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eisernen Krone 3. Classe ausgezeichnet,
auch erhielt er für die gelungene Ver«
bindung der österreichischen trigonometri»
schen Vermessung mit jeuer von Rußland
und Bayern den kais. russischen St. An«
nen-Orden 3. Classe und daS Ritterkreuz
des kön. Verdienst-Ordens der bayeri«
schen Krone. P. ist Mitglied der k. k.
geographischen Gesellschaft, die ihn zwei»
mal zum Vice>Präsidenten und einmal
zum Präsidenten gewählt hat, auch hat
ihn die kais. geologische Reichsanftalt
unter ihre Correspondenten aufgenom»
men. Im Drucke hat P. folgendes Werk
herausgegeben: „Abweichung der Anthlinie
bei MrlllwmiZchen NeobllchturiggZtlltillnrn und
ihre Berechnung nlz Grkmderniss einer (Oratl-
meZsnng" (Wien 1863, Gerold, 4<>., mit
4K.) und Fortsetzung (ebd. 4863, 4<>..
mit 3 K.). Im Jahre 1866 erfolgte den
Ordensstatuten gemäß P.'s Erhebung in
den Ritterstand mit Verleihung des Prä»
dicates von Massen.
Rit terstands.Diplom ääo. ^ö. Mai l8<!6.
— Wappen. In Blau zwei schrägrcchts ge<
zogene silberne Balken mit einem natürlichen
Erdglobus auf seinem Gestell im Herzen, wel»
cher mit zwei verschränkten Schwertern an
goldenen Griffen unterlegt ist. Auf dem
Schilde ruhen zwei gekröüte Turnierhelme,
die Krone des rechten trägt einen offenen,
rechts von Blau und Silber, links abgewechselt
quer abgetheilten Adlerflug, dem ein Schwert
-mit goldenem Griffe pfahlweise eingestellt ist;
aus der Krone des linken Helms wallen drei
Straußenfedern, eine silberne zwischen blauen,
empor. Die Helmdecken sind zu beiden
Seiten blau. mit Silber belegt.
P e , Quirico (Co mpositeur.
geb. zu Ndine im Jahre 1802, gest.
ebd. Ende Mai 1862). Zeigte von frü-
her Jugend Talent für die Musik, welche
er neben seinem Berufe — er widmete
sich den mathematischen Studien und
dem Ingenieursdienste — sorgfältig aus«
bildete. Er hatte sich den Contrapunct zu eigen gemacht und versuchte sich bald
in der Composition. Große Bescheidenheit
hielt ihn ab, mit seinen Compositionen
öffentlich aufzutreten. Auf Zureden seiner
Freunde ließ er sich endlich herbei, seine
Oper „F?'^« zur Aufführung zu bringen.
Im neuen Theater zu Padua wurde sie an
13 Abenden hintereinander mit entschie«
denem Beifalle gegeben. Diefer folgte
die zweite Oper: ),^ ?no?-6 eei sLnipoeo",
wozu er wie zur ersten auch das Libretto
und die Musik geschrieben und damit in
Udine denselben günstigen Erfolg hatte
wie „2ilia« in Padua. Er wurde nun
Chorrneister an der Hauptkirche zu Palma
und wendete sich seither in der Compo«
sition vorzugsweise dem Kirchenfache zu.
Er schrieb jedes Jahr eine neue Mefse,
außerdem drei Festcompositionen für den
festlichen Einzug des Bischofs Br ic i to .
viele Psalmen, Hymnen, Chöre u. dgl. m.
Von seinen zahlreichen Kompositionen,
welche alle die Weihe der Kunst an sich
tragen, ist nichts im Stiche erschienen,
der größte Theil wird im Archive der
Kirche, an der er Jahre lang gedient,
und in der Familie aufbewahrt. Einige
Zeit war P. auch als Musiklehrer thätig.
RiviLta I?rinIaiiH (Hains, 4«.) !862,
Peöirkll, Joseph (öechischer Schrift-
steller, geb. zu I ind ice. einem Dorfe
in Böhmen. 11. October 1818). Sein
Vater stammte aus Mähren und war
herrschaftlicher Gärtner. I n jungen Iah.
ren kam P. nach Ianowic, wo seine
Mutter geboren war und er die unteren
Schulen besuchte. I n Prag am Altstadter
Gymnasium beendete er das Gymnasial«
studium, verwendete fich im Chorgesange.
wofür er im Seminar die Kost erhielt.
Später, als er das philosophische Stu-
dium begann, schrieb er für Palackv
und Kaspar Grafen Sternberg, dann
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Volume 21
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- O'Donnel-Perényi
- Volume
- 21
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1870
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 542
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon