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Moistry 41« MocsÀry
publicistische Artikel auS seiner Feder.
Als nach den Reformen, welche nach dem
Jahre 1839 in den politischen VerhÀlt-
nissen Oesterreichs eintraten. mit kon.
Einladungsschreiben vom 14. Februar
1861 der ungarische Landtag auf den
2. April genannten Jahres einberufen
wurde, wurde auch M. in das Abgeord«
netenhaus gewÀhlt, stimmte in der dama«
ligen erregten Debatte, ob mau die ki>
n'lgliche Botschaft mit einer Adresse oder
mit einem Beschlusse beantworten solle
^vergleiche darĂŒber die Lebensskizze von
Paul IĂ€mbor . Bd. X, S. 60). fĂŒr die
Adresse und war der entschiedenste Ne-
prasentant jener Idee, nÀmlich der dua.
listifchen, die nach mannigfaltigen erfolg-
losen Experimenten sechs Jahre spater
als Basis der neuen Constituirung
Oesterreichs angenommen wurde. âWenn
Oesterreich sich eine sichere Zukunft schaf-
fen will", sprach MocsĂ€ry, âso benutze
es jene Elcmente, die vielleicht noch zu
benutzen sind, die noch in ihrer ganzen
Kraft bestehen, nÀmlich die PietÀt der
Ungarn fĂŒr den König und das König-
thum, und seine starke AnhÀnglichkeit an
die GesetzmĂ€Ăigkeit. (5s nehme dcn Dua-
lismus an. bei welchem es durch Jahr-
Hunderte groà und mÀchtig sein konnte.
Ich gebe zu, daĂ die InslcbcufĂŒhrung
der 1848ger Gesetze den Dualismus
scharfer hinstellt, als dieser bisher bestan-
den; doch, wo sieht geschrieben, daĂ bei
diesem schÀrfer ausgeprÀgten Dualismus
die österreichische Monarchie nicht beste-
hen kann? Ist der Dualismus versucht
worden, ist dessen Unmöglichkeit erwie»
sen? Durchaus nicht. Es kann scin, daĂ
in Folge dessen die österreichische Staats-
föderation eine ganz andere Gestalt an-
nimmt; es kann sein, daĂ in Folge der
natĂŒrlichen Entwickelung der Dinge der
Schwerpunct der österreichischen Monal> , chie auf einen gan; anderen Ort fallen
wird, als wo er bis jetzt war, doch muĂ
deĂhalb die Monarchie sich nothwendiger
Weise auflösen, ist es im Gegentheile
nicht möglich, daà dieà derselben die seit
lange vergeblich gesuchte Festigkeit geben
wird?" Diese so viele Jahre von der
Verwirklichung der dort angedeuteten
Idee ausgesprochenen Worte erhalten
durch die Sachlage der Gegenwart nur
eine um so höhere Bedeutung. AuĂer
obiger Schrift ĂŒber das sociale Leben in
Ungarn hat M. noch die folgenden her-
ausgegeben.' â ^o^^am^/l a nsmASilisi^
es a n<3//i25:5iH< t^H /«?v?^6tt?i") d. i. Pro«
gramm, dio Nation und die Nationali-
tÀten betreffend (Pesth 1800, Moriz
RĂ€th. 8«.) â und â.4 5ĂŒ><^^ /^».
c '^sĂŒ") d. i. Die Frage der Fragen (ebd.
1866. gr. 8".).
d. i. Schrift«
stellcr. Snmmlmrj, UD
Zwcitcr, dcn rrst^n ^ Theil
rische N cich 6 tag 180 l (Pchh l^ li 1, Ostl!r'
lamm, i>".) Vd. I I , S l2«-l37 â Vu^/
kul 65 licm^ulcivucli tÀdiiilcka,!, d. i. Die
Falnilicn UngarnĂŒ mit Nappcn und Stamlu«
tafeln (Pest!) liiUO. Moriz Riitl). 8".) Vd. VII ,
S. l»l9 u. f. â PortrĂ€t. Dasselbe ini Hulz«
schnitt iill odrrl^'Ă€hnll'N Kl^ll'ndrr uon MĂŒ l<
ler und Vcih ot fm daĂŒ ^al)r l«U7. S, l«1
â Derselben H'nnilir lin^l-horif, ist Anton
MocsÀry (^c!), zu Voz6k in Niluarn am
17. Hcptrmkcr N^?, z;rst. im Jahre l«^0),
dcr als Tupograph drö Comitatcs. wo seine
Familie bcgĂŒtctt ist. sich bekannt gmmchl hat
Er ist nÀmlich der Verfasser und Hcrauc>uel.'cr
d i. Olschichtc, Geographie und Statistik des
Ncogradli- iHumitatcS, ^ Blinde (Pcsih l^«).
Noch l!ab er heraus: â ^ Ut^lc-U daniteilg,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Volume 18
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Metastasio-Molitor
- Volume
- 18
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 522
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon