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Nadics 198 Nadich
Radics, Anton (gelehrter Jesuit ,
geb. zu Keser in Ungarn 12. Nouem«
ber 1726. gcst. 1773). Aus einem ungci.
rischen Adelsgeschlechte, trat er im Jahre
1746 in die Gesellschaft Jesu, erlangte
die philosophische und theologische Doctor-
würde, lehrte dann folgeweise an Col>
legien seines Ordens zu Tyrnau die Ma»
thematik, zu Ofen 2 Jahre die Philoso-
phie, dann wieder zu Tyrnau die Ki»
chengeschichte und allgemeine Geschichte.
Im Jahre 1769 verließ er den Orden
und trat in den Weltpriesterstand über,
wurde Pfarrer zu Czekläsz und starb
daselbst im Alter von 47 Jahren. Die
von ihm herausgegebenen Schriften sind:
(I^rnaviao 1758, 4".); —
(idiä. 1789, 12".);
176o,
, 2 vol. (idiä. 1766,
4l>., ouiil 8 tat), aen.; neue Uuflage !:>
3 Bänden ebd. 1768); — „
(Luäae 1766, o. 6^. 8".); —
r, 4^., ouui tab. aenea.) Uebrigens
sind die Titel der von R. veröffentlichte,?
Druckschriften in den unten bezeichneten
Quellen so abweichend angegeben, daß
eS nicht zu entnehmen ist, ob nicht ein
und dasselbe Werk unter verschiedene»
Titeln erscheint. Auch erscheint sein Name
bald Radic, Radich, dann wieder
Raditsch und Radi ts geschrieben.
Hoggendorff ( I . C.). Biographisch>lite,
ransches Handwörterbuch zur Geschichte der
«acten Wissenschaften (Leipzig 1829, Barth, gr. 8«.) Vd. I I , Sp. ö»8. — Hiu«?e^
I<LX. 8<>.) z>. 288. — F^«?' ^Seo?-F
a«: HI. "I'ksi'Lüiaüils regm« Ule-
i82A, 4".) p. 23, 73. — //«.
(VienUÄL l?7L, H,. I.0LVV6, ti«>.) LowUZ II I , .
?. 1U9.
Noch sind bemerken6wetth: l . Achatius Ra-
dich (neb. zu Pesth 27. November 1833).
aus einer ungarischen, im Jahre 179l uan
Kaiser Leopold I. geadelten Fumilie, ein
Sohn des Joseph Radich (gest. !8L!)
aus dessen Ehe mit El isabeth Sziklassy.
Nchaz besuchte die Schulen zu Kesthlly
und Skinamanger. dann zu Wien das poly»
technische Institut, wo er im Jahre 1887 üie
Studien mit Auszeichnung beendete. Dem
technischen Dienste sich zuwendend, leistete er
zuletzt alL Ingenieur in Fiume bei dem
Eisenoaue so ersprießliche Dienste, daß ihm
Stephan Sar lady in seinem „IlÄHnul" eine-
Stelle einräumte, ^II»,Hn»,I. H.i-«2^öpLl:kß!
es «letla^okl:»,! c!!5«tLlt ^.wuin. 2?ul.^ >
>7ü2«e/, d, i. Das Vaterland, Bilder« unl)
biographisches Album. Herausgegeben oun
Stephan Sartadl i , mit lithographischen
Bildnissen uon Warastoni (Wien I8l!7,
Sommer, 4°,) Signatur I. 12, Blatt 3 u. 4
(das Werk ist nämlich unpaginirt), daselbst
auch sein Porträt, litdographirt uon Mara»
stoni, mit der Unterschrift,- Hackn^ ^ « ^
d. i- Ächaz Nadich, Venreter für Fiume
und die Umgcbung.^I — 2. Marco Rad ich
(geb. zu Bol auf der Insel Vrazza in Dal'
matien im Jahre 17L3, gest. zu Trieft iin
Jahre 1867). R. kam im Jahre 1811 als
mittelloser Handilölehrlin»; nach Trieft und
schwang sich daselbst durch Fleiß und Recht,
lichkeit zu einem Der eisten Kaufheirn auf.
Das Vertrauen seiner Mitbürger brrief ihn
in den Stndtrath und als Beisitzer in das
Handelsgericht, ferner stand er an der Spitze
der Triester Bankfiliale und des Nlonts Oi-
ken begründete er sich durch seinen Wohl»
thätigkeitssinn, denn in seinem letzten Willen
bestimmte er die Summe uon 37.UUU fl. zu
humanitären Zwecken, darunter öuou st. sür
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon