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209 Mdwanski
konnte. Er stach theils Bildnisse bedeu»
tender Personen seiner Zeit, theils einige
andere Blätter nach berühmten Gemäl»
den u. dgl. m. Von seinen Bildnissen
sind bekannt: „RaiZrr Franz II. unn Gester-
nich" sgr.Fol.);— „Naiser Feikinanb I.
u»n G»terre!ch" (gr. Fol.); — «OnherM
Antun nun OeZterrlich", nach Monsorno
(Fol.); — „Giandumlniill Anmagnosi"
(4^.); — „ Ner Nnuterstecher FrnnieZru Nartu-
(4«.); — „Illsepl, Nnstlllenn,
ulln spnmln". nach I . B. B o s i o
(gr. Fo!.); — „Prinz Gngen, Virekünig
«an Italien", nach Jakob. 18U9 (Fol.);
— „Inllchim Mura t , Nünig nllu Neu i^el"
(gr. Fol.). Von seinen übrigen Blättern
steht obenan „Nns Zbendmahl", nach Leo»
nardo da Vinc i (gr. Royal-Qu. Fol.),
sein Hauptblatt, er vollendete die Platte
im Jahre 1829 fĂĽr die Kunsthandlung
Berett i , in der Größe des berühmten
und ungemein seltenen Blattes von Ra>
phael Morghen; ferner sind uon ihm noch
bemerkenswecth ein zweites „Menümuhl",
nach Benjamin West (Royal.Fol); —
die „H5«c?onn« c?sN. <36F^ea?« ,^ nach
Raphael, schwarz und färbig (gr. Fol.);
— „Hsa^l« 1^3^«« «citlo^o?'«^, schwarz
und colorirl (Fol.); — „Die kulnssnle
Ziatne dlZ h. NllNllmiinZ ant Isnla beĂĽa"
(gr. Fol.): — „s. MiWU Neri", nach
Toffanel l i (Fol<); — vier Genrebil»
der:
, in
Punctirmanier (Royal>Fol.); — „Bin
Whte«, die vier Welttheile vorstellend,
nach Zeichnungen von Lemire; —
„Nndschatt mit OMndln nnd nltdenischln
Rittern", nach P. Gonza ga, und eine
zweite nach demselben Meister mit mo>
demen Figuren (beide Qu. Fol.). —
Sein Sohn Eugen (geb. zu Mailand)
wendete sich der Bildhauerkunst zu und
bildete sich unter der Leitung Monti 's
n. Wurzbach, d!?gi.L«iko». XXIV. W^ in Ravenna aus. Er hat schon viele
BĂĽsten, Statuen. Basreliefs in Gyps
ausgefĂĽhrt.
Nagler (G, K, vr.), Neues allgmmineS
KĂĽnstler'Lciikon (MĂĽnchen l839. E, A, Fleisch,
mann, 8«.) Bd, XII, T. l8U,
RadWllllski, Andreas (Maler, geb.
zu Bia la 20. November l7N. gest. zu
Krakau 11. September 1762). Kam
in noch jungen Jahren zu den Plansten
nach Krakau. die ihn in der Malerei
unterrichten ließen und später znr weite»
ren Ausbilbung nach Deutschland schick»
ten. Im Jahre 1739 kehrte cr nach
Krakau zurĂĽck, begab sich aber bald nach
Isdrzejow, einem polnischen Städtchen,
wo er ein kleines GrundstĂĽck besaĂź und
bis zum Jahre 1749 wohnte. Im letztge»
nannten Jahre übersiedelte er nach Kra»
kau und nahm daselbst seinen bleibenden
Aufenthalt. R. malte «,1 lresoo, dann
viele Heiligenbilder und auch Bildnisse.
Von seinen Ă„ FrLZoo gemalten Kirchen
sind anzufĂĽhren: die Kirche zu Strzal-
kow in den Jahren 1743 und 1746. die
St. Annacapelle zu Sobkow im Jahre
1747, die Kirche zu Demriin im nam»
lichen Jahre und die Wandmalereien im
bischöflichen Palaste zu Kiele-.', ebenfalls
im Jahre 1747. Als er spät« nach Kra-
kau ĂĽbersiedelte, malte er viele Kirchen
und Capellen daselbst, so die Marien»
kirche und ihre Capellen in den Jahren
1780.1732—1734: — in der Domini.
kanerkirche die Capelle des h. Hyacinth
und den ganzen unter dieser Capelle be-
findlichm Theil der Kirche in den Jahren
1737—1739', — in der Franziskaner»
kirche den Plafond 1737—1789; — in
der St. Adalbertkirche die Wände und
die Kuppel im Jahre 1738; — ferner
in der Umgebung von Krakau die Kirche
der regiilirten Domherren zu Wstow im
Jahre 1733; — die Kirche zu Staniatki
r. 10. Mai 1872.) 14
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon