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Kinder: Graf Georg (geb. l4. März l82
vermalt mit Amm geb. von H«ln5lw,- Graf
Andreas (geb 2l. November 1823),
mält mit Anna EliMtl) geb. Gräfin pol^'
pillnua (geb. <827). aus welch letzterer Ehe
ein Sohn stammt: Graf Leon (geb. 183
'I'lii-ovkkiuF»), d, i. Die Wappen oeö
polnischen ^ldels. »on Vartosz Paprork i
gesammelt und veröffentlicht im Jahre l!»d>4.
Ausgabe des Kasimir Ioj. Turowski (Kra»
kau l838, Verlag der Vidliowka p'^^ku, 4".)
S. ?4N. — Nn <; )sk 1 <» i> o <! i ^ n p u xv 8 2 ooN-
!1H, d. i. Allgemeine Encyklopädie (Warschau.
S. Orgelbraud. gr. «".) Bd. XVII I , S. l'99.
— (Kneschke, Ernst Heinrich Dr.) Deutsche
Grafen'Häuser der Gegenwart. I n heraldi-
scher, historischer und genealogischer Beziehung
(Leipzig l854. T. O Weigel. 8«.) Vd. I l l ,
S. 233. — Derselbe, Neues allgemeines
deutsches Adels Lexikon (Leipzig l8l»3, Bernh.
Friedr. Voigt. gr. 8».) Vo. VI , S, 3l4 —
GothaischeS genealogisches Taschen»
buch der gräfl ichen Häuser (Gotha,
IustuS Perthes, 32«.) XXXlX. Jahrgang
(l8«6). S. li?8. — Historisch-Heraldi,
scheSHandbuch zum genealogischen Taschen-
buche der gräflichen Häuser (Gotha l85l>, Just.
Perthes. 32«.) S. <>0V.) — Hicr sei noch be.
merkt, daß in neuerer Zeit für die beiocn
Geschlechter oer Mniszek eine abweichende
Schreibweise beliebt wird. und zwar am Ende
mit einem ch für die Mni sz ech «Äa noa»
l in, und cnn Ende mit einem k für die
M n i 5 z ek«V u z c n in. Diese Annahnie einer
veränderten Schreibweise ist eine ganz will»
kürliche und die eigentlich richtige ist mit k,
mit welcher lle bei Paprocki und in den
Diplomen erscheinen.
Einige demerkensuierthe Mitglieder der beiden
Fümilicll FtlliZ^ck-Vnltdalill und Mnis^ek»
Ku^cilin. 1. Georg August Mniszek»
Vandal in (geb. zu.Kra.kau im Jahre!7l3,
gest. zu Dukla in Galizien im Jahre N78).
Sein Vater Joseph war Castellcm von
Krakau. Georg August war ursprünglich
Starost von Sanok. im Jahre 1724 Oberst«
jägermcister der Krone, im Jahre l733
Unterkämmerer von Groß'Lithauen, im Iuhre
l742 Kron'Hofmarschall. zugleich General
von Großpolen und Starost mehrerer Sta<
rosteien. Mit einer Tochter des zu seiner Zeit
so mächtigen Minister V rüh l vermalt, hatte
M. großen, wenn auch nicht eben glücklichen Einfluß auf Polens G„schicke. Stanis laus
August, der es unterlassen hatte, ihm seine
Huld "zuzuwenden, hatte an ihm einen ener-
aischen politischen Gegner, und Mniszek
war riner der Ersten, der die Partnungen
im Neichsrathe ausbeutete, um den Zwiespalt
um so höher zu steigern. Als General von
Gwßpolen zwang er Kalisch zuerst zum
Beitritte zur Konföderation. Im Jahre l7«7
legte er seine Hofämter nieder, wurde im
Jahre l?73 Castellcm von Krakau, seine
großpolnische Gcncl^lswürde beibehaltend.
Seine Frau hatte thätigen Antheil an der
Barer Conföderation, und intriguirte, außer»
halb des LandeS, mit allen Kräften für daS
Verderben desselben. Eine politische Intri«
guantin erster Classe und entschiedene Gegnerin
des KönigS Stani6 laus August, fügte
fie ihm und dadurch aber auch dem von
den Parteiungen des Adels ohnehin schwer
heimgesuchten Lande nachhaltigen Schaden
zu. — 2. Kar l Mn iszek'Vand a l in
(geb. t?!)4. gest. zu Wisniowcze in Galizien
im I . l34l»), ein Sohn des Michael Georg,
dessen Lcbensskizze bereits l^S. 400) mitgetheilt
worden. Kar l war Mitglied des zu Krzemie»
niec aufgestellten NrzichungsratheS. Meist lebte
er auf seinem Schlosse zu Wisniowcze, das er
bald zu einem Arsenale der Wissenschaft um<
geschaffen hatte. Er sammelte mit rastlosem
Eifer und mit Sachkenntniß Bücher, nament-
lich historischen Inhaltes, und brachte die
seltensten und kostbarsten Werke in seinen
Besitz. Er selbst beschäftigte sich umlnterbro«
chen mit historischen und heraldischen For«
schungen, in welch letzteren er auch unge»
wohnlich bedeutende Kenntnisse besaß. Nach
dieser Richtung hin fanden sich auch nach
seinem Tode auf seinem Schlosse zu Wis«
niowcze in Handschrift mehrfache Arbeiten
seiner Hand, welche noch daselbst aufbewahrt
werden. — 3. Mar ia Iosepha Grasin M.
Nagler in seinem „Allgemeinen Künstler«
Lexikon". Bd. IX, S. 328. gedenkt dieser
Dame. und berichtet von ihr, daß sie Blu«
men ma^te, zeichnete, und daß von ihr
im Jahre l767 ein geätztes Blatt, einen
Blumenstrauß vorstellend, erschienen ist. —
4. Ursula Mniszek (gestorben nach pol«
nischen Quellen zu Lemderg im Jahre
t8l6, nach dem „Genealogischen Taschen«
buche der gräflichen Häuser" aber bereits am
7. October l806). war die Gemalin Michael
Georg'S M. ss. d, S. 4lil)). (Kroßmar-
schalls der Krone, mit dem sie der Zusam«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Volume 18
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Metastasio-Molitor
- Volume
- 18
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 522
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon