Page - 212 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Volume 21
Image of the Page - 212 -
Text of the Page - 212 -
Mffy 212
Anerkennung seiner fünfzigjährigen Dienst--
zeit. nachdem er früher noch mit dem Groß'
kreu;e des St. Stephan<Ordens ausgezeichnet
wsrden. am 4. November 1807 fsn-
sich und seine
Nackkommenschas't in den erbländischen Für<
stenstand erhoben, Ter Fürst war seit 24. April
1763 mitNaria Theresia Fürstin Aechleilstein ver>
mält. aus welcher Ehe zwei Töhne. Joseph
Franz und Nikolaus Joseph, stammen.
sFürsienstands« Dip lom vom 26. Te-
l,^ !nbcr 1807.^ — 22. Katharina, Tochter
Peter Pälffy's auf Csabragh aus seiner
Ehe mit Sopbi? Dersffy. Kathar ina
war zuerst die Gemalin des tapferen Z^eler
'littlsil!)- als dieser in seiner Hauoiluannschaft
zu Kanizsa auf dem Sterbelager sich befand,
< mpfahl er seiner Gattin als Schützer und
Freund den erprobten 5lephmi Illeshazlz
M . X, S. 196, Nr. 6), der ihr in den
kriegerischen bedrängnißvollen Zeiten Hilfe
und Beistand leisten würde. Im Iabre l380
vermalte sich Katharina mit I l ! <,' shäzy
und theilte mit ihm die wechselvollen Ge<
schicke, die ihn endlich auf den Gipfel der
Ehren, zur Palatinatswürde, brachten. —
23. Ieopold (I.) Graf P. (geb. 14. Decem.
der 468t, aest. 27. Mär; 1720), uon der
älteren (Nikolai'scheu) Hauptlinie, der äl<
teste Sohn Nikolaus' (VI.) ^Nr. 29^ aus
dessen Ehe mit Kaihar ina Elisabeth uon
Weichs; diente gleichfalls in der kaiserlichen
Armee und erhielt als Oberst in der Schlackt
bei Hochstädt. 1704. so schwere Verwun-
dungen, daß er an den Folgen derselben
einige Jahre später im schönsten Mannes-
alter, erst 39 Jahre alt. starb. Er war der
einzige uon Nikolaus' sechs Söhnen,
deren vier auf dem Schlachtfeld unmittelbar
den Tod der Ehre fanden oder später den in
den Kämpfen erhaltenen Wunden erlagen,
welcher den Stamm fortpflanzte. Seine Ge»
malin war Naria Anlonia Gräfin Aalliil dc
Fouches und Mutter uon neun Kindern, fünf
Söhnen und vier Töchtern. Auch Leopold
Pä lffy fehlt m der „Uebersicht der Generale
und Oberste, welche vor dem Feinde geblie»
den oder in Folge der Verwundung vor
demselben gestorben sind", welche Hirten-
feld's „Militär.Kalender für 1832", S. 141
u, f., mittheilt. — 24. Leopold (II.) Ste-
phan (geb. 14. December 1716, gest 9. April
1773), ein Sohn Leopold's (I.) sNr. 23)
und Mar ia Antonia's Gräfin von Sou<
ches. errichtete, erst 18 Jahre alt, im Jahre
1734 ein ungarisches National-Negiment — ! heute Kronprinz Nudolph Nr. 19 — diente
4742—1745 als General'Major bei der Armee
in Banern, dann am Main, wurde im Juli
1751 Feldmarschall<Lieutenant, am 29, Juni
1734 Feldzeugmcister. im Jahre 1?60 Gene«
ral-Feldmarschall, am 36 Jänner 1763 Groß«
kreuz des 2t, Stephan. Ordens , zuletzt,
cu.dicu1ai-io:-u!n RsFaUuin maFiste? und
commandirender General in Ungarn, al5
welcher er zu Preßburg eines plötzlichen
Todes, als er sich eben zur Tafel setzen
wollte, starb. Der Graf war (seit 21 Jan-
ner 1739) mit Naria Ic^pha Gräfin Wald-
steil, vermalt, welche ihm acht Kinoer,
uier Töchter und vier Söhne, gebar, von
denen Graf Leopold (III.) diese Linie (den
mittleren Ast) fortpflanzte. Leopold's (II.)
zweite Gemalin, Vilhelmnie Gräfin Ggilru.,
welche er am i4. April 1763 heirathete,
schenkte ihm keine Kinder, — 23. Leopold
Graf Pä l f f y -Daun (geb. 20. November
1834). ein Sohn des Grafen Ferdinand
Vä l f f y 'Daun und der Fürstin Sidonie
Lobkowitz, Er ist der älteste Bruder des
Grafen Georg ^ r . i)). Auch Graf Leo-
pold trat in päpstliche Dienste, in welchen
er zuletzt Major und erster Adjutant des
Generals Lamoric iZre war. Nach des
Generals Tode verließ er den Dienst und
es hieß, der Graf sei von einer hoben Person
beauftragt, die Geschichte des römischen Feld»
zugs niederzuschreiben, welche, da Pä l f fn
ein Liebling Lam o r ic i öre'5 gewesen und
ebensowohl in die Pläne deö Generals ein.
geweibt, alS mit der Führung uon dessen
Correspondenz betraut war, ebenso reiche als
authentische und interessante Daten enthalten
müßte. — 26. Mar ia Magdalena P u l ffn
(gest. im Mai I64l>), war eine geborne
Fugger uon Kirchberg und Weißen«
Horn und Gemalin des berühmten Aikc>>
laus (II.) ftuljfu, des Begründers der
Pälffy'schen Macht und Größe, den sie
um nicht weniger denn 46 Jahre überlebte.
Durch Mar ia Magdalena hatte Pi i l f fy
zum Theile Bibersdurg (VöröSkö) im Preß-
burger Comitate — und zwar als deren
Aussteuer — erworben, zum größeren Theile
jedoch es von den Fuager'schen Erben er>
kauft. Auch batte sie die Herrschaft Ballen«
stein in die Pälffy'sche Familie gebracht.
Anläßlich ihres Todes erschien eine Denk-,
münze, auf der Aversseite innerhalb eines
Iorbeerkranzes in neun Zeilen die Worte
weisend: ölaria. I'uFFürin 8t6Ma,nl ot.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Volume 21
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- O'Donnel-Perényi
- Volume
- 21
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 542
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon