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Nainer 280 Nainer
zu Bleiberg in Oberkärnthen 11. Juni
1783. gest. zu Gratz 16, März 1889).
Äus einer alten, bereits im Jahre 1892
geadelten Familie. Trat 1792 in die
Wiener'Neustädter Akademie, wo er neun
Jahre den militärische!, Studien oblag,
kam im Mär; 1801 als Fähnrich zu dem
leichten Bataillon Greith und bald darauf
in das Infanterie-Regime»! Schröder
Nr. 26, wo er in der Regiments schule
verwendet wurde. Im Jahre 1804 arbei-
R. unter Leitung des Oberstlieutenants
Tomassich bei der Aufnahme der Pro-
vinz Istrien, wohin sein Regiment zum
Cordon gegen das gelbe Fieber beordert
worden war. Am 27. August 1808 wurde
er Oberlieutenant im Generalstabe, und
machte, in das Hauptquartier nach Padua
berufen, die Schlacht bei Caldiero, die
Gefechte bei Vicenzo, an der Piave, am
Tagliamento und Isonzo mit, kam dann
in das Infanterie-Regimen! Erzherzog
Maximilian Nr. 33, mit welchem er der
Schlacht bei Aspern beiwohnte. I n der
Schlacht bei Wagram am 8 und 6, Juli
1809 wurde er schwer am Kopfe verwun-
det und als todt auf dem Schlachtfelde
liegen gelassen. Nach zurĂĽckgekehrtem
BewuĂźtsein gelang es ihm, sein Regiment
zu erreichen, worauf er noch am Treffen
bei Znaim theilnahm. Nun wurde er
Caprtan, als solcher dem Generalstabe
zugetheilt und bei der Aufnahme und Ae-
schreibung der Gegend an der Waag und
bei dem Baue des BrĂĽckenkopfes verwen-
det. Im Jahre 1813 rĂĽckte das Regiment
wieder in's Feld und R. kämpfte in der
Sturmcolonne, welche die Flesche vor
dem Moschmskischen Garten bei Dresden
am 26. August 1813 zu nehmen den
Auftrag hatte. Der Empfang der Colonne
von Seite des Feindes wa>r so mörderisch,
daĂź auĂźer mehreren Ossicieren, 81 Mann
von der Compagnie des Hauptmanns Nainer todt auf dem Platze blieben..
Nach der Schlacht rĂĽckte Nainer zum-
wiiklicken Hauptmann vor. Im Jahre
1813 wohnte R. der Blockade von Gaeta
und später jener der Festung Antibes
bei. I n der darauffolgenden Friedens-
epoche war R. 18l9 als Geometec der
Catastral'Vermeffung in Trieft zugetheilt,
wurde 1820 Inspector und 182! Unter-
Director im KĂĽstenlande. Unler seiner
unmittelbaren Leitung wurde ein groĂźer
Theil des Fiumaner Kreises mit den
quarnerischen Inseln Veglia, Cherso,
Lusfm, Sonsego, dann ein Theil von
Istrien, das ganze Triester Gebiet und
der Görzer Kreis vermessen und in Steier»
mark der Iudenburger, Brucker und Cillier
Kreis triangulirt und im Detail vermessen..
I n den Jahren 1828—1831 löste ei die
gleicbe Aufgabe im Bnbweiser, Taborer
und Prachiner Kreise Böhmens. Nachdem
er im Jahre 1831 wieder zum Negimente
eingerĂĽckt war, wurde er 1833 zum
Major, bald darauf zum Grenadier»
Bataillonscommandanten, 1837 zum
Oberstlieutenant und 1840 zum Obersten
und Commandanten des Regiments be-
fördert. I n dieser Eigenschaft stand er
sieben Jahre mit dem Regimente in der
Bundesfestung Mainz. Nun wurde er Ge°
neral'Major und Brigadier in Prag, wo
in den Pfingsttagen 1848 seine Brigade
gegen die Aufständischen befehligte! aber
durch einenPrellschuß aufdie Brust kämpf-
unfähig wurde. Im Mai 1849 erhielt
er das Festungscommando in Zara. Nach
zurückgelegter 80jähriger Dienstzeit bat
er um Uebersehung in den Ruhestand,
welche ihm mit gleichzeitiger Verleihung
desFeldmllrschall'Lieutenants'Charakters
bewilligt wurde,
Mi l i tä r -Ze i tung, hn'ausg, non I , Hir<
tenfeld (Wien, 4») Jahrg. l839, S. l87, —
Oesterreichischer M i l i lä r < K c> l cnder.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon