton Frirdrich ss. d. S, 38^; betrat die nnlitĂ€rischc Laufbahn, in dcr er zur Zeit den Posten eines (unangestellten), General- Majors einnimmt. Als Ihre MajestĂ€t die Kaiserin aus GesundheitsrĂŒcksichten die Reise nach der Inscl Madeira unternahm, befand sich Graf Joseph in Begleitung der Kaiserin. In neurstcr Zeit (MĂ€rz 1868) ist dcr Graf uon dem souverĂ€nen Iohanniter'Ordcn an Stelle dcs zum Großprior in Böhmen beförder- ten Grafen Kolowrat zum Gesandten dcs Ordens am kaiserlichen Huflager ernannt worden. — 13. Joseph Anton Franz Graf von M. ssiehc die besondere Biographie S. 39l^. — l4. Kar l (geb. zu Schemm'tz 2. August 1738. gest. 23. MĂ€rz 18l6), ist ein jĂŒngerer Sohn des Freiherrn Johann Nepomuk l.s. d.Hr. ö). AnfĂ€nglich war er in den Jesuitenorden getreten, spater aber hatte er denselben verlassen, widmet? sich dem Dienstzweige seines Vaters, wurde Bergrath zu Schemnitz und dann Ooetst'Kamlmrglaf in Ungarn. Auf diesem Posten, mit dem ihm die Leitung der landesherrlichen Berg» werke in Ungarn anvertraut war. wirkte er mit großer Sachkenntniß und Umsicht in der verdienstlichsten Weise. Seiner Energie ist die Herstellung der ihrer Schwierigkeiten und sonstiger Hindernisse wegen bis dahin vergeb» lich versuchten Straße im Antalergrunde zu verdanken. Durch dieselbe wird die wichtlge Bergstadr Schemnitz mit den Nachbar>Comi. taten in unmittelbare Verbindung gebracht. Freiherr M.. nachdem er die geheime Naths« wĂŒrde erhalten und als ungarischer Oberst« kammergraf Mil irt worden war, starb zu Wien in hohen Jahren, und sein Sohn Io« seph pflanzte die ungarische Linie fort. — 13. Kar l Maximil ian vou M., ist ein Sohn des im. Jahre 170ö in den Frei» hcrrnstand erhobenen Maximi l ian M. aus dessen Ehe mit Susanna Theresia Mosov von Bitenfeld. Maximi l ian stand mehrere Jahre in kaiserlichen Kriegs» dienstm, dann trat er aus denselben, und im FĂŒrstenthume Troppau seßhaft, leistete er dem Staate bei verschiedenen Gelegenheiten, insbesondere aber, als König Johann Sobieski von Polen zum Entsahe nach Wien eilte, vortreffliche Dienste. Sein Sohn Kar l Maximi l ian war auch MilitĂ€r; und weigerte sich als solcher, dcn Huldi« gungseid abzulegen. Als er aber spĂ€ter die vĂ€terliche Vcrlasscnschaft an' sich bringen wollte, wurde ihm dieß verweigert, da seine Huldigungs'Vcrwcigerung Veranlassung war der kaiserlichen ErklĂ€rung vom 22. Februar 1715, zu Folge welcher kein vogtbar gewor« dener Mann dcs höheren wie des BĂŒrger« standes vor Adlegung der Erbhuldigung be, sitz» und erdfĂ€hig sei. — l6. Maximil ian Joseph Graf M. (geb. 30. Mai 1709, gest. zu Brunn 18. JĂ€nner l?82), ein Sohn des Freiherr« Ernst Mathias ^ r . 7) und der Stifter der heutigen Ă€lteren grĂ€flichen Linie, Der Graf trat im Jahre l730 in die kaiserliche Armee, in welcher er in den Kriegen feiner Zrit, namentlich in jenen mit Preußen mit Auszeichnung gedient hat. Er war es, der im Jahre 4778 den Versuch Prrußens, sich Teschcns zu bemĂ€chtigen, vereitelte. Im genannten Jahre war der Graf General der Cavallerie und Genera^Commandant in BrĂŒnn. Aus dem Diplome vom l l . Sep« tember 1763, init welchem ihm und seinem Bruder Johann Baptist der Grafenstand
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Volume 18
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Metastasio-Molitor
Volume
18
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1868
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
522
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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