Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Volume 21
Page - 205 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 205 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Volume 21

Image of the Page - 205 -

Image of the Page - 205 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Volume 21

Text of the Page - 205 -

Mffy 205 noch heute fort. Stephan's (II.) Enkel — die Kinder seines Sohnes Nikolaus (IV.) und Eleonorens Gräfin Hanach — Niko- laus (VI.) und Johann (IV.) bilden die zwei auch nach ihnen selbst benannten Haupt» linien, die ältere (Nikolai'sche) und jüngere (Iohannische). Die ältere, von Niko- laus (VI.) gebildete Hauptlinie spaltete sich mit seinen Enkeln Nikolaus (VIII.), Leo- pold (II.) Stephan und Nudolph in drei Aeste, in den alteren, mitt leren und jüngeren: der ältere Ast wurde mit Ni» kolaus' (VIII.) Sohne der fürstliche; der mit t lere, von Leopold (II.) Stephan gestiftete, erlangte in dessen Urenkel Ferdinand Graf Päl f fy , als Besitzer des Franz Graf Daun'schen Fideicommisses, die Bewilligung zur Führung des Namens P äl ffy-D au n mit dem Daun'schen Wappen (auf Grund Allerh. Entschließung vom 11. März 1833); endlich der jüngere, von Rudolph gegründete Ast spaltete sich in zwei Zweige, den älteren und den jüngeren, von denen der erstere, im Mannsstamme erloschen, nur in einem weiblichen Sproß, Euphemia, noch besteht; der jüngere hingegen in mehreren Neben» zweigen reich foctblüht. Die Mgcrc (Io- hannische) Hauptlinio spaltete sich auch in einige Aeste. welche aber alle, mit Ausnahme des von Nikolaus (VII.) gebildeten, bereits erloschen sind, und dieser letztere selbst steht nur noch — wie die Genealogen zu sagen pflegen — auf Zwei Augen, denn der einzige männliche Sproß ist nämlich Graf Johann (geb. 12. August <829) und bis zur Stunde un> vermalt. — Was die Stalideserhebungen und verschiedenen Würden und Aemter der Familie betrifft, so gelangten diese zu wiederholten Malen an einzelne Sproßen des Hauses. So erhielten die beiden Brüder Thomas (I.) und Nikolaus (II.) 1570, n. A. im Jahre 138t die Varonswürde und des Niko» laus (II.) Sohne Stephan (II.), Io< hann (II.) und Pau l (IV.) in den Jahren 1634 und 1636 den Grafen stand. Den Reichsgrafen stand sollen sie schon von Kaiser Nudo lph I I . im Jahre 1600 erhalten haben. In der älteren Linie erhielt Graf Kar l Hieronhmus mit Diplom vom 26. December 1807 in Folge kais. Handbillris vom 4. November d. I. für scine Person und eheliche männliche Descendenz nach dem Recht? der Erstgeburt, jedoch mit Ausschluß der Sei» tenlinien, den österreichischen Fürsten- stand. Auch besitzt die Familie die Erbober« gefpanschaft des Preßburger Comitates und die Hauptmannschaft des Preßbur» ger Schlosses. Diese wurden zuerst dem Hel- den Nikolaus (II.) in Anerkennung seiner Verdienste, und zwar nur für seine Person verliehen, später wurden sein Sohn Ste- phan (II.) und sein Enkel Nikolaus (IV.) in die Verleihung aufgenommen; Paul (IV.) aber erhielt die vorgenannten, mit reichen Er- tragnissen ausgestatteten Würden mit könig- licher Schenkung vom 12. März 1631 für seine gesammte männliche Nachkommenschaft auf ewige Zeiten nach Ordnung des Alters in Form eines Familien«Seniorats. So führen denn die Geschlechtsältesten einer jeden Linie und selbst der einzelnen Aeste den Titel eines Erbobergespans des Preßburger Comitates, Erboberhauptmanns des kön. Schlosses und eines Erbgrafen von und zu Preßburg. — Von persönlichen Würden und hohen Aemtern sind es besonders zwei, denen man in dieser Familie öfter begegnet, als dieß bei anderen hochadeligen Familien des Kaiserstaates der Fall ist, nämlich die Palat ins würde und der Orden des goldenen Vließes. Die erstere, speciell auf Ungarn beschränkte Würde ist, die des Königs ausgenommen, die höchste im Lande, und nur wenige Familien im Lande sind es, die zwei Palatine aufzuweisen haben, wie z. B. die Thurzo von Beth» lenfalva, die Forgäcs und die Eßter» häzy; die Familie Päl f fy 'Erdöd aber zählt drei Palatine innerhalb eines Iahrhun» derts, nämlich Paul (IV.), Niko laus (VI.) und Johann (IV.), und ebenso trugen das goldene Vließ ungleich mehrere, als in ande- ren Geschlechtern, und zwar Paul (IV.), Johann (IV), Niko laus (VI.), der Iün. gere genannt, Nikolaus (VIII.), Kar l Hieronymus, der erste Fürst, und in neuester Zeit Fidel is. — Was die Leistun- gen dieser Familie im Staatsdienste, im Heere und im Dienste der Kirche betrifft, so ragen ihre Glieder vor allem als Kriegshelden hervor und die Betheiligung derselben im Waffendienste ist eine so mächtige, daß sich Rit tersberg nicht entblödete zu schreiben.- „das Geschlecht der P^l f fy zählt am Ende des 13. Jahrhunderts 9'4 Helden, welchen ihr Hügel im Schlachtfelde stieg, oder die an dort erhaltenen Wunden gestorben". Daß 94 uno vielleicht auch mehr Helden dieses Ge« schlechtes in Waffen gestanden, mag unbe- zweifelt sein, aber den ehrenvollen Tod vor dem Feinde auf der Wahlstatt hat doch nur
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Volume 21"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Volume 21
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
O'Donnel-Perényi
Volume
21
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1870
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
542
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich