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Vermuthung ausgesprochen, daß er viel
leicht ein Sohn des hier in Rede stehen
den I g n a ; Wenze l sei. Zeit und
Umstände sprechen nicht gegen diese Ver
muthung. Da sinde ich in Schlade
b a ch
zu Ende die Notiz: daß er ein
Onkel (Vaterbruder) des K a r l F r a nz
Ra f f ae l sei.
Dlaüccz (Gottfr. Ioh) . Allgemeines histo«
rischeS ÄünjUe»Leiikon für Böhmen und zum
Theile auch für Mähren und Schlesien (Prag
l8l8. Gottl. Haase, 4°.) Bd, I I , Sp, 332, —
Präger Zeitung l?99, Nr, 33, S. 4W, —
Kunitsch (Michael), Biographien merkwür«
diger Männer der österreichischen Monarchie
(Giah 1803, Gebrüder Tanzer, kl. 8°.) S, 53
iMch diesem gest, am 23. April l789^. —
Neues Uni» ersal 'Lel ikon der Tonkunst.
Angefangen von Dr. Julius Sch laden ach,
fortges. von Ed, BernSdorf (Dresden l83?,
Rob, Schäfer, gr. 3«.) Bd. I I I , S, 280. —
Gaßner (F. S. Dr.), Universal» Lenlon der
Tonkunst. Neue Handausgabe in einem Bande
(Stuttgart!843. Frz. Köhler. Ler, 8°.) S. ?lv
sKunitsch, Schladebach und Gaßner
führen ihn unter der Schreibung Raphael
und mic dem irrigen Todcsdatum 23, April
statt 23. Februar l?99 auf. D labacz
schreibt ihn Raffael),
Rllfflllt, Ignaz (Maler. geb. zu
Weißkirchen in Obersteiermark im
Jahre 1800, gest. bei Haimbach in
der Nähe Wiens 7. Juli 1887), In
bürgerlichen schlichten Verhältnissen für
nichts weniger als die Kunst herangebil»
der, arbeitete er sich, dem eigenenDrange
folgend, zum Künstler und als solcher
zu einer Bedeutung empor, die seinem
Namen der Kunstgeschichte Oesterreichs
eine bleibende Stelle sichert. Er betrieb
anfänglich die Kunst nur aus Liebhaberei
und wurde durch feine wirthlichen Be>
schäftigungen immer und '.mmer wieder
von der Staffele! abberufen, zu der es
ihn jedoch wieder mit magischer Gewalt
zurückzog. Obwohl nun sein ganzer Ve>
ruf weitab von aller Pftege der Kunst
lag, so hatte doch sein entschiedenes Ta> lent und seine Fähigkeit, die Eigenthum-
lichkeit der Landschaft mit künstlerischem
Auge aufzufassen, wie sich dieß in seinen
bisherigen, dilettantisch betriebenen A»
beiten kund gab, die Aufmerksamkeit von
Künstlern und Kunstfreunden in solchtin
Grade erregt, daß er zuletzt dem eigenen
Dränge wie den Anforderungen dieser
letzteren nicht länger widerstehen konnte,
Heimat und Wirthschaft verließ, um nach
Wien zu gehen und dort ausschließlich
sich der Kunst zu widmen. WaS er zu.
rückgelaffen, mochte ihm nicht zu nahe
gehen, fand er doch in den Reizen der
Natur, deren Herrlichkeiten er in seine
Seele aufzunehmen und mit einer Innig,
keit und Lieblichkeit, wie nur auserwählte
Jünger der Kunst dieß vermögen, wieder»
zugeben verstand und in dem eben in den
Jahren seiner Ankunft in Wien (1830
bis 1840) ebendaselbst aufblühenden
Kunstleben mehr als reichlichen Ersah.
Seitdem geht auch sein Leben in den
zahlreichen Werken auf, die er unermü»
det, immer eineS lieblicher als daS andere
schuf. Einige Zeit war R. für Se. kais.
Hoheit den Erzherzog Johann als
Genremaler und anch in dieser Richtung
mit Glück thätig, später aber wandte er
sich ausschließlich dem Landscdaftsfache
zu und beschickte steißig bis zum 48ger
Jahre die Iahres'Auastellungen der k. k.
Akademie der bildenden Künste bei St.
Anna in Wien und in der Folge bis zu
einem Tode die Monats.UuSstellungen
deS österreichischen KunstvereinS. Wie eS
sein künstlerischer Veruf mit sich bringt,
so machte er zur schönen Jahreszeit bald
nähere, bald weitere Ausflüge zu seinen
Künstlerstudien, von denen er immer
reiche Mappen heimbrachte. Von einem
olchen Kunstausfluge, im Sommer 1887,
kehrte er nicht mehr heim; in der Herr«
ichen Waldgegend zwischen Haimbach
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon