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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Volume 18
Page - 430 -
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Page - 430 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Volume 18

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Mst 430 er Ein Sohn des Obigen. Joseph I g u a Wilhelm (geb. zu Troppau in Oesterreichisch< Schlesien im Jahre l8N3). betrat gleich seinem Vater die militĂ€rische Laufbahn und begann dieselbe im Jahre l8iĂ€ als Cadet im 20. In< fanterie Regiment?. Am 7. October d, I . zum FĂ€hnrich im Regimente ernannt, wurde er im MĂ€rz l8i9 in gleicher Eigenschaft in das 8. Infanterie, Rossiment ĂŒberseht, in welchem er am 6. Februar 1824 zum Unter«, am 15. MĂ€rz 183t zum Oberlieutenant, am t. Augusi^838 zum CapitĂ€n und am < MĂ€rz 1842 zum wirklichen Hauptmann vorrĂŒckte Am 10. MĂ€rz 1549 wurde er Major im Re gimente, als solcher trat er im Juni 1830 nach 35jĂ€hriger Dienstzeit in den Pensions stand. Im Jahre 1821 hatte M. die Erpe dition nach Neapel mitgemacht; im Jahr« 1848 nahm er an der Crrnirung Venedigs und der ErstĂŒrmung Wims Theil. AnlĂ€ĂŸlich der Vertheidigung des Zeughauses am 6. und 7. October 1848 erhielt er mit Allerh. Hand> schreiben, ÀÀo. OlmĂŒtz 22, October d, I,, den Orden der eisernen Krone dritter Classe. Am 28. October d. I . hat er die sogenannte Rie» seN'Barrikade in der IĂ€gerzeile mit einer Ab» theilung seiner Grenadier'Compagnie erstĂŒrmt. Den OrdenSstatuten gemĂ€ĂŸ wurde er mit Diplom Ă€cio. Wien 24. Juni 1858 in den Rctterstand, mit HinzufĂŒgimg des neuen PrĂ€ dicates uon Ienstein, erhoben. Joseph Ignaz Wilhelm Ritter uon Möse, Edler von Nol lendorf und Ienstein, hat in Folge dessen ein wesentlich vermehrtes und verĂ€ndertes Wappen erhalten. Gcvierteter Schild mit Herzschild. Den blauen Herzschild durchzieht an Balkenstelle ein natĂŒrlicher Re» genbogen 1 ist in Gold und Noth lĂ€ngs« getheilt und mit einer eingepfropften blauen Spitze versehen; im lĂ€ngsgetheilten Felde sieht man zwei zueinandergekehrte Löwen mit ge> wechselten Tincturen, das auf der Theilungs- linie liegende gesenkte Schwert mit goldenem GefĂ€ĂŸe pfahlweise haltend. In der blauen Spitze erblickt man drei weiße Tauben (im Schilde des Vaters sind es natĂŒrliche Meisen, dem Namen Möse entsprechend), eine ĂŒber zweien gestellt; 2 und 3: in Blau ein recht« wĂ€rts aufspringender silberner rothbezungter Panter; 4.» in Roth eine Burg mit drei Zin» nenthĂŒrmen, deren mittlerer erhöht ist. Die Vurg ist aus Quadersteinen, und im offenen spitzig gewölbten Thore steht ein Mann im silbernen Harnisch mit geschlossenem Visir, vorwĂ€rtsgekehrt, in der Rechten ein blankes Schwert an goldenem Griffe zu Boden, die Linke in die HĂŒfte stemmend. Auf dem Schilde ruhen zwei gekrönte Turnierhclme. Aus der Krone des rechten Helms wallen drei Strau» Â«ĂŸenfedern, eine silberne zwischen blauen; aus der Krone des linken wĂ€chst ein goldener rothbezungter Löwe mit ĂŒber sich gezĂŒcktem Schwerte an goldenem Griffe. Die Helm- decken sind rechts blau mit Silber, links roth mit Gold belegt. ^Mtterst and s 'Di . plom vom 24. Juni l8ĂŒ8.^ Moser, Johann (epigrammatischer Dichter, geb.zu Wien im Jahre 1767, Todesjahr unbekannt). Im I . 1783 trat M. in den Orden der VĂ€ter der frommen Schulen, welchen er aber schon nach drei Jahren wieder verließ, worauf er eine Erzicherstelle bei den Söhnen des dama« ligen Ministers Grafen Chotek annahm. Sechs Sohne des Grafen, je nach Ab« stufung ihres AlterĂ€. unterrichtete er durch dreizehn Jahre. Dann privat! si» rend, setzte er die begonnenen Rechtsstu« dien fort, und erhielt nach deren Beendi» gung im Jahre 1802 eine Anstellung bei dem k. k. Oberst.Hofmarschallamte, wo er im Jahre 1833 die Stelle eines Offi- cials bekleidete. Seit dem Jahre 1843 — damals war er bereits 76 Jahre alt — erscheint er nicht mehr im Status der besagten Hofftelle, sein Posten ist durch Jemand anderen ersetzt und er entweder pensionirt oder bereits gestorben. M. war in frĂŒheren Jahren, namentlich in den ersten drei Iahrzehnden dieses Jahrhun- derts, ein fleißiger Mitarbeiter der Wie» ner, aber auch auslandischer Journale, welche kleinere poetische, vornehmlich epi» grammatische Arbeiten aus seiner Feder brachten. SelbststĂ€ndig hat er einen Band „Sinngedichte" (Wien 1802, Gei- stinger, 8o.) herausgegeben. Feierstunden fĂŒr Freunde der Kunst, Wis« senschaft und Literatur. Herausgegeben uon I. S. Ebersberg (Wien 1833. I. P. Sol« linger, 8".) S. i«33 sin den „Blattern zur
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Volume 18
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Metastasio-Molitor
Volume
18
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1868
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
522
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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