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Poesie u. s, w. in Verbindung mit Julius
Fenysry herausgegeben uon Franz Toldy
(Pesth u. Wien l828, Kilian u, Gerold, 8°)
Nd, I , S. 2,2 u. f, lnuch diesem und den
meisten anderen Quellen gestorben am 6. August
!792). —
^ a n i e l i ^ <^52«e/> d. i. Ungarische Schrift
siellei. Sammlung uon Lebensbeschreibungen.
Von Jacob Feien czy und Joseph Daniel it
(Pesth 1886, Gust, Emich, 8°.) Bd,1, S, 3??.
Oesterreichische Nat iona l , Encyllc>
uädie uon Gräffer undEzikann (Wie»
:83V, 8°,) Bd. IV, S. 334. — Porträte.
>) Gestochen uun Mannsfe ld , vor dem
5. Bande uon Kazinczy's Schriften. —
2) Lithographie uon Rohn und Grund in
Pesth 18«4 (tzol.),
Zur Venealllgic der Vraftnsamilie Niday. .Die
Ruday zählen zu den ältesten Adelsfamilien
Ungarns, nielche ihre Ahnen bis in das
II . Jahrhundert zurĂĽckfĂĽhren und deren un>
unterbrochene Stammreihe bis in dns lZ.Iahr»
liundert zurĂĽckreicht, in welchem ein Nalas
Nllday dc Rllda a>s der Stammvater
2er heutigen Grafen Rilday erscheint. Mebr
in den Vordergrund tritt dieses Geschlecht
mit dem ausgezeichneten Pau l Rliday,
dem Kanzler Rakoczy's, und mit dessen
Sohne Gedeo», der in der ungarischen
Literatur wenn auch nicht eben epochema.
chend wirkte, so dock) durch die Verbindung
des Neims mit dem Metrum, der erste in
der ungarischen Dichtung einen Weg ein<
schlug, der nicht ohne belebenden EinfluĂź auf
die fernere Entwickelung der ungarischen
Poesie blieb. Gedeon war es auch, t»'r in
seine Familie zuerst die Frei Herrn» und
dann die GrafenwĂĽrde brachte. Durch ehe<
liche Verbindungen sind die Ftiiday mit den
ersten Familien Ungarns, mit den Teleky,
Fny, Prönay. Szentpetery, Szä>
pary, Nädilsdy u. A. verschwägert. Das
Nähere, wie auch der heutige Familienstand
ist nus der Stammtafel ersichtlich. s..VaFz,
ksl 68 nsNüäkrencl! täbilikkai, d. i. Die
Familien Ungarns mit Wappen und Stamm»
tafeln (Pesth i860, Moriz Räth, 8°.) Bd. IX,
S. »48, daselbst auch auf S. »53 eine Ab>
bildung des Wappen«. — Schönfeld (Ig>
na; Ritter von), Adels'Schematismus des
österreichischen Kaiserstaates (Wien 1824,
Vchaumburg. kl. 8«.) I. Jahrg. S. 22a. — (magyarische Viecteljahrs^rift. 8°.) m . Jahr«
gang (l«27), 2,Vierteljahrheft,- „H, A»a»7»k",
d, i. Die Ru'day's, uon Äa cin'rzy.^
DenkwĂĽrdige Glieder der Familie Mday.
<. Gsther, geborne von Räday (gest. l?6ü),
eine Schwester des Dichters und nachmaligen
Grafen Gedeon Näday und Gemnlin des
Grafen Ladislaus Teleki , eine ausge»
zeichnete Dame, deren Tugenden in mehreren
Leichenreden gefeiert wurden, und zwcir uon
Peter B 0 d - „H»IotU d«226Ä llaäki Nztnei"
(Klaulrnburg 1?««, 4°.)-, — Ladislaus Mal>
nüsi' „Illliotti c>i-»t2i!) . . . " (ebd. i?e«,
4°.)- — Philipp Samuel Deäki- ^llalntti
?ieä!^2i° . . ." (ebd. i?6ü, 4°.) und St»
Phan Intze: „lllllotti d«52sä . . ." (ebd.
1766, 4«), — 2. Gedeon (IV.) Graf Nä-
day (geb. 23, Juni !80N), ei» Urenkel des
Dichters Gedeon Grafen N., dessen 3c»
bensskizze bernls T. l7l mitgetheilt worden,
und ein Sohn des Grafen Paul R, au5
dessen Khe mit Agnes Baronin Pivnay.
Graf Gedeon hat eine vortreffliche Trz!e> .
hung genossen und war scho» im Vormärz,
!844, Deputirter des Abgeordnetenhauses im
ungarischen Landtage. In jener Zeit wird er
nls ein thätiger Freund des Fortschrittes gc>
schildert, dem das Pesther Cumitut sehr viel zu
danken hat. Lr war kein brillanter Redner,
entwickelte aber in Allem, was er sprach,
sehr gesunde Ansichten und eine loyale Den-
kungsweise. Im denkwĂĽrdigen Jahre <845
trat er, als im NachmaĂź in Pesth'Ofen die
ungarisch» Ncnionalgarde errichtet wurde, als
Genieiner bei den Pcsther Huszaren ein.
Nach dem königlichen Nescript uom 3. Octo»
ber erschien er doch fortwährend an der
Magnatentafel und betheiligte sich werklhätig
an dem Aufgebote und an oem Auszuge der
Pesther Freiwilligen gegen den Nanus und
seine Armee. In Folge dieses Verhaltens
wurde ber Graf uon dem l. k. Pesther
Kriegsgerichte am «». December l850 nebst
Entsetzung uon seiner ObergespanswĂĽrde zu
zweijährigem Festungsarreste uerurtheilt. Der
Graf bekleidete auch längere Zeit die Stelle
eines Tlieater<Intendanten der ungarischen
NationalbĂĽhne und hat in dieser Eigenschaft
viel zur Förderung des seiner Oberleitung
anvertrauten Kunstinstitutes gethan. Man er-
zählt sich einen höchst charakteristischen Zug
uon dem Grafen, als er zur Zeit der unga»
tischen Nevolution die Theater>Intendantuc
bekleidete. Kossuth war nämlich nach dem
Falle Ofens in Pesth eingezogen und feine
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon