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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Volume 18
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Page - 400 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Volume 18

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Madota 400 Mms^ek „Das Troppauer oder Faust'sche Haus in Prag".^ Einige Sproßen des Herreugeschlechtes Mladota von Jalopisk. Wmn man die Geschichte des Hauses nach den Urkunden und Quellen. die über dasselbe vorliegen, verfolgt, so begegnet man. wie überhaupt bei dem Adel drr Ver« gangenheit, ruhmvollen hochherzigen Thaten, edlen Bestrebungen, kurz, Handlungen, wie sie dem Adel ziemen, der ein leuchtendes Vorbild alles Großen und Guten, der Be» deutung seines Wortes entsprechend, e^del sein soll. l. Adam Heinrich, Sohn W i l« Helm Heinrich'S aus dessen Ehe mit M a» ria Magdalena Studenihky, trat in den geistlichen Stand, war Dechant zu Chrast, dann an der St, V?itkirche auf dem Prager Schlöffe und seit i702 Propst zu Allerheiligen, Von ihm sind mehrere festliche Gelegenheits» reden in uechischer Sprache im Drucke er« schienen. — 2. Ferdinand Anton, sein jüngerer Bruder, war Besitzer des Troppauer oder sogenannten Faust'schen Hauses (Nr. (1, 302) in der Prager Neustadt, und mit Erfolg bemüht, die alten Privilegien, welche dieses Haus unter den Herzogen von Troppau be« sessen hatte und unter welche auch das Asyl» recht gehörte, mehrentheils wieder zu erwerben. In Folge dessen ließ er über dem Einfahrt» thore auf einer, bei den späteren mit dem Hause vorgenommenen Veränderungen ab» Handen gekommenen rothen Marmorplarle folgende Inschrift in vergoldeten Buchstaben andringen: Nas asäs« vstsi-um t'avoi- ut «IsinsMia, OlliniduL «xslütk» ^uridnL 6356 Hubst. H,uäs2t er^o Hu^um nsrno ssrvils minari 3. Ein Franz Joseph W.. der Vater I o seph Peter's, welch letzterer mit der Erbland»Thür' hüterwürde ausgezeichnet worden, hat gleich seinem jüngsten Bruder Johann Wi lhelm, dessen Treue in seiner Lebensskizze dargestellt worden, für seine rechtmäßige Königin den Opferiod erlitten. Er war Kreishauptmann deS Berauner Kreises, befand sich aber wäh< rend der Belagerung Prags durch die Bayern und ihre Verbündeten in der Stadt, in wrl> cher er an dem Kampfe gegen die Belagerer Theil nahm und in einer der Trancheen durch eine Muskete so schwer verwundet wurde, daß er an den Folgen dieser Wunde starb. — 4. Franz de Paula, des Freiherrn I o» sefth Peter Sohn. übernahm nach dem Ableben seines Vaters das Faust'sche Haus und setzte daselbst die Bereitung jener drei, lange für kostbare Geheimmittel gehaltenen Präparate fort, deren bei seim'm Vater Io» sepb Peter lsiehe den Folgenden) Erwäh» nung geschieht. Seit dem Jahre 1838 ist das Faust'sche (Mladota'sche) Haus für das Taubstummen. Institut angekauft. — 5. Joseph Peter, gemeiniglich bloß Io< seph genannt. Freiherr von M, ist derje» nige, der der Erste das Erbland'Thürhüter« amt erhielt. Er betrieb fleißig das Studium der Chemie und beschäftigte sich mit der über« aus einträglichen Erzeugung des Luftsalzes, Luftwassers und Luftöles, welche zu jener Zeit sehr beliebte und gesuchte Präparate aus dem eigenthümlichen Salze gewonnen wur» den, das der Grauwackenschiefer des Hrad» schin, namentlich in den Felsenwanden der Bruska, auswittert. Ein Di>. Zauschner behandelte dieses Mineralsalz ausführlich in der im Jahre l?68 erschienenen Monographie: „Ds 82,16 8. mi»h?QloFi2 kanä. ÄLLcrixtk Kto." — 6. Joseph Peter's Bruder Wenzel diente in der kaiserlichen Armee im Dragoner- Regnnente Savoyen, und fand den Helden« tod in der Schlacht bei Kullin (t». Juni 1737). Wappen. In Noth ein rechtsschräger, mit drei nacheinander gesetzten schwarzgeweckten Rau« ten belegter silberner Balken. Auf dem Schilde ruht die Freiherrnkrone, auf welcher sich zwei zueinandergekehrte gekrönte Tur» nierhelme erheben. Aus den Kronen beider Helme gehen heruor zwei rothe, mit ihren Sachsen zueinandergekehrte Adlersiügel, deren rechter schräglinks und deren linker schräg« rechts von dem mit den drei schwarzen ge« weckten Rauten belegten silbernen Balken durchzogen ist, Die Helm decken sind rechts roth, links schwarz, zu beiden Seiten mit Silber belegt. Mmszek, Michael Georg (Staats, mann, geb. zu Wisniowcze in Gali» zien im Jahre 1748, gest. ebenda im Jahre 1806). Entstammt einer alten pol» nischen Adelsfamilie, jener derMniszek« Vandal in auf Groß-Konczyc Grafen v. Ossownica, über welche die Quellen S. 402 Näheres mittheilen. Der damals in Polen herrschenden Unsitte gemäß
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Volume 18
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Metastasio-Molitor
Volume
18
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1868
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
522
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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