Page - 344 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Volume 21
Image of the Page - 344 -
Text of the Page - 344 -
Patach ich 344 Patachich
deutsche Uebersetzung von H. C. Brei»
schneid er (ebd. 1780, 4".) erschienen.
Viele Dichtungen, ferner ein Wörterbuch
der croatischen Sprache hat P. in Hand»
schrift hinterlassen und werden dieselben
in der von ihm selbst gestifteten, mit
47.000 Banden ausgestatteten erzbischöf.
lichen Bibliothek zu Kalocsa aufbewahrt.
P. starb in seiner erzbisckwflichen Metro»
pole im Alter von 67 Jahren.
Ungarischer Plutarch oder Nachrichten von
dem Leben merkwürdiger Personen des,König<
reichs Ungarn und der dazu gehörigen Pro«
uinzen. Aus authentischen Quellen geschöpft...
von Carl Vincenz Kölesy und Jakob Mel.
zer (Pesih 1816. I . Eggenberger, 8°.) Bd. IV,
S. 139. — Oesterreich ische National»
Encyklopädie von Gräffer und Czi<
kann (Wien 1833. 8«.) Bd. IV, S. 163. —
Katholischer Phantasten« und Pre.
diger. Almanach auf das Jahr 1784
(Rom, Madrid und Lissabon, 8».) S. 67
sheißt daselbst irrthümlich Anton), — H7«>
^«//svis-^^lTlH^l ^/vckn), glovniic um^st'
niklld M302lav6Uü^id, d. i. Lerikon der süd»
slavischen Künstler (Agram 183!), Ljud. Gaj,
3er. 8°.) S. ö36. — Gallerte der berühm«
testen Tonkünstlec des 18. und 19. Iahrhun»
derts (Erfurt 1616. Ios. Karl Müller. 8^.)
Bd. I, S 80—89. — F^- ' ^eo^i'^s^, lli-
Fms Ntsi-ai-ia (Kuäas 1833, 4".) p. 110. —
Paul Ios. Safarik'S Geschichte de/südsla-
vischen Literatur. Aus dessen handschriftlichem
Nachlasse herausgegeben von Ios. I i reäek
(Prag 1863, Friedr. TempSky. 8°.) I I . Il ly.
tisches und croatisches Schriftthum, S. 63
u Hl . — ^al /^Oso^, s^eoimsv. Hisrar-
otuas Huu^rieHL, tou^us ^ll, >^. 8<l. —
(Hormayr's) Archiv für Geschichte, Sta»
tistik. Literatur und Kunst (Wien. 4«.) Jahrg.
1824. S. 4l)8.
I. ^ur Genealogie der Vrascn- und Freihcrrn-
fümilie Patachich. Die Patach ich führen
ihre Geschlechtsregister bis zum Anbeginn des
15. IahrhundeitS zurück, behaupten aber, schon
im 13, Jahrhundert in Bosnien und Slaoo»
nien in besonderem Ansehen gestanden zu sein.
AlS Stammvater ihres Geschlechtes bezrich.
nen sie Berthalan P., der um das Jahr
1400 gelebt und dessen Sohn Stephan nach der ihm von Math ias Coruinus ge>
schenkten Grafschaft Zaränd sich Patachich
von Zaränd nannte, welches Präoicat sein
Enkel Nikolaus nach einem Besitzthume sei»
ner Gemalin Vathanna HcrKsi mit Zajezda
vertauschte. Nikolaus' zwei Söhne Peter
und Johann pflanzten das Geschlecht fort.
Das des Ersteren erlosch schon in der vierten
Generation mit zwei Töchtern, deren eine
Aebtissin in Laibach war, die andere aber.
Prudentia, Gattin jenes Nikolaus P.
wurde. dem sie nebst anderen Kindern den
berühmten Adam, nachmaligen Erzbischöf von
Kalocsa, gebar, dessen ausführlichere Bio»
araphie S. 341 mitgetheilt wurde. Johann's
Nachkommenschaft vflanzte sich bis in unsere
Tage fort, theilte sich in mehrere Zweige und
weist unter seinen Sproßen manchen merk»
würdigen Mann auf, deren hier nähere Er-
wähnung geschieht. Seine Urenkel Alexan-
der Anton, Gabriel und Ludwig wurden
im Juli 1733 in den Grafenstand erHoden,
der aber nur auf sie beschränkt blieb, da
Gabr ie l , nachmals Erzbischof von Kalocsa.
dem geistlichen Stande
sich widmete, die Ehen
von Alexander Anton und Ludwig aber
kinderlos geblieben sind. ^Va<?? ^/v«,l>, Illa-
2e^rsuä,i tädliikkal, d.i. Die ungarischen Fa.'
milicn mit Wappen und Stammtafeln (Pesth
1860. M. Näth. gr. 8".) 3)d. IX, S. 139—144.
— Allgemeines historisches Lerikon
(Leipzig 1731, Thom. Fritschen'S sel. Erben,
Bd. I I I , Buchstabe P, S. 250.)
II. Besonders t,emerkenswcrtl)e Sproßen der Gra-
fen- und Freiherrnsamilie Patachich von Za-
jcM. 1. Alexander Anton Freiherr, nach»
mals Graf von P. (geb. im Jahre 1697,
Todesjahr unbekannt) war ein Sohn Bal<
thasar's P. (geb. 1663, gest. I7i3). Ober«
gesvans der Verötzer Gespanschaft und
ersten Freiherrn Patachich von Zajezda.
Alexander Anton hatte im Jahre 17l6
seine Studien an der Hochschule zu Löwen
beendet und bekleidete zuletzt die Stelle eines
Vanalrathes der Königreiche Dalmatien,
Croatien und Slavonien, wurde in den
Jahren 1720 und 1724 von dem Königreiche
Croatien als Gesandter an den kaiserlichen
Hof geschickt, und im Jahre 1735 in den
Grafenstand erhoben. Von ihm rührt eine
handschriftliche Geschichte seineS Hauses: „8ta>
tus lamilias I>g,tHokioIi sivs notitia UIiv.5
uuiv6r5HUL" her, welche die Grundlage aller
genealogischen Nachrichten über diese Familie.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Volume 21
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- O'Donnel-Perényi
- Volume
- 21
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 542
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon