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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24
Page - 287 -
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Page - 287 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Prokop-Raschdorf, Volume 24

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Nainold 287 Nainoldi Rllinold, Karl Eduard (Schrift. steller, geb. zu Gnadenberg in Preußisch-Schlesim im Jahre 1790. gest. zu Prag im Jahre 1838). Widmete sich nach beendeten Studien dem Hand lungsgeschäfte, trat aber im Jahre 1806 als Volontär in preußische Kriegsdienste. welche er nach beendetem Feldzuge wieder verließ. Er kehrte nun in seine Heimat zurück, machte dann Reisen nach Italien, der Schweiz, Frankreich und durch Deutsch» land, und kam nach Wien, wo er im Jahre 1309 eine Fourierstelle erhielt. Im Jahre 1812 zog er als Oberfourier in's Feld, wurde dann RechnungSführer bei einem Feldspitale, und nahm nach Beendigung des Krieges seine Entlassung. Er ließ sich nun in Prag nieder, wo er sich mit literarischen Arbeiten beschäftigte. Im Jahre 1819 begann er die Heraus» gäbe der Zeitschrift „Hqlliiz", welcker verschiedene Ansichten, Karten und Pläne beigegeben waren; nach dritthalb Jahren gab er jedoch dieseS Unternehmen auf, ein neues, betitelt: „Grinnirnngen un merk- würdige Gegcnltandr und Nlglluicheiten" u. s. w., in monatlichen Lieferungen (Prag bei Haase) mit Kupfern, Karten und musi- falischen Beilagen begründend. Dasselbe, obgleich meist aus nicht immer glücklich gewähltem Nachdruck bestehend, und mit Kunstbeilagen, die unter der Mittelmäßig- feit waren, hatte er doch auf die Höhe von 3000 Auflage zu steigern verstanden. Ein sprechender Beleg für das mächtige Lesebedürfniß des damals unter dem Censurdrucke schmachtenden PublicumS. Er selbst hatte 18 Jahrgänge bis zu seinem Tode herausgegeben; später er> scbien es mit demselben Titel, aber mit besserem Verständniß redigirt und öfter seinen Verleger wechselnd (Medau. zu» letzt Bellmann) bis zum Jahre 1864, in welchem eö zur staatlichen Zahl von 88 Bänden »12 Heften gediehen war. Nach dem letztgenannten Jahre erscheint eS im „Oesterreichischen Kataloge" nicht mehr. Ferner gab R. das Unterhaltung«' blatt „lLinZt niid Jetzt" heraus, das aber leinen langen Bestand hatte. Neberdieß sind noch von ihm erschienen: ,I!e Polt-, Gil-, Migeine- »nd Vrancirdnngen nnb Gitrn-, Niief- und WllZserpllSten in den üster- inchigchen stauten, nebZt einer GntlernungstatieUe mehrerer Städte nun Wien; Nrief. und Fracht- wissen.« Mit 2 K. K. und 1 Karte (Prag bei EnderS; L.Auflage Wien 1828 bei Tendier 8"., ohne Karte); — „Denkmal dem grossen Helden unserer Seit, »der Onsam- mnzlellnnll, niler durch das Hinscheiden §r. Nnichlancht d»2 Herrn Kn l I Ph i l ipp Furzten zn Z ch w nrz e n u erg, k. II. üsterr. Fellimur- «chllllZ n. S. ». lllmchl in Prag, 2,'eipzig u. !. »» nernnstnltrten Cranelklierlichkeitln, als nci dieZel Glleginheit enchiencnen Eranirgltlichte, neb«^ einer kurzen uillgrllpli. Andeutung". Mi t 8 K.K. (Prag 1820, Hurtmann 4°.); — eine Sammlung bildlicher Darstellungen; — 1833 ein Reisehandbuch für Böhmen und mehrere Gelegenheitsschriften. Die genaueren Titel der letztgenannten Schcif° ten konnte ich nicht ausfindig machen. Von dem Ertrage seiner Schriften gab er auch öfter Spenden an Arme und Nothleidende oder sonst zu wohlthätigen Zwecken. Oesterreichische Nat ional» Ency kl opö< die uon Gräffer und Czitann (Wien l«33, 8«,) Vd, IV, S. 342; Vi>. VI, S»pp>. S. 885. Rlü'noldi, Paul (Nalletmeister, geb. zu Mai land am 17., n. A. am 18. April 1784, Todesjahr unbekannt). Widmete sich von seinem zwölftm Jahre der Tanzkunst. Der berühmte Sedini war sein Lehrer; im Jahre 1798 enga- girte ihn bereits Franz Cerri uls ersten Grotesk-Tänzer bei den, Kioder-Ballet in
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Prokop-Raschdorf, Volume 24
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Prokop-Raschdorf
Volume
24
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1872
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
450
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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