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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Volume 18
Page - 435 -
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Page - 435 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Volume 18

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Moga 433 Mohn Kirchen, die zu diesem Ritus gehören, und Suffragan des Metropoliten in Carlowih. Bischof Moga wurde im Jahre 1810 Bischof der nicht unkten Walachen in Siebenbürgen, und auch an ihn traten mannigfache Versuche heran, ihn zur Vereinigung mit Rom zu wegen. Es war sogar der papstliche Nuntius am kaiserlich österreichischen Hofe, Monsignor de Luca, eigens nach Siedenbürgen gereist, um durch die Kr^ft der Ueberredung diese so sehr gewünschte Vereinigung zu bewirken. Die unirte Kirche bietet auch mancherlei Vortheile, so z. B. wird von Seite des Staates für ihre Bildungsanstalten und andere kirchliche Zwecke Manches gethan, dessen die Nichtunirten sich nicht zu erfreuen haben. Nichtsdestoweniger war Bischof Basilius Moga nicht zu gewin« nen, und widerstand mit consequenter Festig« keit allen Lockungen der Union. Mit seinem mäßigen Jahreseinkommen sich begnügend, entsagte er entschieden äußeren Vortheilen, die nur mit dem Preisgeben dessen gewonnen werden konnten, was bei ihm Ueberzeugung war. Als er aber starb, zeigte sich auch die Verehrung, die er im ganzen Lande genoß. Er galt seinen Anhängern als rin Heiliger, und von Nah und Fern kam Alles herbei, um die letzte Ehre dem Dahingeschiedenen zu erweisen. So geschah es denn auch, daß die Aestattungsfeierlichkeit einen ungemein prunk« haften Charakter angenommen hatte. So ge» ring? das bischöfliche (Hinkommen Moaa's war, so gelang es ihm doch, einiges Vermo» gen zu sammeln, und uon demselben widmete er 29Ml) fl. zu frommen und wohlthätigen Stiftungen. Aber in der Diöcese selbst war es im Ganzen nicht am Besten bestellt, und die Mängel, welche zu Tage traten, waren eben der übelsten Art. Mit dem Unterricht im Volke stand es schlimm, konnte aber nicht anders stehen, da die Landgeistlichkeit selbst im höchsten Grade unwissend, die Schulen in einem verwahrlosten Zustande beläßt, und ein für einen besseren politischen und kirch« lichen Zustand leicht empfängliches Volk in seiner geistigen Entwickelung weit zurückge» blieben ist. ^ I l lust r i r tc Zeitung (Leip. zig. I . I . Weber. kl. Fol.) V. Vand (l845). Nr. i26. in der Rubrik Inland (Mittelspalte) ^daselbst wird Bischof Moga irrig Mag an genannt); VI . Bd. Nr. 140. S. 133: „Basi- lius Moga, Bischof der nicht unirten Wala< chen in Siebenbürgen". — Porträt. Holz« schnitt nach der Zeichnung uon I . Constand, Illustrirte Zeitung, VI . Bd. S. 153.) Mohn, Gottlob Samuel (Glas ma. ler, geb. zu Weißenfels in Sachsen 4. November 1789, gest. zu Larenburg bei Wien 2. November 1823). Sein Vater SigiSmund jgeb. 1760, gest. 1818) war selbst ein geschickter GlaS- maler. Von ihm wurde sein Sohn Gott lob Samuel mit aller Sorgfalt erzogen, auf die Gymnasien nach Halle, Berlin und Stettin geschickt, wo er einen tüchtigen Unterricht erhielt, wahrend ihm der Vater selbst die erforderliche erste An- leitung in der Kunst ertheilte. Letztere erwählte er auch zu seinem Berufe. Er begann als Silhouetteur und war als solcher in Halle seiner Geschicklichkeit wegen allgemein gekannt. Auf seinen Kunstreisen und bei der Beschäftigung seines Vaters kamen ihm mehrere Glas< Malereien zu Gesichte, welche in ihm den Wunsch rege machten, diese Kunst, die in der Baukunst des Mittelalters eine so große Rolle spielt und zu hoher Vollen» düng gediehen war, zu ihrer einstigen Bedeutung zurückzuführen. Nach einigen Versuchen gelang es ihm und seinem Vater, so schöne Arbeiten, unter anderen einen Pokal mit dem königl. preußischen Wappen, welcher dann in den Besitz des Königs Friedrich Wilhelm I I I . von Preußen gelangte, herzustellen, daß man baldbeide als dieWiedererfinder der bereits verloren geglaubten Kunst der Glasma» lerei erklärte, ein Ruhm, den sie jedoch mit dem Münchener Maler S. Frank theilen muffen, da dieser unabhängig von hnen um dieselbe Zeit schon ganz vor« treffliche Glasmalereim ausführte. Dabei muß natürlich bemerkt werden, daß Mohn's Gemälde, wie dieß der berühmte Chemiker Klaproth im Jahre 1803 in einem Zeugniß auch bestätigte, in dem Glase eingeschmolzen waren und nicht vernichtet werden konnten. Durch seine 28*
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Volume 18
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Metastasio-Molitor
Volume
18
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1868
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
522
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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