Page - 454 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Volume 18
Image of the Page - 454 -
Text of the Page - 454 -
Molin 464 Molinari
um die Thierheilkunde verdient gemacht haben.
Gesammelt von G. W. Schrader. vervoll<
ständigt und herausgegeben von Ed. Hering
(Stuttgart 1863, 80.) S. 283. — Ein Ra-
phael Mol in , ZeitgenoĂź und vielleicht ein
Sohn des Obigen, war vordem Professor der
Naturgeschichte an der Universität zu Padua.
Das lätituto äslle Loisuss, lottors sä arti
in Venedig schrieb zu wiederholten Malen eine
Preisaufgabe aus ĂĽber die rationelle Cultur
nĂĽtzlicher SĂĽĂźwasser und Seeproducte. Mo l in
unternahm zur Sammlung praktischer Ersah«
rungen über diese Gegenstände im Jahre I86l
eine Reise nach Westdeutschland und Frank«
rrich, und beantwortete die Frage, die mit
dem Preise gekrönt wurde. Die Mittel zu
seiner oberwähnten Reise erwirkte ihm das
k. k. Ministerium fĂĽr Handel und Volkswirth-
schaft. Nach dem Verluste Venedigs zog es
Mol in vor, in österreichischen Diensten zu
bleiben, als in jene des Königreichs Italien
zu ĂĽbertreten, und ist seither als Professor am
Wiener polytechnischen Institute thätig. Die
Denkschriften und Sitzungsberichte der kaiser»
lichen Akademie der Wissenschaften, mathe-
matischmaturwiffenschaftliche Classe, enthalten
zahlreiche Abhandlungen aus seiner Feder,
und zwar die Denkschriften im 3. Bande:
edi ä6FU ucosUi" (mit 4 Tafeln); — im
19. Bande, 2. Abtheilung: ^roäromu« I'au-
U26 kLimwt1ioIoFiLI.6 Vsuotks"; — in den
Sitzungsberichten. Bd. V, S. 41«:
^8uI1s tonkclis muLcuIkri 6,ol tubo iuteLti-
Qälo äel PS2L0 äonoirnliato ?l)lc« ^/i^si-
tt's", und S. 436: „8liI1a oaUo8ita kaliu^a,
' ä«i el>^!l«; — im 6. Bandr. S. 313: ^ai-
situ. äi uu ox^ei'imsuto äi ^«iielta^i"; —
im 7. Bande, S. 357.- 8^u1Ic> Lekelstro äol-
l'^ cei^ snHe^ ?>ui/i6«ltH" (mit 1 Taf.); — im
28. Bande. S. 365: „Versuch einer Mono«
graphie der Filarien" (mit 2 Taf.); — im
33. Bande, S. 117: „8nNs rsIiMio ä'nn
^ae/i.?/o^o)! diLsoteri'äto y, I^ idäno äus oro
Nolä-VLt äi NsUuuo w N6220 aU' arsullria
3ri3ia" (mit 2 Taf.); — im 37. Bande, S. 3
u. 818: „Nuovi Hlz,2/le l^>tt/ia raccotti 6ä
S8amin2ti« (mit 3 Taf.); — ebenda S. 122
und im 38. Bande, S. 7: „<7sMa?ocoi?/?sa
6 ^Vsmaiol^ sa" (mit 1 Taf.); — im 37. Bande,
S. 430. und im 38. Bande, S. 326: „vn
«,Itro osuno äulia äsutawra, äsl I»ae/t?,ot?c»i
<7ai«^l" (mit 1 Tafel); — im 37. Bande,
S. 450, und im 38. Bande, S. 706: „8u!Ia
N6tkiQorkoLi reFrssxiva 61 aleuni vsrmi i« (mit 1 Taf.); — im 37. Bande.
S. 784, und im 38. Bande, S. 911; ,,I7u»
monoFraüa <1sl ssusrs /3p!>o t^6)>a" / — im
38. Bande, S. 229, und 39. Bande. S. 479:
— im 38. Bande, S. 229, und im 39. Bande,
S. 207: „Una MonoFraKa äol ssusro ^^?i-
«il'oes^a?««" / — im 38. Bande, S. 588,.
und im 39. Bande, S. 63?: «Ilna mono-
FraMia äsl Zsusro /Vi^ sa?o^>ie?'«" / — im
38. Bande, S.588, und im 40. Bande. S. 331:
„I'rsuta sxooiL äi ^6Mat0l'e5i"/ — im
40. Bande, S. 27t u. 582: „'primitive inuLs!
aro!ii37iQQaLii Vatavini"; — im 42. Bande.
S. 4: „II Lottooräws äs^U
tHinsuti äeUs iuäa,Fini anätomions"; und
in demselben Bünde, S. 22l u. 576.- „l)s
H<2^ 'l'i?2'5 tribug doloanis". ^Zeitgenossen.
Almanach fĂĽr das Jahr 1863 (Gratz, Druck
und Verlag anfangs von Eduard Trigler,
dann von S. Settele, kl. 8«.) S. 223.)
Molin, siehe
auch: Wolliu, Dominik
i^m folgenden Bandes.
Wolinari, Christoph (Arzt, geb. zu
Trient 30. September 1723, gest.
2^ April 1784). Ueber die Verwirrung,
die mit seinem Namen angestellt worden,
vergleiche die Quellen. Molinari stu»
dirte in Wien die medicinischen Wissen-
schaften und erlangte auch aus denselben
im Jahre 1782 die DoctorwĂĽrde. Durcb
seine Praxis erwarb er sich bald den
Namen eines geschickten Arztes, dessen
Ruf immer mehr und mehr wuchs. Als
Störck ob Anwendung des Schierlings
bei mancherlei bösen, ja scirrhösen Tnt»
artungen mit de Haen sBd. VII,
S. 176^ in Streit gerieth, sich wegen
des Schierlings förmliche Parteien bildeten
und endlich zwischen den Matadoren der
Wissenschaft eine bittere Polemik, in der
medicinischen Literatur unter dem Namen
der „Schierlingstreit" bekannt, ausbrach,
standMolinari aufderSeiteStörck'g.
Molinari war auch Fachschriftsteller
und sind von ihm folgende Schriften im
Drucke erschienen:
back to the
book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Volume 18"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Metastasio-Molitor, Volume 18
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Metastasio-Molitor
- Volume
- 18
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1868
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 522
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon