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Naimund 267 Vainmnd
benützt zu belassen wäre.) — Franz Wa l l
»er in seinen Schriften - „Aus dem Tagebuche
des alten Komödianten" (Leipzig 1843) und
„Rückblicke auf meine theatralische Laufbahn
und meine Erlebnisse an und auĂźer der
Bühne" (Berlin 18L4) bringt sehr schätzbare
Materialien zu einer Biographie Raimun d's.
Wal lner hat als KĂĽnstler neben Raimund
gewirkt, war nach dessen Tode neben Rott
dessen trefflichster Nachahmer, Insbesondere
das zweite Werk enthält Vortreffliches auS
Raimund's Tagebuche. Mehreres aus bei>
oen Büchern hat Wal lner in Keil 's „Gar-
Icnlaube", welcher bereits oben Erwähnung
geschah, mitgetheilt, — Werschetzer Ge.
birgsbote (Localblatt, kl, Fol.) V. Jahrg.
(l 8L1). Nr 34 u. 33: „Au« d?m Leben des Ferd.
Raimund" Kleider ohne Angabe des Autors
und der Quelle, der dieser interessante Aufsatz
ontnommen). — Wiener Theater>Chro>
» i l 18L7, Nr,«: „Ferdinand Raimund und
der Censor »uch in der „Morgenpost" (Wic-
n« polit, Blatt) I8«7, Nr. 14, und allem
Anscheine nach ein Wiederabdruck aus dem
schon citirten Aufsätze der „Gartenlaube"), —
Wiener Zeitung (gr. 4°.), im Wiener
Abendblatte 1863, Nr. 1!!2 u. 1»2: „Ein
Ausflug Ferdinand Raimund's", Von Her
mann Mei,nert. ^Schauspielerische und
touristische Bemerkungen Raimund's —
Kin Verschwender und eine rettende Fee —
Der Deutschfranzose und das Holzweib —
2er Zweihunderijährige — Ein menschae»
wordener Lebenstag", so lauten die Ueber«
schriften dieser Nouellete, welche in der
Nähe uon Dresden auf der Burg Wacker-
barth spielt. Dort in der Behausung rines
Sonderlings soll Raimund das Bild zu
seinem „Verschwender" dis zu dein Neben,
personale herab gefunden haben, — Einer
mĂĽndlichen Mittheilung des Dr. Meyn ert
entnehme ich auch die sehr interessante Notiz,
daĂź mehrere der so uolksthĂĽmlich gewordenen
Melodien seiner Stücke, wie z. N, das „Vrü>
derlei« fein", das „Aschenlied" u. a, uon
Raimund selbst dem Componisten anlege«
den worden sein,) —Wiest (Franz), Aus
2er Mappe eines Humoiisten (Wien l848,
Ueberreuter, 8°.), s I^n dem darin enthaltenen
Aufsatze: „Das Thal der guten Leute", wird
Raimund mit seinem kindlichen Glauben
an die Unuerdorbenheit seiner Gutensteiner
Thalbewotmer al5 gescheitert, in seinem tiefen
Schmerze über diese Enttäuschung dargestellt,) — Einer Mittheilung des bereits erwähnten
Herrn S i las zu Folge soll Ludwig Löwe
Memoiren hinterlassen haben, in welchem sich
uiele wahre »nd echte Raimundiana befinden
mögen. Ludwig Löwe ist todt. W° befinden
sich diese Memoiren? Was geschieht mit ihnen?
2!e dĂĽrften kaum minder interessant, wenn
vielleicht auch weniger objectiv gehalten sein
wie jene von An schütz. — Der sächsische Hof>
schauspieler Herr Emi l Walther hielt am
8. November 18N3 zu Dresden im „Wissen»
schnftlichen Cyklus" im.Zwinger» 2a lon einen
längeren biographisch-literarischenVortragüber
Raimund, der leider noch immer unge>
druckt ist.
III. Materialien )U Nachträgen bei eincr etwai-
gen neuen Auflage uan Tlaiinund's IKerktii.
sMehreres kommt schon in der Abtheilung
zur Chronologie und Geschichte uon Rai>
mund's StĂĽcken und in dcn biographischen
Quellen uor. waZ natĂĽrlich lner nicht w:e<
derboll wurde.) — Fortuna, Taschenbuch,
herausgegeben rwn F, X. Tolo (Wien, 8»,)
Jahrg. 1838, 2. 82: „In'S Stammbuch
meinem Jugendfreunde F. X, Told" ^Told
ist der Verfasser des seiner Zeit durch die
groĂźe Anzahl uon Wiederholungen bekannt
gewordenen Zauberspieles: „Der Zauber»
schleier". Er starb am 14. April 1849.) —
Die Gegenwart (belletrist. Wiener Blatt),
herausgegeben uon Andreas Schumacher,
184!,, Nr, 24: „Ferdinand Raimund und der
Eckensteher Nante", uon S i las ^behandelt
neben mehreren, die Supplementirung der
Werte Raimund's betreffenden Puncten,
die interessante Thatsache, daĂź Nante 32,
Raimund bis dahin (nach neun Jahren)
nur eine Auflage errlebtc) — Leopold-
stĂĽdter Theater-Almanach, herausge.
geben nonKnrl Meisl und AugustSch m idt
(Wien, tl. 8".) !>I. Jahrg. (!828). ^In dem
duselust befindlichen Verzeichnisse der Schrift»
stellrr, welche uon 1314 bis 1838 Beiträge
fĂĽr dieses Taschenbuch geliefert, erscheint auch
Raimund's Name, jedoch ohne nähere
Angabe, was und wann er für das Tasche«'
buch geschrieben.) — Monatsschrift für
Theater und Musik l83N. Januarheft. S. 23
bis 27: „Ueber die neue Taschenausgabe der
sämmtlichen Werke Ferdinand Raimund's,
herausgegeben in neun Händchen uon I . N.
VogI (Wien 1833, bei C. Holzl)". Von
Si las. ^Behandelt die Mängel dieser Aus
gäbe. die Varianten in der Anordnung
des Tertes beider Ausgaben, die Außeracht»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon