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llochetti 404 Alochnacki
menkunft der Kaiserin Kathar ina I I . uon
Rußland mit König Stanis laus Ponia-
towski von Polen, welche im Jahre i757
zu Kiew Statt hatte, beiwohnte Sie hat
dieselbe mit allm Einzelnheiten in ihren
handschriftlichen Aufzeichnungen g^nau be<
schrieben. Diese Memoiren der Gräfin sind
in dem Werke uon Kozmian: „W>oi
I>2otlo^'ii:^iu" abgedruckt und aus demselben
in russischer Uebersetzung uon Sawal jew
zu Petersburg im Jahre i«43 erschienen.
Mochetti, Franz (Arztund Schrif t,
stell er, geb. zu Como 21. October
1766, gest. ebenda 16. März 1839).
Die medicinischen Studien beendete er
an der Hochschule zu Pavia, an welcher
damals Vol ta und Masche roni lehv
ten, deren Zuneigung der strebsame junge
Mann ;u gewinnen wußte. Im Jahre
1791 erlangte er die medicinische Doctor»
würde. Nun unternahm er eine wissen»
schaftliche Reise nach Deutschland und
ließ sich nach seiner Rückkehr in Tremez-
zina nieder, wo er die ärztliche Praxis
ausübte. Darauf war er einige Zeit
Mitglied des sogenannten Rathes der
Jungen (ttonüjFlic, äsi junior!) zu
Mailand, bis er im Jahre 1803 die
Lehrkanzel der Naturgeschichte zu Como
übernahm, welcbe er bis zu seinem im
Jahre 1839 im Alter von 73 Jahren
erfolgten Tode bekleidete. I n der Zwi-
schenzeit, im Jahre 1815, wählte ihn
die unglückliche Fürstin Ka'rol ine, da»
malS Prinzessin von Wales, zu ihrem
Leibarzte, in welcher Eigenschaft er sie
auf ihrer Reise durch die verschiedenen
Städte Italiens begleitete. M., der eine
vielseitige Bildung besaß, war auch nach
mehreren Richtungen, als Arzt, Poet,
Topograph und philosophischer Schrift«
steller thätig. Seine durch den Druck ver»
öffentlichten Schriften find in chronologi-
scher Folge: ,,^)s vss/e?«?l/5/nm» «5« ?'«
^«mat lns" (!793, 4".), welche Ab-
Handlung ihm die Aufnahme in die Akademie der Wissenschaften zu Göttin-
gen verschaffte; — „ ^ ?a Me« ^o/o-
?lloa" s^raoovill. 1794, 4".); — „A/sei
" ftlilano 1816); —
s cls/ FaFo" ^(üomo 1821,
1833, 8".
, 8".j. Auch be-
sorgte Mochetti die Herausgabe der
Werke Rezzonico's, welche er unter
dem Titel: „O^ere cli (1. (3^8t0Utt äcilla
^ori'k cli I-i622oiil00" (O'ouao 1813 bis
1830) in zehn Bänden (in 4". und in
8o.) veröffentlichte.
illlltitl'j N6Ü6 80161^26, ItzttSI'6 U<1 !l,I'ti 6(i^
sVuue i^.«. <837, ti^ oZ'l'atia, 6i ^.Ivl60i>oli,
3i>. 8".) I'ouw IX. - P o iN! e nd orff ( I .
C.). Biographisch ' litcrarischeö Handwörter«
liuch zur Geschichte der eracten Wissenschaften
(Leipzig l«39 . Ioh. Ämdr, Barth, gr. «".)
Vd. I I , Sp. l<>4. — Nuuvbi io ü io .
Dl<.lc»t, 8".) 'IVluu
XXX.V,st
g.,
Wochnacki, Basil ^Sckrift steller,
geb. in Galizien im Jahre l778, gest. zu
Czortowiec im Kolomäer Kreise Ga-
liziens im Jahre 1844). Sechzehn Jahre
alt, trat er in die Reihen KosciuSzko's.
Verwundet, kehrte er auf Krücken heim
und vollendete auf der Iemberger Univer«
sttät die rechtswifsenschaftlicheu Studien.
Nachdem er an derselben die Doctor«
würde erworben, beschäftigte er sich,
ohne die zur Advocatur nöthigen Erfor-
dernisse erlangt zu haben, mit Rechtsge«
schäften, und wurde von dem höchsten
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Volume 18
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Metastasio-Molitor
- Volume
- 18
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 522
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon