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Nandhartinger 326 Naildhartinger
Dieses Instrument, die frühere Glashar»
monika, ist nun nach vielen MĂĽhen und
Versuchen so glĂĽcklich zusammengestellt,
daß es als Begleitung zum Gesänge mit
dem besten Erfolge verwendet werden
kann. R. selbst behandelt dasselbe mit
vieler Virtuosität. Außer der bereits er.
wähnten, R, bei Gelegenheit seines Ueber-
trittes in Ruhestand Allerh. verliehenen
Auszeichnung erhielt R. im Jahre 1833
fĂĽr seine erste groĂźe Meffe von dem Her-
zogevonLucca den St. Ludwigs-Orden,
für andere Werke die kais. österreichische
Medaille litteris et artidus und die
kön. schwedische goldene Medaille, und
von mehreren musikalischen Vereinen und
Gesellschaften die Diplome als Ehrcn»
Mitglied.
1. Uebersicht ler Nonipasitwuen, welche von
Nnnihartinger im Drncke erschiene» sind.
(Gin vollständiges Verzeichniß in chronolo»
Lischer Folge zu Stande zu bringen, war
mir nicht möglich, weiß doch der Componist
selbst nicht ĂĽber seine eigenen Werke Aus>
tunft zu geben.) „Trost in Thränen", Gedicht
uon Goethe. Beilage zu Nr, <l? des Iahr<
ganges <82t der „Wiener Zeitschrift", Erste«
Wert, dasRandhart inger drucken lieh;
als eigentliches OpNL l aber erscheint „Sän>
gers Liebchen", uon F. uon Erko, und „Der
Wechsel", non F. X. Slauik (Wien 1823,
Haslinger). — „Des Mäochens Klage", von
Schi l ler (Wien, bei Artaria). — „Rös<
lein", von Contessn. — „An die Sterne",
nen E, Kalchberg, ^ „Dreistimmiger
Canon", uon Kleist. — „Des Jünglings
Hoffen", von Ziegler, — „An die Er-
wählte". — „Worte der Wehmuth", 0^.9. -
„Qrunä ?!'!<, poul?««., Viol. «t Veile.",
0^>. l0, — „Schmiedlied", r>on Seid l . —
„Lehnsucht", von Varou Zedlitz (Wien,
bei Artaria), — „Der Jäger", von Baron
Schlechta. — Lied- „Es werden tau»
send Worte" (Wien, Spina), — „Liebeslied
von Kisfaluoi" (ungarisch), mit deutscher
Uebersehung von Graf uon Maj l l i th . —
„Suleika", aus dem west,östl!chen Diuan,
von Goethe. Beilage zu Nr. lü« des Jah-
re« 1832 der „Wiener Zeitschrift". — „Krie.
gers Abschied", uon Vecler. — „Heimai". — „Nachtreise". — „Traum". — „Wider-
spruch", vier Gedichte", 0o. l8, — „Die
eine, die ich meine", uo» Kobel l . — „Die
Mutter am Grabe", uon Claudius. —
„0n tko l iaun" , uon Nuge nt< Ste l ly ,
— „Bei der Mühle", von Vogel . — „Dio
Fischerin", uon Mül ler . — ^ I ie N«^?",
von Nugcnt-Lkel ly , — „Die Scala",
von Veit . — „Erloschene Liebe", von Ba>
ron Zedlitz, — „Todtenhemdchen", uon
Bauernfeld". — „Rastloses Wandern",
uon E, Schulze, 0p. 2<>. — „Wenn ich
knnn", Gedicht uon E. Schulze, 0z». 27.
— „Beruhigung", uon Fr, u, Crco. 0^>. 28.
— „Elphennesang", uon E. Schulze.
— „Schweizer Schützenlied", — „Der Po>
stillon", uon Lenau. — „Ständchen", uon
Uhland (Wien, Diabelli), Nandhar t in-
ger fand später Gelegenheit, diese Compo»
silion (mit Sphärenmusik uon vier Solo»
Violinen) dem Dichter vorzutragen. Der
wenig redselige Poet bemerkte dem Eompo»
siteur- „Sie haben mein Gedicht recht gut
»erstanden". — „^V^ »ißliont tliou?", uon
Nugent-Skel ly , englisch und deutsch,
0v. 32, — „Der Traum", Uon Heine
(Wien, Mechetti). — „Auf dem St. Wolf.
gangs'See", Gedicht fĂĽr eine Singstimme mit
Pianoforte u»d Vhysharmonika, 0i>. 4». —
„Andenken an London", Oi>. 46. — „Wander-
lied", uon I , N. VogI, —„Vor'm alten Müh»
lenhause", uon I . N. Vogl , fĂĽr eine Sinnst,
mit Waldhorn oder Violonccll und Pianoforte«
begleilunn (Wien, Spina), — „Das Erken»
nen", uon I . N, Vog l , Oz>. 49 (Wien,
Diabclli), — „Die nächlliche Heerschau", uon
Zedlitz. 0p, 30 (Wien, Wihcndorf), —
„Heilmiitel", uon I, O. Se id l , N^. !>l. —
„An Emma", von Schi l ler (Wien, Has-
linger) — „Da Bua in da Fremd' oder
's Hoamweh", von A. Schmidl (mit Zither,
begleitung); diese Composition hat in sofern
culturhistorische Bedeutung, als der als Z!<
therspieler bekannt geworbene Alexander Bau>
man damit zuerst die ZĂĽher im Salon des
Grafen Szöchsnui einführte, wodurch die>
ses Instrument der AlmhĂĽtte und Dorfschenke
salonfähig, nach und nach Mode wurde, bis
es, wie in der Gegenwart gleich dem Piano,
seuchenanig in jeder Wiener Familie grassirt.
^- „Jägers Feierabend", von Seid l , — „Ein
seliges Wörtchen", v. Dumba (Wien, Spina),
— „Ein Jahr später am Grabe Sephinrns"'
non Nuper tus, Oo. «1. — „Der Verlas»
sene", Gedicht von Nuver tus , 0p. 62. —
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Prokop-Raschdorf, Volume 24
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Prokop-Raschdorf
- Volume
- 24
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1872
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 450
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon