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Moelk 4t? Moelk
bekannt. Von seinen Werken sind anzu»
fĂĽhren eine ĂĽberlebensgroĂźe Wenzelstatue
welche auf dem Ringplahe in Koljanowih
aufgestellt ist, und das Grabdenkmal fĂĽr
die Tochter der Baronin von Stawin»
sky in Rokov nächst der Bahnstation zu
Wadowice in Galizien, das eine auf
einem Felsen fitzende trauernde weibliche
Figur mit einem Kinde darstellt. Beide
Figuren sind in Lebensgröße ausgeführt.
Man rühmdMöldner's Arbeiten Cor»
rectheit in der AusfĂĽhrung nach.
Präger Morgenpost (Iocalblatt) l«ll8,
Nr. 144.
Woelk, Joseph Adam von (Maler
in Steiermark in der zweiten Hälfte des
achtzehnten Jahrhunderts). Allem An
schein nach aus Tirol in der ersten Hälfte
des achtzehnten Jahrhunderts gebĂĽrtig.
Sein Vater Math ias war selbst Maler
und wahrscheinlich auch der Lehrer des
Sohnes, der sich durch seine Arbeiten
einen Namen gemacht und sogar den
Adel erworben hat. Um und vor 1780
lebte und arbeitete er in Tirol, wo, wie
es in seinem Adels«Diplome heißt, „ver°
schiedene Werke von seiner Hand vovsin-
dig sind". I n WĂĽrdigung dieser seiner
Geschicklichkeit wurde er auch schon im
Jahre 1784 zum k. k. Kammermaler er»
nannt. Von seinen Arbeiten in Tirol —
nebenbei sei bemerkt: im „Tirolischen
KĂĽnstler-Lexikon" fehlt sein und seines
Vaters Name — sind nur die Fresken
in der St. Nikolauskirche in Innsbruck
bekannt. Zahlreicher hingegen sind die
Nachrichten von Moelk'S Arbeiten in
Steiormark, und zwar befinden sich in
Gratz selbst inder M in oritenkirche
zu Mariahilf die Fresken auf den Ge<
wölben und Wänden der ganzen Kirche,
welche die Wunder und Hilfeleistungen
der h. Gnadenmutter zeigen; M. hat
dieselben im Jahre 1769 gemalt; —in
o.Wurzbach, biogr. Lexikon. XVIII. der Pfarrkirche zu St. öeonhard in
der St. Leonharder Vorstadt das Altar«
bild auf dem rechten Seitenaltar, „Neci
H. Florian" darstellend; — im Cister>
zienserstifte Rein nächst Gratz die
Fresken des Plafonds, im Jahre l766
im Auftrage des Abtes Maria Pit te.
r i ch gemalt; — in der Kirche zu M aria
Trost nächst Gratz die Fresken des
Plafonds und der oberen Seitenwande,
mit Darstellungen aus der Bibel und
aus dem Leben der Gnadenmutter Ma<
ria; — in der in der Nähe des Marktes
Weiz in Steiermark gelegenen schönen
Kirche zu Weizberg die Fresken, im
Jahre 4771 gemalt, und ebendaselbst
auch die Altarblätter der sechs Seiten»
altäre: „Nrr H. Niihruater Joseph", —
„MH.Znull", — „Weh. Dreifaltigkeit", —
„Nll°l h. Abendmahl", — „Her Tod des heil.
Anoerins" und „Ner «Gad des heil.
Nrpemnk", fĂĽr welche Arbeiten
zusammen der Künstler mit 3000 fl. ho»
norirt wurde; — in der Kirche zu Lebe»
ring bei Hartberg die Fresken, im Jahre
1772 gemalt; — in der Stadtpfarrkirche
zu FĂĽrst enfeld das Hochaltarblatt,
„Nie Gaule l5hri5ti" darstellend, im Jahre
1779 gemalt; — in der Kirche des nach«
mals unter Kaiser Joseph I I . aufgeho»
benen Augustiner«Chorherrenstiftes Pol '
lau vier Altarbilder, und zwar das
Hochaltarbild: „NerMartertlld des heil.Veit",
16 Schuh hoch und 14 Schuh breit; —
Der H. Zlngnbtin"; — „Nie heilige Familie"
— und „Johann NeMimk", alle vier im
Jahre 1779 gemalt. Auch auĂźerhalb
Oesterreich hat der KĂĽnstler gemalt, so
z. B. wurde er im Jahre 1787 nach
Nymphenburg berufen, um im sogenann-
ten Kaffeezimmer des Schlosses den Pla-
fond Hl klVsoo zu malen. Mehrere von
den bisher angefĂĽhrten Oelbildern sind
wohl nicht mehr vorhanden, denn so
:. 16. März 1868.) 27
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Volume 18
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Metastasio-Molitor
- Volume
- 18
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 522
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon