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Nainoidi 288 Nainprechter
Bergamo. Als solcher tanzte er sĂĽnfIahre
aul den Theatern zu Mailand, Monza,
Lodi, Turin, Bologna, Osti und Cremona.
An letzterem Orte beschloĂź er unter Sera-
sino Zonca seine Laufbahn fĂĽr Italien,
Im Jahre 1804 berief ihn Freiherr von
Braun nach Wie» an das Kärnthner-
thor-Theater, in welchem er anfänglich
als Figurant, nach einem halben Jahre
c.ber bereit«? als GroteSk'Tönzer auftrat.
Als PaĂĽquale Angio l in i erkrankte,
trat Ra ino ld i an deffen Stelle in das
komische Fach. Im Jahre 1813. nach
Auflösung deS Balletcorps im Kärnthneo
thor-Theater, trat Nainold i zur Leo»
poldstädter Bühne über und wurde da-
selbst 18 l 8 nach Hampel'6 Tode Pcm<
tomimenmeister. Daselbst hat er ĂĽber ein
halbes Hundert Pantomimen ersonnen
und das choreographische Arrangement
derselben ausgefĂĽhrt und auch als Mimi.
ker, Darsteller und Lehrer VorzĂĽgliches
geleistet. Nettere Theaterbesuche berichten:
Unter Ra ino ld i war daS goldene Zeit»
alter der Pantomime im Leopoldsindter
Theater. Nach viel>ahrigem Wirken auf
dieser BĂĽhne zog er sich fĂĽr einige Zeit
ins Privatleben zurĂĽck, trat aber zu An-
beginn der DreiĂźigei'Iahre bei den
NĂĽhnen zu OlmĂĽtz und PreĂźburg und
im Jahre 183? im Theater an der Wien
unter Pokorny wieder als Balletmeister
in Dienste. Im Jahre 1840 ging er nach
Prag und wirkte dort mehrere Jahre als
Balletmeister bei dem
ständischen
Theater.
Im I , 1843 lehrte er nach Wien zurĂĽck,
welches er nicht mehr verlieĂź. Wann er
starb, ist nicht bekannt, im Jahre 1846
war er noch am Leben und besorgte, da-
mals 62 Jahre alt, daS choreographische
Arrangement dei Posse: „Der artesische
Brunnen" im Iosephstädter Theater. —
Er war mit An gioletta, geborne von
Mar t ignon i (geb. zu Mailand 24. Fe» bruar 1796) vermalt, welche seit 1809
in Wien am k.k. Hof»Operntheater tanzte.
Sie war cino Schülerin des schon erwähn-
ton PaSqualc Angio l in i .
Gräffer (Franz), Wiener Dosenstücke u. s, w,
(Wien !8AÄ, I . F. Gn-ß, 8°,) Zweite Au«>
gäbe, L.Theil, S <3> snach diese»! geb,
am l8, April l78i^ — Theater.Z eitu ng
uon Ad. Bäi ier lc (Wien. gr, 4°,) l846,
Nr, l38, S, «^2, im Artikel „DaS wühle
Talent altert nich!" snach dleseiĂĽ sseb, a,n
^?, April l?84^. — Oesier reichi scher
Vl' iraer-Kalender (Wie,,, 8°.) Jahrg.
1340. S, 2l8, ^- Porträt. Unterschrift, ^>«»/
I»'!v. i'IieHtoi'L in äoi' Iveoi>a!clLtn,<,!,t. Litho>
graphie ohne Angabe dl's Zeichners und Li°
tho>,rcipheli (Wien, 8»), — 31l!ch uon seiner
Gatlin clsä)ic» ein <) Costuw'Bild in gan>
>;er Figur ohne Angabe des Zeichners (Wien,
4°,), 2) und ein Seitcnftüll zu dem obigen
ihre« Gatten m>! der Unterschrift: .VuLio-
ütllät (8»,),
Raillftrcchtcr. Johann Nep'omuk
(T^'nseher, geb. im Jahre 1737. gest.
zu Salzburg im April 18l2). Sein
Vater war Stiftsmusiker zu Altenotting
in Bayem und ertheilte dem Sohne
den ersten Unterricht in der Musik. Als
dieser später zur Fortsetzung seiner Stu>
dien nach Ingolstadt kam, nahm er dort
auch Unterricht im Generalbasse und in
der Komposition. Er kam um daS Jahr
1773 als Chonegens m das Stift St.
Peter nach Salzburg, welche Stelle er
bis an seinen im Alter von 85 Jahren
erfolgten Tod bekleidete. R. wird als
geschickter Compostteur gerĂĽhmt und von
seinen Composttionen sind im Siftsmustk«
archive vorhanden : drei große Messen', —
ein deutsches Hochamt; — ein Ikutum
er^o; — ein ZtolillOoeli; — ein Chor;
— eine Vesper äe Dominica; — eine
Vesper 6s soptein äaloridus L. V. U.;
— mehrere vierstimmige lateinische Offe»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon