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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24
Page - 213 -
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Page - 213 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24

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Nafael 213 Nafael Gratz 19. April 1867). Ein Sohn des Pettauer Musiklehrers und früheren Sän» gers Kar l Franz R. ^s. d. Folgenden^, erhielt er die musikalische Ausbildung von seinem Vater, der, das Talent seines Sohnes erkennend, dasselbe sorgfältig pflegte und durch gediegenen Unterricht förderte. Franz widmete sich gleichfalls der musikalischen Laufbahn, und zwar nach der Doppeliichtung als Componist und Capellmeister. I n letzterer Stellung wirkte er eine Reihe von Jahren bis an seinen Tod an dem ständischen Theater in Gratz. I n ersterer entwickelte er eine große Fruchtbarkeit, und außer mehreren Messen und anderen kirchlichen Compo« sitionen, dann Liedern und Chören, schrieb er zwei allerliebste Operetten: „Nie spinn- 5tnbr". im September 1864 in Gratz mit entschiedenem Neifalle gegeben, und „Aurschenschui'änkt", dann die größeren Opern: „Vittekind" und „Heinrich der Finkler", Text von Aims Wouwer. manS, alles Werke eines seltenen Corn» Positionstalentes, dem nur der Sonnen» blick des Glückes fehlte, der oft minder bedeutende Talente trifft und sie dann an die Oberfläche heraufzieht. Auch R. war von dem Fluche, der sich an die Sohle schaffender und strebender Kräfte heftet, von der Sorge und schweren Mühsal deS Lebens nicht verschont ge» blieben. Nach seinem Tode erfuhr man erst, daß „bittere Sorgen und Qualen mannigfacher Enttäuschung die letzten Tage des Künstlers getrübt, daß er kein freudenvolles Leben durchgemacht und den Jammer schlimmster Art am Abende seines entbehrungsreichen Lebens, da er gegen Krankheit und Erwerbs» losigkeit anzukämpfen hatte, erfahren habe". Nähere Angaben fehlen in den Mittheilungen. Dafür aber hat ihm die „dankbare" Mitwelt eine „schöne Leiche" bereitet. Nach Tausenden konnte man die Theilnehmer deS LeichenzugeS zählen! Man glaubte, als man den armen schlichten Künstler zu Grabe trug, es sei, Gott weiß. welch ein hoher Wür> dentcägßr. dem die letzte Ehre erwiesen wurde. Zwei Jahre nach seinem Ableben setzten ihm auch seine Freunde auf dem St. Petersfrledhofe in Gratz ein Denk. mal. Dasselbe bildet eine gekürzte, sich auf einem Sockel erhebende Pyramide auS Sandstein, deren Vorderseite unter einer Lyra mit einem Lorbeerkranze die Inschrift trägt: „Franz S. Rafael, geboren 1816. gestorben 1867", darunter: „Gewidmet von seinen Freunden". R. hinterließ seine Witwe in voller Dürftigkeit. Fremde» Blatt , Herausgegeben von Gusta» Heine (Wien. 4«.) l8L7, Nr. K l u. 234; <809, Nr, ilO, unter „Theater« und Kunst- notizen", — Zellncc's Blätter für Musik, Theater u. s. w, Wien, kl, Fol.) l8L7, S, !4U. Nafael, Ignaz Wenzel, siehe: Rllffael, Ignaz Wenzel ^C. 215). Rllfael, Karl Franz (Ton setz er und Sänger, geb. zu Senftenberg in Böhmen im Jahre 1798. gest. zu Pettau in Steiermark 14. November 1864). Ueber seine Eltern liegen keine Nachrichten vor, vielleicht ist er ein Sohn oder doch ein naher Verwandter des Ignaz Wenzel Raffael ». d. S. 218^, gegen welche Annahme jedoch die verschiedene Schreibung deS Namens, bei dem Einen mit einem f, bei dem Zweiten mit zwei ff, sprechen mag, was aber bei der Willkür, mit der eigene Namen selbst von den Trägern derselben behandelt werden, nicht eben uiel sagen will. Karl Franz kam in jungen Iah. ren nach Prag, dort in daö Conservato» rium, wo er sich den Contrabaß zum Hauptinstrumente erryahlte. Als Contra»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Volume 24
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Prokop-Raschdorf
Volume
24
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1872
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
450
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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