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Patatich 348 Patikärus
S 137. — Pest.Ofner Zeitung 136l.
Nr. i34. im Feuilleton. — ^ a ^ ^/vä^i)
xekrsnäi tädlä^al, d. i. Die Familien Un
garnS mit Wappen und Stammtafeln (Pesth
1860. Näth, 8".) Vd. IX, S. 549.)
Patatich, siehe: Patachich von Za
jezda l^S. 341).
PatellllM, Luigi Nikolaus (Arzt.
geb. in der Lombardie um das Jahr
18^3). Nachdem er in seiner Heimat die
Gymnasialclassen. philosophischen und
medicinischen Studien beendet, ging er
nach Wien, wo er mehrere Jahre die
Thierarzneischule besuchte und nach be
endigtem Curse in sein Vaterland zurück»
kehrte, wo er im Jahre 184l) an der
nach dem Muster der Wiener Anstalt
neubegründeten Thierarzneischule zu Mai»
land als Professor für die Fächer der
Zootomie und Zoophysiologie angestellt
wurde. Auf diesem Posten war er seither
in seinem Fache als Lehrer und Schrift-
steller vielfach thätig. Patel lani 'S
Hauptwerk ist: „^öosso ^s?' nn
tl-o towi ftliiano 4833)
8«.), früher schon, '1833. hatte er die
Uebersehung eines deutschen Werkes über
die Cholera, dann, 1841, eine kleine
Schrift, betitelt:
erscheinen lassen, in welcher
er seine Ansichten und Beobachtungen
über ein pathologisches, angeblich in der
Hirnhöhle eines ganz gesund geschlachte-
ten Ochsen gefundenes Präparat mit»
theilt; in einer anderen, 1830 erschiene»
nen: „ / / ött<?o <^s '^ 07-so su/ ^ o H'
»FH6/osH//l", bekämpft er
die Ansicht Cornalia's. der den gefun-
denen Schädel als dem Hräus LpsIasiiZ
angehörig hält. wahrend P. denselben
einer I'eliL-Art zuschreibt. MehrereS hat Patel lani in periodischen Fachblättern
veröffentlicht, so im ftiornalo
loinb. vens^iano u. a.: „8nl
210111 äsi oorpo äsi oavaiio" (skr. III,
vol. 3); — „0336rvg.2i0ni anatomioo-
iiLioloFiotio sui daoki äi 86t2." (ebd.,
vol. 3, 3 6 6). Mehrere „interessante
Artikel", wie die unten angegebene Quelle
berichtet, „lieferte er auch in das Turiner
Journal". I n welches ? ist nicht naher
bezeichnet, als ob in Turin nur ein Ioul>
nal erschiene; wahrscheinlich wird das
dort herausgegebene Veterinar>Iournal
gemeint sein.
Biographisch.l i terarisches Lexikon der
Thierärzte aller Zeiten und Länder u s, w.
Gesammelt von G. W. Schrader. vervoll»
ständigt und herausgegeben oon Dr. insä.
Eduard Hering (Stuttgart l863, Ebner u.
Seubert. gr 8°.) S. 312 l^ mit Patel lani 's
facsimilirtem Nalnenszuge^.
Plltik2.rus, Ferko (Zigeuner.Gei-
ger, geboren in Ungarn). Zeitgenoß.
Eigentlich sind es vier Brüder: K^-
ro ly , Imre , IHNoS und Ferko. von
denen jedoch der letztgenannte der bedeu»
tendste ist. DerberühmteRozsavölgyi.
einer der eifrigsten Förderer und Ver-
edler der ungarischen Nationalmusik,
brachte um das Jahr 1843 die vier
Brüder Pat ikarus von Duna-Földvar
nach Pesth, studirte denselben als ihr
Director die schönsten ungarischen Melo«
dien ein und seit dieser Zeit weilt die
Gesellschaft der Brüder P atikä rus in
Pesth. spielt in Gast- und Kaffeehäusern,
auf Ballen, zuweilen auch auf der Bühne
und bei Hochzeiten, was man aber von
ihr zu hören bekommt, ist die reinste un>
garische Musik. Käroly Pat i karus ist
einer der besten Violinisten und besonders
ausgezeichnet im Vortrage des Csardas;
I m r e ist virtuoser Naturalist auf dem
Cimbal und der Baßgeige; Ia.no S ein
vortrefflicher Violoncellist, alle drei aber
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Volume 21
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- O'Donnel-Perényi
- Volume
- 21
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 542
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon