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Pallhuber 235 PaUuccr
Jahr 1832". S. 141—153. mittheilt.
Graf Karl war mit Leopoldine ge-
bornen Gräfin Zichy vonVasonykeö
(geb. 14. Ootober 1758, gest. 28. Juni
4846) vermalt. aus welcher Ehe ein
Sohn, Marquis Eduard <geb. 9. März
1787, gest. 20. April 1839), stammt, der
sich im Jahre 1806 mit Joseph ine
gebornen Gräfin Hardegg.Glatz (geb.
2. Mai 1784. gest. 23. December 1850)
vermalte. Graf Eduard und Gräfin
Joseph ine, geb. Gräsin Hardegg-
Glatz sind demnach die Häupter der
österreichischen Linien.
Hir lenfeld (I.)> Der Militär.Maria There.
sieN'Orden und seine Mitglieder (Wien 1857,
Staatsdruckerei, kl. 40.) S. 2l7 u. i?3i. —
Der Sohn des Grafen Kar l . Graf Eduard
(geb. 9. März 1787. gest. 20. April 1839).
war ein geschickter Dilettant in der Maler«
kunst und waren von ihm in der Ausstellung
in der Akademie der bildenden Künste bei
St. Anna w Wien im Jahre 1334 folgende
Landschaftsstücke in Oel ausgeführt zu sehen:
„Castellamare"; — „Ein Zimmer mit Gemäl-
den bei Lampenbeleuchtung"; — „Ein Zim<
mer mit Gemälden bei Sonnenbeleuchtung";
— „Die FranzenSbrücke bei Mondbeleuch«
tung"; — „Gebirgsgegend bei Amalft"; —
„Grotte von Minari"; — „Die Herrengasse
in Wien"; — „Frlberbäume an der Theiß.
Skizze". Wiehnigg. Mittheilungen auS
Wien (8<>.) Jahrg. l!>34. 3. Bd. S, 203.)
Pallhuber, Jacob (Graveur, geb.
auf dem Wiese mann Hofe in Nntholz»
Niederthal im Pusterthale Tirols 12. Juli
1799. gest. zu Sand im Thale Taufer5
23. October l840). Armer Leute Kind.
die sich und die ihrigen kümmerlich durch»
brachten. Im Alten von 12 Jahren kam
der talentvolle Jacob nach Bruneck zu
einem Büchsenmacher in die Lehre und
von dort im Jahre 1816 zu dem ge.
schickten Büchsenmacher Joseph Contri«
ner in Wien, auch einem aus dem
Pusterthale gebürtigen Tiroler. Dort
entfaltete Pa l l hub er in Kürze sein ungewöhnliches Talent und durch seine
Gravirungen stieg wesentlich der Ruf sei«
nes Meisters. Im 1.1823 kehrteP. in sein
Vaterland zurück, wo seine ausgezeichne»
ten Arbeiten solche Anerkennung fanden,
daß er außer Stande war, den zahlreichen
Bestellungen zu genügen. Außer allen
Arten von Schießgewehren verfertigte er
stählerne Fingerringe en. Kant und das-
rklikl mit Wappen oder Figuren, Sigille,
Taschenmesser u. dgl. m. Eine Jagdflinte
mit Gravirungen, ebenso wegen der
Richtigkeit der Zeichnungen. wie der
Reinheit der Ausführung von Kennern
und Laien bewundert, gehört zu den
Schmuckstücken des Ferdinandeums in
Innsbruck. Sein Wunsch, nach Paris
zu reisen, der ihn, so lange er lebte,
beseelte, wurde vereitelt durch Mangel
an Mitteln, da er seinen Erwerb mit
einer armen, ihm verwandten Familie
theilte und so außer Stande war, etwas
zurückzulegen, später machte die Juli«
Revolution des Jahres 1830 sein Vor-
haben zu nichte. So blieb er in seiner
Heimat, wo er, deu Anstrengungen seiner
mühevollen Arbeit erliegend, im schönsten
Mannesalter von 41 Jahren starb.
Staf f ie r (Johann Jacob), Das deutsche Tirol
und Vorarlberg, topographisch mit geschicht«
lichen Bemerkungen (Innsbruck 1847, Felic.
Nauch, 8".) Bd. I I , S. 355.
Pallucci. Natalls Joseph (Arzt und
k. k. Chi rurg, geb. zu Toscana im
Jahre 1719, gest. zu Wien 28. Juli
4797). Studirte an. italienischen Hoch«
schulen die medizinischen Wissenschaften
und mit besonderer Vorliebe die Chi>
rurgie, in welchem Zweige er zu den
Ersten seiner Zeit zählte; eine besondere
Specialität war er in Behandlung
der Augenkrankheiten, vornehmlich des
StaarS, dann der Steinkrankheit und des
Nasenpolypen. Er hatte die medicinische
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Volume 21
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- O'Donnel-Perényi
- Volume
- 21
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 542
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon