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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Volume 21
Page - 195 -
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Page - 195 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Volume 21

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195 Palarik divaäio a unieni vädsc, d. i. Dalibor. Zeid schrift für Musik. Theater u. f. w. Redigm von Emanuel Mel is (Prag, 4v.) VI. Iahrg, (1863), Nr. ll) u. 11. — Dlabacz (Gott- fried Johann), Allgemeines historisches Künst< ler<Lerikon für Böhmen mid zum Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag 5813, Bo. I I , Sp. 424. rik, Johann (slavischer Schrift» ste l ler, geb. zu Rakov in der Trencsi» ner Gespanschaft 27. April 1822). Sein Vater war Lehrer und Organist. P erhielt den ersten Unterricht in der Orts< schule und lernte nebstbei Musik und Singen. Das Gymnasium besuchte er in Silein und Keeskemät. 4839 trat er zu Gran als Cleriker in's Seminar und erhielt später zu Preßburg und Tyrnau seine wissenschaftliche Ausbildung. Unter Einem beschäftigte er sich viel mit dem Studium der slavischen Ateratur, wozu er insbesondere durch die Dichtungen von Johann Hol ly Md. IX, S. 230) angeregt wurde; ferner mit jenem der deutschen und französischen Sprache. Ob seiner Hinneigung zu den slavischen In> teressen, für deren liberale Entwickelung in Religion und Politik er unablässig thätig war, hatte er von der Partei der Magyaronen, welche auf Unterdrückung, ja Ausrottung des Slavismus in Un» gärn hinarbeitete, manches Ungemach zu bestehen, wenngleich er selbst in der Förderung der Interessen seines Volks» stammes in gemäßigter Weise vorging. Im Jahre 1847 wurde P. zum Priester der Graner Diöcese geweiht und kam sofort als Caplan nach St. Tekov, dann nach 3evic, wo er die Wirren der Revo< lution 1848 und 1849 glücklich über- lebte. Im Winter 1830 kam P. zuerst nach Windschacht, später nach Stavnice und daselbst begann seine eigentliche lite- rarische Wirksamkeit, indem er am 14. März die Herausgabe des ersten slavischen Kirchenblattes unter dem Titel: „Ovril H Netdoä" begann und dessen Redaction führte. Während feine im nationalen Sinne geschriebenen kirchlichen Artikel unter der niederen Geistlichkeit der slavischen Gebietstheile jener Gegend eine zustimmende Aufnahme fanden, rie» fen sie beim Episcopat ernste Bedenken, magyarischer Seits aber Widerstand her- vor, und vornehmlich trat als Gegner der Ansichten und Reformvorschläge Pa« lärik's das magyarische Kirchenblatt „KsIiFio" und dessen Redacteur Danie« lik auf, welcher Widerstand sich alsdann noch steigerte, als P. gegen die Beschlüsse der im Jahre 1849 in Gran gehaltenen bischöflichen Konferenzen, vor Allem aber gegen jenen Protest erhob, welchem zu Folge jeder Geistliche in Ungarn zur Erhaltung und Unterstützung der Semi» narien eine jahrliche Abgabe zu leisten verpflichtet wurde. I n Folge dessen er« hielt P. eine Votladung vor das geist« liche Gericht, welches ihn, wenn er in seiner Zeitung nicht widerrufe, mit E,r» communication und selbst mit Haft be> drohte. Als P. diesem Ansinnen nicht nachkam, wurde er zu einem Monate Klosterhaft verurtheilt, welche er im Franziskanerkl oster zu Gran abbüßte. In der Zwischenzeit aber wurde eben in seinem Blatte der Kampf von seinen Anhangern und Stellvertretern mit um so größerer Heftigkeit fortgeführt, als er selbst ob seiner Verurtheilung als Märtyrer der Wahrheit angesehen wurde. Mit einem Male aber erschien eben in seinem Blatte in lateinischer Sprache eine Erklärung, in welcher er selbst drei von dem Consistorium verurtheilte Puncle widerruft. Diese Erklärung war, wah« rend er in Haft saß, ohne sein Wissen ^nd seine Zustimmung auf Befehl des Primas in das Blatt eingerückt worden. 13-5
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Volume 21
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
O'Donnel-Perényi
Volume
21
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1870
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
542
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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