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Pauer 362 Pauer
lich hören ließ, mit dem Titel eineS k. k.
Kammervir tuosen ausgezeichnet. P.
ist auch als Componist für sein Instru-
ment und für den Gesang thätig; in
dieser Richtung hat jedoch seine Wirk«
samkcit in den letzten Jahren gefeiert.
Die OpuZ-Zahl seiner bisher veröffent-
lichten Compositionen mag kaum ein
halbes Hundert erreichen. Darunter sind
anzuführen: „/?nA?-o?n^n", Oy. 3; —
^^T-s^/sT-a", 0ri. 4 ; — „Nie Waise.
Gedicht van ll). Schmidt", 0p. 6; —
^Stündchen. «Spanisches Nied. K'niei bieder",
0^). 9; — „Andante aus üem ersten AllN-
rert". ^s-äur, 0p. 10; — ^
aW>assz'o?m^") 0p. 11 ; — „
0p. 14; — „An (5hlllr, als sie krank
uillr. Gedicht Ulla Nllli.Nurns", 0x. 16; —
„He^sT'^c)") 0p. 17; — „
0p. 18; —
s") 0^. 19 u. 33; —
„FrnhlingZlirb anArlikana — Wie-
genlietl — Nie Wasserrose. Z deutsche
Gesänge tiir eine Mezza-Zapranstimme". 0p. 2l);
— „Nrei GhlllllKterstücke. C^nxonett« iu kl —
8cktii-2o in l'-moll — Idylle in ä". 0^.21 ;
— „Zunate in ^-moll", 0^>. 22; — „sie
ist mein. Md tnr eine Ält- nnd Nass-
stimme", 0p. 24; — „Sammlung nan Ghü-
ren und Quartetten tür Männerstimmen",
Partitur und Stimmen, 0p. 27; —
0p. 30;
^p. 34; «) 0p. 31; —
, 0p. 32; — „I^H c^asss",
, 0p. 35; —
c). 2: H- , 0p. 36 ; — ^
<7o??s6^", 0^>. 37; —
, 0p. 38, Nr. 4: Ns,
; — „ ^ ^ s " , 0p. 39;
0 )^. 40; — „
0^>. 41; — " , Op. 42; —
. 0p. 48. Auch ist von ihm
eine größere Symphonie und eine Oper:
„Nie rathe Maske", bekannt, welch letztere
in Mainz aufgeführt worden ist. Die Com-
Positionen Pauer's bezeichnet die Fach.
kritik als Werke ohne eigentlichen Kunst-
werth; von nicht sonderlich origineller
Eingebung, sind es eben Studien eines
gediegenen gründlich gebildeten Musikers,
angenehm im Melodiösen, elegant in der
Ausführung. Von Pauer dem Cla>
vier«Vir tu osen entwirft aber Hans«
lick. der ihn „den ersten Pastor der deut«
schen Tonkunst" in London nennt, der un>
zahlige Ladies und Gentlemen musikalisch
getauft und confirmirt hat, der durch
seine «historischen Concerte" nicht wenige
Dilettanten in London mit Bach, Beet-
h 0 ven und Sch um an befreundete, fol«
gende treffende Charakteristik: „Pauer'ä
Spiel hat sich, seit wir ihn zum letzten
Male gehört, noch mehr consolidirt, ge»
glättet und verfeinert. „Geklärt" kann
man nicht sagen, denn Pauer gehört zu
jenen glücklichen Naturen, deren Anlagen
und Triebe von Haus aus im harmoni-
schen Ebenmaß stehen, deren Entwickelung
ohne vulcanische Processe, ohne verwir-
rende Trübung vor sich geht. Klar,
reinlich, überzeugend, nicht mit hinreißen»
der Gewalt, aber mit gewinnendster An«
muth spricht sein Spiel zum Hörer. Es
ist stets in maßvolle Empfindung ge«
taucht, die zwar den höchsten Ausflug
nicht wagt, aber für das Kräftige wie
für das Lieblicbe den rechten Ausdruck
hat. Neber Allem, was Pauer unter»
nimmt, schwebt der Geist sicheren Gelin«
genS. die Festigkeit erprobter Kunstan«
schauung, der Frohsinn eineS wohlge«
ordneten Gemüths."
Theatcr«Zeitung. Herausg. von Adolph
äuerle (Wien, kl. Fol.) 1856. Nr. l2:
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Volume 21
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- O'Donnel-Perényi
- Volume
- 21
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 542
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon