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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24
Page - 276 -
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Page - 276 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24

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Naimund 276 Naimund ausgeführt und nach einem ziemlich guten Vorbilde — wenn ich nicht irre, nach dem sel> tenen lith. Blatte von Kr ie hub e r (in 8<>.) — in Heinrich Kurz' „Geschichte der deutschen Literatur u. s, w" , Bd I I I , S. «9. — !,) ErinncrimaMntter. l)Nach einem Gemälde von Friedrich Schilcher hat I , Lance- dell i ein allegorisches Erinnerungsblatt auf I , Raimund lithographirt, Raimund, im Costum des Tischlers Valent in aus seinem „Verschwender", sitzt, den Hobel in der Hand, auf einem Stein, Vorn steht die Fee Che< ristane, ihr zur Seite ein trauernder Ge> nius mit an eine bekränzte Lyra gelehntem Haupte, Zu Valentin's Füßen liegt der Aschenkübel des „Aschenmannes" mit der Brücke, um welche sich die zerbrochene Fessel der Phantasie schlingt. Im Hintergrunde sieht man die Gutensteiner Schlucht mit dem Gu> tensteiner Altschlosse im Umrisse, Der Aus- druck von Raimund's Gesicht hat durch die Lithographie gelitten. Da« Brustbild die- ser Lithographie ist durch die Photographie ueruielfältigt und wird als Raimund's Porträt verkauft. — 2) Ein anderes Crinne» nmgsblatt hat nach H ass e! w and er's Zeichnung C. Mahltnecht gestochen. In verMitte des Blattes sieht man Raimund's lorbeerumkränzte Büste, von der Muse be- trauert, Rings herum bilden -acht Skizzen aus seinen acht Stücken eine liebliche Rand» Verzierung, Ganz unten das Foyer uur ocr Theaterkasse bei Raimund's Stücken, Dar» unter: „Zur Erinnerung an Ferdinand Rai< mund". Ohne Angabe des Druckortes (Wien), — 3) Ein ähnliches Erinnerungsblatt, näm> lich um Raimund's sehr schlecht getroffenes Porträt acht Scenen aus seinen Stücken, er- schien in der lithographischen Anstalt von M, R, Toma in Wien. Der Zeichner dieses Nlatte« ist nicht angegeben. — 4) Als Ra!> mund's „Fcenmädchen" in der Theaters«!» son 1826/1827 so großes Aufsehen erregte kam bei Trentschensky in Wien eine Folge von sechs Costumblättern in kl. Folio heraus, interessant durch seinen Zeichner I . Schwind und seinen Lithographen Krie> hub er. Es sind der Aschenmann, das hohe Alter, Ajaxerle, die Zufriedenheit, die Jugend (Therese Krone«) und Bustorius ( I , Korn< theuer), — Z) Die „Theater-Zeitung" brachte zu Raimund's Zeiten einige Costumebilder zu seinen Stücken, von Schöller gezeich- net, von Geiger gestochen. Die Zeichnun- gen, wie alles, was Sch oller gearbeitet, verzerrt Wenn ich nicht irre, erschien da< selbst auch Schmutzer'ö Bild von Rai. mund als „Menschenfeind" in ganzer Figur, dessen Original ich selbst besitze. - «) Sta- tuettt Naimund«. Der Bilohauer Johann Preleuthner hat eine Statuette des un> glücklichen Dichters aus Gyps modellirt. Dieselbe ist etwa dritthalb Fuß hoch und stellt den Dichter in ganzer Gestalt vor. in gewöhnlicher Tracht, mit einem von der linken Schulter herabgleitenden Mantel. In der Linken hält?r ein Heft, in der Rechten einen Griffel. — <!) Medaille anf Allimund, Avers. Porträtbüste des Dichters, I . Lang tsllit. Umschrift: In Wien «828. Revers, Auf einer Wolke ruhen die Symbole der von Raimund in seinem Stücke: „Der Narometermacher auf der Zauberinsel" ge? spielten Rolle. Darüber eine strahlende Sonne mit den Emblemen der dramatischen Muse- Leier, Larve, Dolch u, s, w. Von seinen Ver> ehrern zur Feier seiner Wiedergenesung". Es gibt davon Cremvlare in Silber, — Das Gypsmodell seiner für das Grabdenkmal near. beiteten Büste schenkte D inler dem Theater- Dircctor Mnr ine I l i , dieser nach Jahren dem Schriftsteller Friedrich Kaiser, welcher es Herrn Nosner schenkte. Herr Rosner er< öffnete nun unter seinen Freunden und Nc> kannten eine Subscription und ließ die Büste im österreichischen Museum neu gießen, So sind denn Exemplare der Ruimund'schen Büste im Besitze der Herren Schöne, Son. nen tha l , H eImesberger, Fr iese, Ascher, Stram pfer. FräuleinBaudius, Fräulein Kronnu u, A, VII. Naimund'5 Mo!,!!stäncn und ihre Alidil- dmiMi. n) Vclmrtlchnus. I>) Landhaus, e) Stcrlxcholls. — ») Nniunind'« WcbnrlAhau«. Ueber dasselbe verdanken wir den eindring' lichen Forschungen des Herrn A, S i l a s, welche in einem wohl kaum mehr aufzutre!» benden Blättchen in Pann's „Wiener Thea< terfreund" erschienen sind, genaue Nachwei« sungen. Nach diesen auf Urkunden und Zeu> genaussagen sich stützenden Erhebungen stellt sich als Geburtshaus jenes nach der inuen Numerirung vom Jahre l8NL mit Nr. 4U (alt Nr. 1», 1822) Mariahilfer Hauptstraße bezeichnete Haus dar (links von der Stadt gerechnet), ES führt das Schild: „Zum gold< »en Hirschen"! merkwürdiger Weise hat Rai> mund's Sterbehaus zu Pottenstein dasselbe Aushängeschild, Grt l lparzer 's Geburts- haus auf dem Bauernmarkt hat ebenso wenig
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Volume 24
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Prokop-Raschdorf
Volume
24
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1872
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
450
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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