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Hlaraoia 291 .Parama
und durch ihn wurde Paravia für die
eben erledigte Lehrkanzel der italienischen
Redekunst an der Universität zu Turin
in Vorschlag gebracht und ihm dieselbe
im Jahre 4832 auch verliehen. Seit
dieser Zeit lebte P. in der sardinischen
Metropole im Verkehre mit Männern
wie Cesare Balbo, Vincenzo Gio>
berti.SilvioPell ico. Alberto Nota,
Cefare Saluzzo u.U., und auf einem
Gebiete, dem er seit seiner Kindheit hul>
digte, als Lehrer und Schriftsteller zu«
gleich thätig. Als letzterer veröffentlichte
er zahlreiche Reden, mit denen er all»
jährlich seine Vortrage an der Universität
inaugurirte^ unter diesen nicht weniger
denn sechs — in den Jahren 1836, 4838.
4840, 4842. 1844 und 4846 — über
Karl Albert und sein Leben; dann
äs?
a" (1837); —
e ^ ^ s " (4854),
auch mehrere Fest« und GelegenheitS«
reden, als: „Fassons ps?- ?s nosss <is?
n'a« (4842); —
ölliila^e'H eil
(4849); —
(4850) u.
m. a., ferner auch mehrere vortreffliche
Hand» und Lesebücher, als: „
s" (1850)-; —
a" (4832
bis 1836); — „2>aNato
s" (4854) — und
s" (4833). Aber
nicht bloß die Lehrkanzel der Beredsam
keit bekleidete P., sondern seit Jahren
trug er an der Turiner Akademie zur
Beförderung der schönen Künste Mytho
logie und Geschichte vor, und als im
Jahre 4843 an der Turmes Hochschule
eine eigene Lehrkanzel für vaterländische
Geschichte gestiftet wurde, wurde dieselbe an P. übertragen. Als er im Jahre
4842 Secretär der obgenannten Gesell-
schaft zur Beförderung der schönen Künste
wurde, hielt er als solcher gleichfalls
mehrere öffentliche Vorträge, und als
Professor der Geschichte gab er die „^s-
ne He slfo^e'a!, ««öa^pz'na" in zwei
Bänden (4354—4834) heraus. Noch
lange nicht ist dre Zahl der literarischen
Arbeiten Paravia's, sowohl der selbst»
ständig gedruckten, als der in wissen-
schaftlichen Sammelwerken aufgenomme«
nen geschlossen. Außer den bisher ange«
führten sind besonders bemerkenswerth:
' Danils"/ 5s T-z'
" / — eine Sammlung seiner wich«
tigeren zerstreuten Abhandlungen unter
dem einfachen Titel: „OMseoN« (4837);
(1843); — ^ vsnsse'ans 6
(1830—4833), und endlich seine vor-
treffliche poetische Chrestomathie: „t?an-
SOw26?-6 ?2KKw«a^s" (4849), ein wahres
Musterbuch für alle dergleichen Arbeiten.
I m Jahre 1830, zum ersten Male nach
seiner Kindheit, besuchte P. sein Vater»
land Dalmatim und seine Geburtsstadt
Zara. Als er sich mit den verschiedenen
öffentlichen Einrichtungen und Anstalten
seiner Vaterstadt bekannt gemacht, ver«
mißts er eine öffentliche Bibliothek. Auch
diese sollte Zara nicht länger entbehren,
er trug dem Municipium seine eigene
Bibliothek, die zehntausend und mehr
Bande zählte, zum Geschenke an, welches
mit wahrem Danke angenommen wurde.
Einen Theil der geschenkten Bücher
schickte P. sofort nach seiner Rückkehr
nach Turin in seine Vaterstadt, der Rest
ward ihr nach seinem Tode zugesichert.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Volume 21
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- O'Donnel-Perényi
- Volume
- 21
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 542
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon