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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Volume 21
Page - 335 -
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Page - 335 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Volume 21

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Paft» 333 Pasta Paris. Um diese Zeit vermalte sie sich mit dem jungen Rechtsgelehrten Pasta, dir nun die Rechtswissenschaft aufgab und Sänger wurde. In Paris debutirte sie in der O^ftra dut?a: „II?i-inoixs äi lai-Hnto", ohne eben durchzugreifen, aber die Erfolge als Elv i ra in „Don Juan" und die Giul iet ta in Zinga» relli 's „Romeo und Giulietta" waren entscheidend; sie folgte nun einem Rufe nach London, wo sie als Te lein ach in Cimarosa's „Penelope" Triumphe feierte. Zu ihrer Niederkunft reiste sie nach Italien zurück und sang dann in den Jahren 1813, 1819. 1820 und im Winter 1821 dreimal in Venedig, zweimal in Padua. dann in Turin, Rom, Brescia und Trieft. Sie sang u. a. im „Sargino" von Pasr, in der „69052 5säo1ö" von Pavesi und in dessen für sie eigens geschriebenen „(ükliFo äi V2.Fäa.ä". Im Jahre 182l begab sie sich wieder nach Paris und sang bis Herbst 5826 daselbst, in London und Wien die Rollen des Romeo, der Nina, Medea, Semi- ramis und Desdemona, in der Zwischenzeit auch wahrend des Congres- ses in Verona. In Wien wurde sie zur kais. Kammersängerin ernannt und stand bis an ihr Ende viele Jahre hindurch an der Spitze dieses Elitecorps, zu dem noch heute die Lutz er, Unger, Tadol in i , Medori und Bramb il la zählen. I n Folge eines Streites mit Rossini ver> ließ sie Paris und begab sich zunächst nach Neapel, wo Pacini für sie seine Oper „Mobs" schrieb. Von Neapel, wo sonderbarer Weise ihre Gesangsart nicht ansprach, begab sie sich 1828 nach Mai- land und im folgenden Jahre wieder nach Wien. Nachdem sie dann noch auf verschiedenen Bühnen Italiens gesungen, kam sie im Jahre 1830 von Neuem nach Wien. In diese Zeit fallt Bell ini 's aufsteigender Ruhmesstern, er halte für sie die „Somnambul«" und „Norma" geschrieben, und in diesen wie auch in den übrigen Werken dieses früh dahin» geschiedenen ^la^Ltro leistete sie das Höchste. Im Jahre 1832 entzückte sie wieder die Residenz in Bel l ini 's „Pi- rata" und m Vaccai's „Romeo und Giulietta", und bei Gelegenheit des Ge- burtsfestes des Kaisers Franz durch den meisterhaften Vortrag der österreichischen Volkshymne. Wien war der letzte Ort ihrer eigentlichen Triumphe, daher sie auch dann noch, nachdem sie längst nicht mehr öffentlich auftrat, an Wien mit be« fonderer Vorliebe zurückdachte und auf den Titel einer kaiserlichen Kammersänger rin immer große Stücke hielt. Wohl trat sie in den Jahren 1833 und 1834 noch in Paris in der italienischen Oper auf, aber in derMalibran war ein neuer Stern der Gesangskunst aufgegangen, dessen Licht alles Andere auf diesem Ge> biete überstrahlte. So zog sie sich denn im Jahre 1836 ganz von der Bühne aus ihre Villa am Comersee zurück, um diese nur einmal noch, im Jahre 1840, zu verlassen und in Petersburg während einer Saison 200.000 Francs zu verdie« nen. Ein paar Winter brachte sie dann in Mailand und Genua zu, wo sie für schweres Honorar Unterricht im Gesänge gab. Dann lebte sie in völliger Abge« schiedenheit, theils in Como, theils in Blevio, wo sie ihre eigene reizende Villa besaß, ihres Gartens mit eigener Hand wartete und mit rührender Pietät in einem abgeschlossenen Gemache täglich das Bild ihrer Mutter mit Blumen schmückte. Die letzten Lebensjahre der Künstlerin wurden durch ein schweres Weh getrübt. Sie hatte ihre einzige Tochter an einen Ingenieur der neapoli- tanischen Eisenbahnen, Namens Fer<
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Volume 21
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
O'Donnel-Perényi
Volume
21
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1870
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
542
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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