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Pavlis 386 Pavlomch-Fucich
böhmischen National-Mufeums erwählt;
ferner ist er ein werkthätiger Förderer des
landwirthschaftlichen Vereins und seiner
verschiedenen Sectionen. Die unten be
zeichnete Quelle schildert ihn als „einen
eifrigen Nationalen und als einen der
entschiedensten Fortschrittsmänner in
Raudnitz".
Ilovui'Ic ualiöu?. Rsäaktoi- Dr. ?iaut.
I^aci. l i ießsi-, d. i. Conversations<3exikon
Nedigirt von Dr. Franz Ladisl. Rieger
(Prag 1859, I . L. Kober. Ler. 8".) Bd. V I ,
S. 180.
Pavlis. siehe: Pawlis, Johann
sS. 393^.
Pavlotlich-Lucich, Gian Giuseppe
(gelehrter Theolo g.geb. zuMacarsca,
einem Städtchen an der dalmatinischen
Meeresküste, 43. März 1733, gest.
49. März 1818). Entstammt einer alten
dalmatinischen Familie. Erhielt eine
vortreffliche Erziehung im Elternhause.
Seine beiden Oheime väterlicher und
mütterlicher Seics, Monf. Giorgio Pav«
lovich und Mons. Pasquale Ter sich,
unterrichteten ihn irr den verschiedenen
wissenschaftlichen Disciplinen und die
Philosophie trug ihm überdieß der Mi»
norit Andreas Idichievich vor. Erst
13 Jahre alt, wurde P. bereits Cleriker.
in der Folge begab er sich nach Padua.
wo er an der dortigen Hochschule dem
Studium der theologischen und Rechts«
Wissenschaften oblag und im Jahre 1781
aus beiden die Doctorwürde erlangte.
Nach seiner Rückkehr in die Heimat fand
sein umfassendes und gründliches Wissen
bald die gerechte Würdigung seiner geist-
lichen Obern, er wurde zuerst Canoni»
cus, dann Prosynodals'Eraminator und
zuletzt General-Vicar seiner Diöcese. Die
ihm mehrere Male angebotene bischöfliche
Würde lehnte er ungeachtet der Vorfiel«
lungen und Bitten seines Freundes, des Patriarchen von Venedig, Cardinal
F langin i , entschieden ab. Er lebte
ausschließlich den Wissenschaften, deschaf.
tigte sich außer mit seiner Berufswissen«
schaft auch noch mit der Archäologie und
wurde Mitglied vieler gelehrten Akade-
mien, unter anderen der königlichen
Akademie der Inschriften zu Paris, und
stand mit den ersten Fachgelehrten seiner
Zeit, so mitUrban La mpredi, mit dem
berühmten Archäologen Morce l l i u. A.
im brieflichen Verkehre. Gliubich be-
merkt, er habe 17 Werke in lateinischer,
7 in italienischer und 13 in illyrischer
Sprache, zusammen 37 Werke im Drucke
herausgegeben, welche Zahl offenbar zu
nieder gegriffen ist, da schon allein seine
illyrischen Schriften die Zahl 17 errei«
chen. Ueberdieß hat er Vieles in Hand«
schrift zurückgelassen. Mit Uebergehung
seiner zahlreichen aszetifchen Schriften,
welche in den in den Quellen angeführ«
ten Bücherverzeichnissen nachgesehen wer-
den können, sind seine wichtigeren Werke
in chronologischer Folge: „H/s
(Venstiis 1786,
1783,
Ü5 4788,
Komas 4794, 2y. auch
1792); — ^
1793,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Volume 21
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- O'Donnel-Perényi
- Volume
- 21
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 542
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon